StZ: Reule verstärkt Kickers

Transfer Zum Trainingsauftakt des Regionalligisten sind alle Mann an Bord, auch der neue Stürmer aus Mannheim. Von Joachim Klumpp

Bitte recht freundlich! Zum Auftakt der Vorbereitung des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers stand gestern erst einmal der Fototermin an. Und da waren alle Mann an Bord, auch der noch fehlende Stürmer. Nachdem sich der Wunschkandidat Dominik Stroh-Engel (Wehen Wiesbaden) seit Wochen nicht zu einer Zusage durchringen konnte, haben die Kickers reagiert und Daniel Reule geholt, der zuletzt beim Regionalligisten SV Waldhof Mannheim in 31 Spielen elf Treffer erzielt hat. „Wir wollten ja einen Spieler, der seine Torgefährlichkeit schon bewiesen hat“, sagt der Trainer Dirk Schuster. Und der von der Statur her groß gewachsen ist, was der gebürtige Schwarzwälder mit seinen 1,93 Meter ebenfalls erfüllt.

Mit der Verpflichtung des 27-Jährigen (Einjahresvertrag plus Option) hat der Trainer es zudem geschafft, den Kader zum Trainingsauftakt komplett zu haben: 22 Mann, inklusive der drei Schwellenspieler Fennell, Wontschik und Videc, die auch noch eine Alternative für die zweite Mannschaft wären. Ob dazu noch ein weiterer Spieler, bevorzugt für die Offensive, kommt, ist offen. „Wir können ja noch bis Ende August reagieren“, sagt Schuster. So lange ist die Transferliste geöffnet.

Stuttgarter Zeitung

Daniel Reule beim Trainingsauftakt vorgestellt

Passend zum Trainingsauftakt hat der SV Stuttgarter Kickers seinen fünften Neuzugang für die Saison 2010/2011 vorgestellt. Vom SV Waldhof Mannheim wechselt der 27-jährige Stürmer Daniel Reule zu den Blauen.

Der 1,93 Meter große Schwarzwälder, der in der Jugend seine Fußballschuhe beim VfR Pforzheim schnürte, kam über die Stationen Karlsruher SC, TSG 1899 Hoffenheim, 1. FC Kaiserslautern, Waldhof Mannheim, FC Nöttingen, SSV Reutlingen und Waldhof Mannheim zu den Kickers. Der Linksfuß erzielte in der abgelaufenen Regionalliga-Saison für die Waldhöfer 11 Tore in 31 Spielen. Für den Karlsruher SC bestritt er 7 Spiele in der 2. Bundesliga.

„Es freut mich sehr, dass die Verpflichtung von Daniel Reule so schnell geklappt hat“, erklärt Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster. „Mit seiner Erfahrung und seiner in den letzten Jahren unter Beweis gestellten Torgefährlichkeit ist er ein wichtiger Baustein für unsere neue Mannschaft“, so Schuster.
Daniel Reule freut sich auf die neue Herausforderung bei den Blauen. „Dass am Ende alles ganz schnell gegangen ist, zeigt, dass beide Seiten an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Die Kickers sind ein Verein mit einem tollen Umfeld und Zielen mit denen ich mich voll identifizieren kann.“
Daniel Reule erhält das Trikot mit der Rückennummer 9 und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 mit einer einjährigen Option unterschrieben.

Offizielle Homepage

Aufteilung der drei Regionalligen beschlossen

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf Antrag des DFB-Spielausschusses die Einteilung der drei Regionalligen für die Spielzeit 2010/2011 verabschiedet. Wie nicht anders erwartet, wird Wormatia Worms von der Weststaffel in die Südstaffel wechseln.

