Interview: Simon Köpf vom Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers: „Die Chancen im Derby stehen 50:50“

24. November 2009 in Kickers I, News

„Ich fiebere nicht mehr mit“

Beim VfR Aalen wurde er ausgemustert. Jetzt hofft Simon Köpf (22), dass er die Nachwehen der Schweinegrippe schnellstmöglich übersteht, um am Samstag gegen seinen Ex-Club auf dem Platz stehen zu können. Im Interview spricht der Innenverteidiger der Stuttgarter Kickers über die Krankheit und darüber, dass „ich mit dem VfR längst abgeschlossen habe“.

ALEXANDER HAAG

Herr Köpf, wie geht es Ihnen?
Köpf: Schon viel besser.
Wie sehr hat Sie die Schweinegrippe zurückgeworfen?
Die ersten drei Tage bin ich wirklich richtig flach gelegen, hatte über 40 Grad Fieber. Doch dann ging’s stetig bergauf. Letztendlich war es nichts anderes als eine normale Grippe. Um die Schweinegrippe wird meiner Meinung nach viel zu viel Wirbel gemacht.
Sind Sie schon wieder fit, um 90 Minuten Fußball zu spielen?
Ich fühle mich zwar schon wieder fit, aber es ist noch fraglich, ob ich am Samstag schon spielen kann. Ich werde jedenfalls alles dafür tun, und ich würde natürlich gerne auflaufen.
Weil Sie dem VfR Aalen zeigen wollen, dass Sie es können.
Nein, es sind zwar einige Dinge vorgefallen, aber die betreffenden Personen sind längst nicht mehr da. Ganz ehrlich: Es freut mich, dass der VfR Aalen jetzt einen Weg gefunden hat, um erfolgreich sein zu können. Aber ich fiebere nicht mehr mit. Mit dem VfR Aalen habe ich längst abgeschlossen.
Überrascht es Sie, dass der VfR Aalen so kurz nach dem Umbruch schon an der Tabellenspitze steht?
Nein. Wir mussten vor Saisonbeginn bei den Stuttgarter Kickers einen Bogen ausfüllen. Schon da hatte ich den VfR Aalen als Meisterschaftskandidaten auf meinem Zettel.
Weil …
… der VfR Aalen sehr gute Spieler geholt hat. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern stimmt dort. Die
Stärke des VfR Aalen ist die Defensive. Die wird auch am Samstag im Derby nur schwer zu knacken sein.
Auch die Kickers haben in 15 Spielen erst 14 Gegentore kassiert. Und die Stürmer des VfR sind nicht gerade für ihre Treffsicherheit bekannt.
Klar, die Aalener Stürmer haben bislang nicht viel getroffen. Aber der VfR steht nicht umsonst da vorne. Die Mannschaft hat genügend Qualität, um trotzdem Tore schießen zu können. Auf uns kommt am Samstag einiges zu.
In Aalen wurden Sie als Außenverteidiger eingesetzt, bei den Kickers ausschließlich in der Innenverteidigung.
Ja, und als Innenverteidiger fühle ich mich richtig wohl. Das passt zu mir, und dort macht’s mir richtig Spaß.
Die Kickers stehen als Absteiger mit 22 Punkten auf Platz acht.
Das ist o.k.. Unsere Zielsetzung für diese Runde ist es, dass wir eine gute Saison spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Es war klar, dass wir nicht aufsteigen können. Das wollen wir kommende Runde. Da wollen wir den Aufstieg in Angriff nehmen.
Was muss bei den Stuttgarter Kickers noch besser werden?
Wir spielen zwar offensiv, aber wir lassen zu viele Chancen liegen. Es ist keineswegs so, dass uns vorne die Qualität fehlt. Aber wir haben ein Durchschnittsalter von 21 Jahren. Da fehlt oft noch die Erfahrung. Immerhin: Mijo Tunjic hat bereits neun Tore erzielt.
Wie sehen Sie die Rollenverteilung beim Derby am Samstag?
Die Chancen stehen 50:50. Klar, Aalen ist vom Papier her leicht favorisiert. Aber wir sind sehr heimstark, haben zuhause noch kein Spiel verloren. Diese Serie wollen wir halten. Unser Trainer Dirk Schuster sagt immer, dass wir jeden schlagen können. Das wollen wir jetzt gegen Aalen zeigen.

Schwäbische Post

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