DFB-Pokalduell der Kickers-A-Junioren gegen TSG Hoffenheim im GAZi-Stadion

Nach dem Erfolg mit dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Junioren-Vereinspokal fiebern die U19-Junioren des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers diesem sportlichen Höhepunkt am diesem Mittwoch in der Runde der letzten acht im Wettbewerb vertretenen Mannschaften entgegen. Der EnBW-Oberligist empfängt den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Spielbeginn ist im GAZi-Stadion auf der Waldau um 18 Uhr. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Alexander Schlutius (Herxheim).

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Presse-Nachbetrachtungen zum Sieg in Ulm

Ein Neuanfang mit Fragezeichen
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 22.03.2010
Regionalliga Der SSV Reutlingen meldet heute Insolvenz an und plant für die Oberliga.Von Joachim Klumpp
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Da hat am Freitagabend der SSV Ulm in der Fußball-Regionalliga gerade zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers mit 0:1 verloren – doch alle redeten nur vom SSV Reutlingen. Aber nicht als lachendem Dritten. Im Gegenteil. In den Stunden zuvor hatte es sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen, dass der Verein heute in Tübingen den Gang zum Insolvenzgericht antreten wird oder besser: muss. Aus heiterem Himmel wiederum kam diese Botschaft nicht. Schon seit Wochen, Monaten, ja Jahren haben sich viele Fans und Funktionäre die Frage gestellt: Wie lange geht das noch gut?

Die Antwort gab es am Freitag nach dem Training durch den Präsidenten Fritjof Eisenlohr, der das Team mit den bitteren Fakten konfrontierte. Offiziell ist von vier Millionen Euro Schulden die Rede, rechnet man Darlehen und Rangrücktritte ein, soll es sich um fast die doppelte Summe handeln. Angefangen hat die Misere in der zweiten Liga von 2000 bis 2003, als der SSV abstieg – und das bereits mit einem Abzug von sechs Punkten wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten. Spieler wie der Torwart Goran Curko sollen damals 40 000 Euro verdient haben, im Monat.

Jetzt sagt der Routinier Alexander Blessin, der seine Karriere nach dieser Saison sowieso beenden wollte: „Es gab ja immer Gerüchte, wir waren dennoch geschockt, das ist klar – das war ein harter Schlag. Doch was nützt jammern. Ich sehe auch eine Chance, dass wir nun einen Neuaufbau beginnen können.“ Zum Beispiel mit Spielern wie Andreas Rill oder Manuel Waidmann – auch Blessin selbst soll einer Aufgabe im Verein nicht abgeneigt sein.

Zunächst einmal soll die Mannschaft die Saison auf jeden Fall zu Ende spielen, steht aber – unabhängig von der 0:3-Niederlage gestern beim Karlsruher SC II – als erster Absteiger fest. Problematisch dabei: das Insolvenzverfahren müsste nach dem letzten Spieltag (30. Mai) eröffnet und bis 30. Juni abgeschlossen werden. Andernfalls träte der Paragraf 6 der DFB-Spielordnung in Kraft, nach dem die Spiele aus der Wertung genommen würden – und der SSV nächste Saison auch in der Oberliga bereits als erster Absteiger feststehen würde, was die Bemühungen um einen Neuanfang quasi ad absurdum führen würden.

Während des Insolvenzverfahrens werden die Spieler vom Arbeitsamt für die Monate Februar bis April bezahlt; im Mai und Juni muss nochmals der Verein dafür aufkommen, was er dank der ausstehenden Fernsehrate von 52 000 Euro bewältigen will. Allein in der Vorrunde sind nochmals 200 000 Euro Verlust aufgelaufen. Wobei wohl nicht immer hart kalkuliert wurde. Zum Auswärtsspiel nach Fürth reiste die Mannschaft zuletzt (wenn auch auf Kosten eines Gönners) am Vortag an, übernachtete im besten Haus am Platze – und muste unverrichteter Dinge wieder abziehen, weil die Partie wegen des Wetters ausfiel. Rill sagt: „Wir brauchen neue Leute.“ Morgen will der ehemalige Spieler Andreas Wahr, Vertriebsleiter beim Nudelhersteller Birkel, ein Sanierungskonzept vorstellen, das mehrheitsfähig sein soll.