Die Regionalligen Süd, Nord und West in der kommenden Saison 2010/2011 im Überblick:

Süd: 1. FC Nürnberg II, SC Freiburg II, KSV Hessen Kassel, Karlsruher SC II, SSV Ulm 1846, TSV München 1860 II, Eintracht Frankfurt II, SV Stuttgarter Kickers, SpVgg Weiden, SpVgg Greuther Fürth II, SG Sonnenhof Großaspach, SC Pfullendorf, SV Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden II, Wormatia Worms, FC Memmingen, 1899 Hoffenheim II, FSV Frankfurt II

Nord: Holstein Kiel, VfL Wolfsburg II, Chemnitzer FC, Hallescher FC, Hamburger SV II, 1. FC Magdeburg, VFC Plauen, Hannover 96 II, VfB Lübeck, ZFC Meuselwitz, Hertha BSC Berlin II, Türkiyemspor Berlin, SV Wilhelmshaven, FC Oberneuland, FC Energie Cottbus II, RB Leipzig, TSV Havelse, TSV Eintracht Braunschweig II

West: Borussia Dortmund II, Wuppertaler SV Borussia, Sportfreunde Lotte, VfL Bochum II, 1. FC Köln II, Preußen Münster, SV Elversberg, 1. FC Kaiserslautern II, SC Verl, Fortuna Düsseldorf II, FC Schalke 04 II, Bayer 04 Leverkusen II, 1. FSV Mainz 05 II, Borussia Mönchengladbach II, Eintracht Trier, SC Wiedenbrück, DSC Arminia Bielefeld II, FC 08 Homburg/Saar

Offizielle Homepage

Kicker: Michael Zeyers Fernziel: 2. Liga

Stuttg. Kickers: Neuer Sportkoordinator

Drei neue Spieler haben die Kickers bisher für die kommende Saison geholt. Doch der prominenteste Zugang steht nicht (mehr) auf dem Rasen. Der frühere Bundesligaprofi Michael Zeyer soll als Sportkoordinator künftig mithelfen, die Stuttgarter strukturell weiterzuentwickeln und damit zu professionalisieren.

„Die Kickers sind ein Verein, bei dem man Aufbauarbeit leisten kann“, sagt der 42-Jährige und wird konkreter: „Wenn sich ein Klub jedes Jahr weiterentwickelt, passiert es zwangsläufig, dass er bald eine Spielklasse hochgeht. Oder zwei.“ Also: Fernziel 2. Liga.

Dazu will der Betriebswirt vor allem das Scouting verbessern und mithilfe einer neu einzurichtenden Datenbank personenunabhängiger machen. Zudem soll er den Nachwuchs voranbringen, das heißt A- und B-Jugend sollen bald wieder in der Bundesliga spielen.

Finanziert wird Zeyers Arbeit von dem Investor, der im Februar eingestiegen ist. Der frühere Mittelfeldspieler arbeitet auf Teilzeit- und Honorarbasis, ist also nicht Angestellter des Vereins. Mit Trainer Dirk Schuster wird Zeyer künftig in der Kaderplanung, ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld, eng zusammenarbeiten. „Wir haben bei Spielern in vielen Dingen die gleiche Meinung“, erklärt Zeyer. „Es wird sehr selten vorkommen, dass der eine einen Spieler will, aber der andere einen anderen.“

Matthias Jung

Kicker

StN: „Ich hole keinen Spieler, den der Trainer nicht will“

Stuttgart – Michael Zeyer ist bisher der bekannteste Zugang beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Der Koordinator Sport äußert sich über seine neue Aufgabe, den Investor und die Ziele der Blauen.

Herr Zeyer, wie intensiv kann man als Kickers-Koordinator die WM verfolgen?

Es ist genug Flexibilität da, das eine oder andere Spiel am Bildschirm anzuschauen.

Wie viel Zeit investieren Sie für Ihre Arbeit bei den Kickers?

Klar ist, dass ich dienstags und mittwochs auf der Geschäftsstelle bin, aber ich schaue bei meiner Tätigkeit sicher nicht auf die Uhr.

Wann und wie kam der Kontakt zu den Kickers zustande?

Der Erstkontakt kam über den Investor der Kickers vor zwei, drei Monaten zustande. Mich reizte die Aufgabe. Und die Gremien der Blauen waren von mir überzeugt.

Die Investorengruppe vertraut Ihnen. Woher kennen Sie sich?

