Kickers vergeben wieder die Führung
Regionalliga Stuttgart spielt in Bamberg nur 1:1 und kämpft weiter um seine Saisonziele.
Nur zur Erinnerung: obwohl es für die Stuttgarter Kickers beim Blick auf die Tabelle um nichts mehr geht (weder Abstieg noch Aufstieg), hat der Verein noch Ziele. Nämlich mehr Punkte zu holen als in der Vorrunde (Vorgabe des Trainers) und Platz fünf (Wunsch der Mannschaft) zu erreichen. Damit beides im Rahmen des Möglichen bleibt, sollte gestern bei Eintracht Bamberg ein Sieg her, doch daraus wurde nichts. 1:1 stand es nach den 90 Minuten – wie im Hinspiel.
„Das fühlt sich wie eine kleine Niederlage an“, sagt der Trainer Dirk Schuster, nachdem seine Mannschaft in der 81. Minute wie der Sieger ausgesehen hatte, als der eingewechselte Jerome Gondorf mit der ersten Chance nach der Pause die Führung erzielt hatte. Enzo Marchese hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch dann kam das dicke Ende: der Ausgleich durch Michael Krämer (88.). Wie schon in den letzten Spielen hat die Mannschaft kurz nach der Führung einen Gegentreffer erhalten. „Wir machen immer den gleichen Fehler“, sagte Schuster, dessen Mannschaft sich im Spiel nach vorne schwer tat. Die beste Chance hatte Bambergs Torjäger Peter Hayer, an dem einst schon die Kickers Interesse hatten, kurz vor der Pause.
Nach dem Wechsel spielte Patrick Auracher in der Innenverteidigung, Alessandro Abruscia rechts in der Abwehr und Gondorf im rechten Mittelfeld, was sich zumindest mit dessen Treffer auszahlte. „Unter dem Strich hat sich Bamberg den Punkt verdient“, sagte Schuster. Dafür haben sich die Fans auf der Heimfahrt eine Überraschung verdient. Die Mannschaft hat auf einem Parkplatz die mitgereisten Anhänger mit Leberkäs und Freibier versorgt, als kleines Dankeschön für die Treue. (…)
Stuttgarter Zeitung
1:1 – Spätes Gegentor ärgert Schuster
Bamberg – Kein Trainer der Welt wird zufrieden sein, wenn sein Team in der 81. Minute in Führung geht und am Ende mit nur einem Punkt dasteht. Dirk Schuster, der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers, machte nach dem 1:1 (0:0) gestern beim 1. FC Eintracht Bamberg keine Ausnahme. „Der Gegner war kaputt, wir hatten ein, zwei gute Chancen, das 2:0 zu machen, da kommt dieses Unentschieden einer gefühlten Niederlage gleich“, ärgerte sich Schuster über den keineswegs unverdienten Ausgleich durch Michael Krämer (88.). Zuvor hatte Joker Jerome Gondorf nach Flanke von Mahir Savranlioglu das 1:0 für die Blauen erzielt.
Nicht zum ersten Mal in dieser Saison haben die Remiskönige aus Degerloch (14 Unentschieden) nach einem Führungstor nicht mehr offensiv und aggressiv verteidigt. Auch im Duell beim Tabellenvorletzten standen die Spieler zu tief und rückten nicht mehr hinten raus. Schusters Erklärung: „Wahrscheinlich haben die Jungs nach einer Führung plötzlich das Gefühl, etwas verlieren zu können.“ Für die 50 mitgereisten Kickers-Fans lohnte sich die Auswärtsfahrt dennoch: Sie bekamen von der Mannschaft auf der Rückfahrt Leberkäse und Bier spendiert – ein Dankeschön für ihre Treue.
Den Appetit auf drei Punkte können die Blauen bereits am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen Schlusslicht FC Bayern Alzenau stillen. Schuster erwartet den gleichen Einsatzwillen wie beim vergangenen Heimspiel gegen den SC Freiburg II (2:1) und gegenüber dem Spiel in Bamberg eine Steigerung im spielerischen Bereich. „Dennoch kann es gegen Alzenau ein Geduldsspiel werden“, warnt Schuster.
Unterdessen ist die Vertragsverlängerung von Dirk Prediger weiter offen. Die beiden Parteien liegen finanziell noch weit auseinander. Und andere Vereine sind auf den Stürmer aufmerksam geworden.
Stuttgarter Nachrichten
Kickers zum 14. Mal Unentschieden
Bamberg (red) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers musste sich im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten Eintracht Bamberg mit einem 1:1 (0:0) begnügen und bleibt damit auf dem achten Platz. In einer spielerisch schwachen Partie fielen die Tore erst in der Schlussphase. Zunächst brachte Jerome Gondorf (81. Minute) die „Blauen“ in Führung. Nur drei Minuten später verpasste Kickers-Regisseur Enzo Marchese nach einem Konter die Vorentscheidung. Kurz vor dem Spielende erzielte Michael Krämer (88.) den 1:1-Endstand „Der Ausgleich war nicht unverdient“, resümierte Kickers-Trainer Dirk Schuster. Für sein Team war es bereits das 14. Unentschieden in dieser Saison.