„Das alles ist sehr schade“, gibt der Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann zu, nicht nur, weil in der nächsten Saison somit ein lukrativer Derby fehlt. „Ein Traditionverein wie Reutlingen wertet auch die Liga insgesamt auf.“ Genau da beginnt das Problem: Egal, ob Reutlingen, Ulm, Darmstadt – alle Vereine kämpfen ums Überleben, Tenor: „Die Regionalliga ist nicht finanzierbar“, sagt Pfullendorfs Geschäftsführer Manfred Vobiller.

Deshalb streben ja die Kickers den Aufstieg an, wenn auch nicht mehr in dieser Saison. Doch mit dem ersten Auswärtssieg – seit Ende Oktober (damals in Alzenau), haben die Spieler gezeigt, dass sie die Runde noch ernst nehmen. „Da ist ein gutes Zeichen“, sagte der Stuttgarter Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz.

Natürlich gab es Licht und Schatten. Zu Letzterem zählte Jerome Gondorf, der Lehrgeld zahlen musste und kurz vor der Pause ausgewechselt wurde. „Er hat ein paar Fehler gemacht“, sagte der Trainer Dirk Schuster, „wird aber seinen Weg machen.“ Fragt sich noch: wo? Bei Mahir Savranlioglu ist das bereits geklärt. Zur Belohnung für seine zuletzt guten Leistungen gab es von den Kickers bereits die Zusage einer Vertragsverlängerung. „Wir werden unsere Option ziehen“, sagt Zimmermann.

Der Geschäftsführer hofft nach der Eigenwerbung am nächsten Freitag gegen die SG Sonnenhof Großaspach, das gestern gegen Nürnberg nach einem 0:2 durch Rüdiger Rehm und Benedikt Röcker noch zu einem 2:2 kam, auf eine gute Resonanz im Gazi-Stadion; das heißt mehr als 3000 Zuschauer. Schließlich wird die Firma Xerox ihren schon vor Weihnachten geplanten „Tag des Olgäles“ nun nachholen. Für jeden Besucher zahlt der Sponsor fünf Euro an die Stiftung des Kinderkrankenhauses.

Stuttgarter Zeitung

StN: „Wir werden uns mit Qualität verstärken“

Von Jürgen Frey

Stuttgart – Kickers-Trainer Dirk Schuster über den geglückten Start nach der Winterpause, den Konkurrenzkampf im Team und die neue Saison.

Herr Schuster, Ihrer Elf haben Sie zwei freie Tage gegönnt. Wie belohnen Sie sich?

Abschalten kann man als Trainer nie. Am Samstag habe ich mir das Oberligaspiel Durlach gegen Spielberg angeschaut, am Sonntag die Kickers-A-Jugend beim KSC und dann unseren kommenden Gegner Großaspach.

Mit dem Start nach der Winterpause dürften Sie zufrieden sein.

Die Punktausbeute mit sieben Zählern aus drei Spielen passt. Mit der Leistung war ich beim 2:2 bei 1860 II nicht zufrieden.

Hand aufs Herz: Schielen Sie nicht doch noch mit einem Auge ganz nach oben?

Mit Sicherheit nicht. Zum einen ist der 14-Punkte-Rückstand auf den VfR Aalen einfach zu groß. Zum anderen steht die Entwicklung der Mannschaft und nicht der Tabellenplatz im Vordergrund.

Ist dabei fehlender Druck nicht hinderlich?

Es ist Quatsch zu sagen, für uns geht es um nichts mehr. Jeder Spieler, der einen Schritt zu wenig macht, sitzt auf der Bank.