Ich bin seit vielen Jahren im Fußballgeschäft tätig. Daher rühren die Kontakte.

Warum will der Investor anonym bleiben?

Es ist Teil seiner Geschäftspolitik. Er will sich öffentlich nicht darstellen und sich lieber im Hintergrund halten.

Dafür hat er Sie als Bindeglied installiert.

Bindeglied würde ich nicht sagen. Es geht darum, Strukturen zu schaffen, damit sich die Kickers weiterentwickeln. Der Verein muss so professionell wie möglich aufgestellt sein. Nur ein Beispiel: Im Scouting denken wir etwa darüber nach, Datenbanklösungen einzukaufen, damit Know-how dauerhaft im Verein bleibt.

Manches wirkt geheimnisvoll: Warum bringt sich der Investor gerade bei den Kickers ein, und was verspricht er sich davon?

Entscheidend war sicher, wie die Kickers durch die handelnden Personen geführt werden. Das gegenseitige Vertrauen ist da. Und klar, der Investor will auch Geld verdienen: Wenn die Marke Kickers an Wert gewinnt, gewinnt auch sein Investment an Wert.

Angenommen, Trainer Schuster will den Spieler Mesic, Koordinator Zeyer den Spieler Fischer – was passiert?

Unsere Ansichten und Einschätzungen sind sehr ähnlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide uns völlig uneinig sind, liegt vielleicht bei zehn Prozent. Ich würde nie einen Spieler holen, den der Trainer nicht will.

Stuttgarter Nachrichten

Maric-Neffe Denis Videc stürmt künftig für die Stuttgarter Kickers

Die Stuttgarter Kickers haben ein weiteres Talent aus der Region für die kommende Saison verpflichtet: Vom Landesligisten FC Heilbronn wechselt der 19-jährige Stürmer Denis Videc nach Degerloch.
Videc tritt dabei in große Fußstapfen seiner Familie. Sein Onkel ist kein geringerer als der langjährige Kickers-Stürmer und ehemalige kroatische Nationalspieler Tomislav Maric, der von 1996 bis 2000 das Trikot der Stuttgarter Kickers trug und in 112 Zweitligaspielen 42 Tore erzielte und in der Saison 1999/2000 sogar Torschützenkönig der 2. Fußball-Bundesliga war. Sein Neffe Denis Videc hat in der abgelaufenen Saison in der Landesliga Staffel 1 bewiesen, dass er an die Torgefahr seines Onkels anknüpfen könnte. Mit 20 Toren erzielte der Linksfuß für den lange Zeit abstiegsgefährdeten Traditionsverein FC Heilbronn alleine ein Drittel aller Tore.
„Wir haben immer einen Blick für junge, hungrige Spieler aus der Region. Die Identifikation mit Stuttgart im Allgemeinen und den Kickers im Besonderen ist uns sehr wichtig“, sagt Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster.

Denis Videc war schon als kleiner Junge viele Male im damaligen Waldau-Stadion bei Heimspielen der Stuttgarter Kickers zu Besuch. „Von der Atmosphäre in Degerloch war ich schon immer begeistert und den Weg der Kickers habe ich immer ganz besonders verfolgt“, erklärt der Kroate. „Es geht ein kleiner Traum für mich in Erfüllung und ich werde alles dafür tun, diesen zu leben“, betont der Lehrling für Lagerlogistik, der zunächst parallel zum Fußball seine Ausbildung in Stuttgart erfolgreich zu Ende bringen möchte.
Denis Videc wechselt als sogenannter Schwellenspieler zu den Blauen. Er wird in der Saisonvorbereitung sowohl bei der Regionalliga- als auch der Oberligamannschaft der Blauen trainieren und eingesetzt werden. „Wir wollen unsere Talente behutsam aufbauen. Das ist uns auch in der vergangenen Saison sehr gut gelungen. Die ausgezeichnete Verknüpfung zwischen der ersten und zweiten Mannschaft spielt hierbei eine herausragende Rolle“, so Cheftrainer Dirk Schuster.

Offizielle Homepage