Eßlinger Zeitung
Das angepeilte Führungstor gelingt nicht
Fußball Der 1. FC Eintracht Bamberg und die Stuttgarter Kickers trennen sich im Fuchs-Park-Stadion vor 366 Zuschauern mit einem leistungsgerechten 1:1. Damit bleibt die Situation des FCE in der Regionalliga Süd brisant.
„Wenn wir in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel“, so Dieter Kurths Devise vor der Partie gestern in der Fußball-Regionalliga Süd gegen die Stuttgarter Kickers. Allerdings ging die Rechnung des Bamberger Trainers nicht auf. In einer ereignisarmen Partie, die nicht immer Regionalliga-Niveau hatte, geriet seine Mannschaft zehn Minuten vor Spielende in Rückstand, den sie fünf Minuten später ausglich.
„Wir haben diesen Punkt verdient“, so Kurth. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Zudem hatten wir im zweiten Durchgang mehr vom Spiel.“ Dabei begannen beide Teams engagiert. Die erste gute Gelegenheit für Kurths Mannschaft verbuchte der agile Peter Heyer: Nach einem Freistoß konnte sich Stuttgart nicht entscheidend befreien, Michael Krämer eroberte den Ball, spielte auf Thomas Dotterweich, der Heyer schön einsetzte. Dessen Schuss klärte die Stuttgarter Defensive zur Ecke.
In der Folgezeit verflachte die Begegnung zusehends, das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Bei schnellen Vorstößen fehlte bei den Bambergern die Präzision im finalen Pass. Das Geplänkel im Mittelfeld hatte zur Folge, dass bis zur 45. Min. nur ein Schuss von Stuttgarts Torjäger Mijo Tunjic und ein Schüsschen von Josef Pickel zu Buche standen. Kurz vor dem Pausenpfiff aber bot sich Heyer die beste Gelegenheit im ersten Durchgang. Der Bamberger Stürmer setzte sich gegen Marcel Rapp gut durch und tauchte alleine vor Daniel Wagner auf. Sein Versuch, den Ball ins lange obere Eck zu schlenzen, missglückte, der Ball verfehlte sein Ziel knapp.
„Ich habe in der Pause zu meiner Mannschaft gesagt, irgendwann wird unsere Chance kommen. Wenn Peter Heyer den Ball in der 45. Min. reinmacht, dann sieht es anders aus“, so Kurth. Die Stuttgarter kamen druckvoller aus der Kabine, doch aus der leichten Überlegenheit resultierten keine nennenswerten Torgelegenheiten. Ein Höhepunkt war die Premiere der neuen, gespendeten Leuchttafeln für die Anzeige der Auswechslungen, auch wenn sie nicht immer „rechtzeitig“ in die Höhe gereckt wurden. An fußballerischen Höhepunkten blieb die Partie hingegen arm. Die Bamberger versuchten ihr Glück mit langen Bällen – ohne die gewünschte Wirkung, Stuttgart blieb auf der anderen Seite nun auch bei Standards blass.
Erst in der 67. Min. herrschte wieder Aufregung im Stuttgarter Strafraum: Michael Krämer spielte zum eingewechselten Marco Hillemeier, der quer legte auf Tobias Dalke, der jedoch aus aussichtsreicher Position über den Ball schlug. In der 75. Min. war es erneut Heyer, der die Führung auf dem Fuß hatte, doch seinen Schuss an der Ecke des Fünfmeterraums konnte Torwart Wagner zur Ecke klären. Mit Ansage fiel fünf Minuten später der Stuttgarter Führungstreffer durch den ersten sehenswerten Angriff in Halbzeit 2: Der gerade eingewechselte Mahir Savranlioglu spielte über links nach innen in den Rücken der Abwehr, wo Jerome Gondorf völlig frei stand und den Ball zum 1:0 für die Gäste einlupfte. „Auswärtssieg“ skandierten die unermüdlich singenden Anhänger der Kickers – zu früh. Nach einem Doppelpass mit Peter Heyer war es Michael Krämer in der 86. Min., der den verdienten Ausgleich erzielte. „Wir haben uns mehr vorgenommen, wollten besseren Fußball zeigen, doch die Bamberger haben es uns schwer gemacht und sich den Punkt redlich verdient“, lautet das Fazit von Gäste-Coach Dirk Schuster. Sein Bamberger Pendant Kurth: „Ein großes Lob an meine Mannschaft. Wir mussten umstellen, in der Viererkette sind zwei Spieler ausgefallen. Da findest Du keinen Rhythmus. Normalerweise steckst du ein 0:1 in der 80. Min. nicht einfach weg. Mein Dank gilt auch den Zuschauern. Die Unterstützung, wie sie heute da war, hat mir sehr gefallen.“
Pokalschlager an der Breitenau
Nun ist der Termin fix: Der FCE trifft am kommenden Mittwoch um 18 Uhr im bayerischen Pokal-Viertelfinale auf die SpVgg Weiden. Spielort ist die Breitenau. Genau eine Woche später geht es dann in der Regionalliga Süd erneut gegen die Mannschaft aus der Oberpfalz (Mittwoch, 12. Mai, 17 Uhr). Damit treffen die „Domreiter“ innerhalb einer Woche gleich zwei Mal auf die SpVgg.
Fränkischer Tag