Von den Spielern, die zum Stamm gehören, haben nur Gökhan Gümüssu und Dirk Prediger ihre Verträge noch nicht verlängert. Werden sich die Kickers von den beiden trennen?

Bis Ende März werden die Gespräche abgeschlossen sein. Dann fällt die Entscheidung.

Wie viele Zugängen wird es für die neue Saison geben? Wann wird der erste präsentiert?

Drei Neue sind geplant. Unser Motto heißt dabei: Klasse statt Masse. Und da wir uns mit Qualität und Spezialisten verstärken werden, wollen wir uns mit einem Schnellschuss nichts verbauen.

Kehrt Oliver Stierle vom FC Bayern II zurück?

Er ist ein interessanter Spieler, und wir sind in Gesprächen.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu SSV Ulm 1846 – Stuttgarter Kickers (0:1)

Offensive Taktik zahlt sich aus

Regionalliga Die Stuttgarter Kickers gewinnen durch ein Tor von Ivanusa in Ulm mit 1:0.

Das Ulmer Donaustadion hat eine große Vergangenheit. Noch vor zehn Jahren wurde dort Bundesliga-Fußball gespielt. Doch nach der ersten Heimniederlage in der Regionalligasaison mit dem 0:1 (0:0) gegen die Stuttgarter Kickers wird es wohl noch eine ganz Weile dauern, bis der SSV Ulm wieder dahin zurückkehrt. „Bei einem Unentschieden hätte ich mich geärgert“, sagte der Kickers-Trainer Dirk Schuster, der schon vor dem Anpfiff keinen Zweifel an der Ausrichtung gelassen hatte: „Wir wollen nach vorne spielen.“ Dementsprechend offensiv hatte er aufgestellt, mit Mijo Tunjic und Dirk Prediger im Sturm, dahinter Enzo Marchese.

Fast wäre die Taktik schon nach fünf Minuten aufgegangen, doch Prediger verzog aus guter Position nur knapp. Die Kickers waren aber auch weiter die aktivere Mannschaft, wobei sich vor allem Mahir Savranlioglu hervortat. Was man von Jerome Gondorf nicht behaupten konnte. Bereits nach 43 Minuten wechselte Schuster die Leihgabe aus Durlach aus.

Das Tor gegen die enttäuschenden Gastgeber erzielte dann der für Gondorf eingewechselte Marcel Ivanusa (73.), der einen Konter nach Vorarbeit des früheren Ulmers Marchese erfolgreich abschloss. Zuvor hatte Tunjic bereits zwei gute Chancen vergeben. „Wir haben von der erste Minute die richtige Einstellung gezeigt“, sagte der Kickers-Kapitän Marcel Rapp. ump

Kickers Wagner – Gerster, Köpf, Rapp, Savranlioglu – Jung, Rizzi, Gondorf (43. Ivanusa) – Marchese – Prediger (59. Türpitz), Tunjic (82. Gümüssu).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Ivanusa schießt die Kickers zum Sieg in Ulm

Von Jürgen Frey

ULM. Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat das Derby beim SSV Ulm 1:0 (0:0) gewonnen und dadurch die Gastgeber in der Tabelle überholt. „Ich bin mit dem Spiel meines Teams sehr zufrieden, wir haben fast keine Chance zugelassen“, resümierte Kickers-Trainer Dirk Schuster, „das Team hat sich zwei freie Tage redlich verdient.“

Vor 1987 Zuschauern erzielte Marcel Ivanusa gegen die erschreckend schwachen Gastgeber in der 72. Minute das goldene Tor für die lauf- und kampfstarken Blauen. Weil Schuster auf eine offensive Aufstellung gesetzt hatte, damit sein Team „wie bei einem Heimspiel“ auftritt, stand Mittelfeldspieler Ivanusa zwar erstmals seit eineinhalb Jahren nicht in der Startelf. Bereits in der 42. Minute wechselte der Kickers-Trainer ihn jedoch für Jéräme Gondorf ein. Eine Entscheidung, die sich auszahlte. Nachdem Michele Rizzi am eigenen Strafraum den Ball erobert und zu Enzo Marchese gespielt hatte, leitete der Ex-Ulmer mit einem präzisen Diagonalpass zu Ivanusa den entscheidenden Angriff ein. Der Matchwinner dribbelte 30 Meter durch die Ulmer Hälfte und erzielte dann aus 13 Metern seinen vierten Treffer in dieser Saison. „Ich war heute besonders motiviert und habe dem Trainer die richtige Antwort gegeben“, sagte Ivanusa.

Keinerlei Antworten konnte Daniel Wagner nach dem Spiel geben. Der Kickers-Torhüter hatte seine Stimme verloren. Daher stellte sich Torwarttrainer Kai Rabe in der zweiten Hälfte hinter das Stuttgarter Tor und erteilte den Feldspielern Anweisungen. Bereits vor dem Spiel haben die Blauen den Vertrag mit Mittelfeldspieler Mahir Savranlioglu bis zum 30. Juni 2011 verlängert.

Stuttgarter Nachrichten

Ivanusa schießt Kickers zum Sieg

Ulm (red) – Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga ihr Auswärtsspiel beim SSV Ulm 1846 gestern Abend vor 1987 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gewonnen und damit den Konkurrenten in der Tabelle von Platz fünf verdrängt. Marcel Ivanusa erzielte in der 72. Minute nach einem Konter das spielentscheidende Tor. Der Mittelfeldspieler, der erst kurz vor der Halbzeit für Jerome Gondorf eingewechselt worden war, traf vom linken Strafraumeck mit einem strammen Schuss ins lange Eck. „Mit dem Tor haben wir uns heute endlich mal wieder auswärts für unsere Leistung belohnt“, freute sich Kickers-Trainer Dirk Schuster über den dritten Auswärtssieg in dieser Saison.

Nach der Partie gab der Verein zudem bekannt, dass der Vertrag mit dem 23-jährigen Mittelfeldspieler Mahir Savranlioglu bis zum 30. Juni 2011 verlängert wird.

Eßlinger Zeitung

Trostloser Auftritt beim 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers

Ulm. Glückwunsch all jenen, die am Freitagabend überlegt haben, ob sie ins Stadion gehen – und sich anders entschieden haben. Ein schlechteres Spiel als das 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers gab’s in Ulm ewig nicht mehr.
Das Deftigste zuerst: Die Leistung der Spatzen war eine Zumutung, unterirdisch. Die erste Heimniederlage seit dem letzten Spiel der vergangenen Saison (0:1 am 30. Mai gegen den SV Waldhof), dieses eher noch schmeichelhafte 0:1 (0:0) gegen die Stuttgarter Kickers, hinterließ Ratlosigkeit unter den 1700 Besuchern – sofern sie nicht zum harten Kern der knapp 100 „Blauen“ aus Degerloch zählten.

Kurzweilig war allein, wie Stadionsprecher Marc Herrmann die dritte Halbzeit, sprich Pressekonferenz, moderierte – doch Ralf Becker war nach eineinhalb Stunden Grusel-Fußball verständlicherweise nicht zu Späßen aufgelegt. Es spricht freilich für den Ulmer Trainer, dass ihm die dünne Darbietung seiner Schützlinge nicht den Sinn für die Realität vernebelte.

„Man kann Fehler machen. Man kann auch schlecht spielen – aber es ist enttäuschend, wenn man so wenig in ein Spiel investiert wir wir“, befand Becker treffend. Da war kein Aufbäumen zu spüren. Kein Aufbäumen gegen die vielen Stockfehler, fahrigen Aktionen, Missverständnisse. Und auch kein Aufbäumen, als die Kickers nach 74 Minuten durch den eingewechselten Jerome Ivanusa die Führung herausgeschossen hatten.

Die Gäste um den soliden Ex-Spatzen Enzo Marchese rissen auch keine Bäume aus, knickten lediglich ein paar Äste – doch das reichte zum verdienten Erfolg. „Das 0:1 schmeichelt uns noch“, urteilte Spatzen-Geschäftsführer Markus Lösch. Richtig: Denn die Ulmer hatten – ein Armutszeugnis – während der eineinhalb Stunden eine einzige Torchance. Das war kurz vor Seitenwechsel, als Florian Hornig den Ball über die Latte stocherte.

Ansonsten endeten die einfallslosen und durchsichtigen Aktionen meist vorzeitig durch eigene Unzulänglichkeiten. Bis auf Torwart Holger Betz, der erst Glück hatte, dass ein Prediger-Schuss (4.) am langen Eck vorbeiflog, dann zweimal gegen Tunjic und einmal gegen einen Marchese Freistoß rettete, sowie Innenverteidiger Rouwen Wiesner waren alle Ulmer von der Rolle.

Es machte keinen Unterschied, ob Bobo Mayer enorm ackerte, aber permanent kopflos agierte oder ob andere überhaupt nicht in Erscheinung traten. Es wäre sicherlich falsch, diesen verkorksten Abend an einzelnen festzumachen. Und trotzdem: Akteure, die sich für die neue Saison empfehlen müssen oder wollen, dürfen zumindest von der Leidenschaft her keine Angriffsflächen bieten. Aber in der Verfassung von gestern haben Patrick Leschinski oder die beiden neuen Stürmer Florian Hornig und später BenceVarga keine Argumente für eine Vertragsverlängerung gesammelt.

Nur: Die Etablierten machten es nicht besser. Benjamin Barth etwa in der Schaltzentrale stand sich selbst im Weg, brachte kein Bein auf den Boden Und da sich sein zentraler Mitstreiter Antonio Pangallo für den defensiven Part zuständig fühlte, blieb im Aufbau alles Stückwerk und schablonenhaft. Vielleicht hätte Trainer Becker mit internen Verschiebungen (Heiko Gerber, Christian Sauter) versuchen sollen, wenigstens ein paar Überraschungsmomente zu schaffen.

Das stumpfe Sturmdup Michael Schürg und Florian Hornig, das durch Bence Varga und Manuel Müller ersetzt wurde, durfte sich freilich über die Doppel-Auswechslung auch nicht beklagen.

Zugegeben: Spielpraxis ist durch nichts zu ersetzen, nach einem überaus langen Winter deshalb auf Anhieb keine Topleistung der Spatzen zu erwarten. Doch dass der Appell des besorgten Präsidenten René Mick vom Abend zuvor an die Einstellung der Akteure derart ungehört verhallt ist, lässt für den Rest der Runde im Niemandsland der Regionalliga nichts Gutes erahnen.

Südwest-Presse

Presse zu 1860 München II – Stuttgarter Kickers (2:2)

Beim 2:2 wechseln Licht und Schatten

Die Spieler der Stuttgarter Kickers haben sich mit dem 2:2 (1:1) in der Fußball-Regionalliga bei 1860 München II morgen einen freien Tag verdient – im Falle eines Sieges wären es sogar deren zwei gewesen. Doch bereits in der siebten Minute gerieten die Kickers in Rückstand, als Christopher Schindler im zweiten Versuch den Torhüter Daniel Wagner überwinden konnte. Unglaublich, aber wahr: Mijo Tunjic traf mit der ersten Chance der Kickers (und seinem zwölften Saisontor) zum Ausgleich.

Nach der Pause verlief die Partie ausgeglichener, doch wieder gerieten die Kickers in Rückstand, diesmal konnte Manuel Schäffler von den Profis im Nachschuss Wagner überwinden (68.). Aber die Gäste gaben nicht auf – und wurden belohnt. Nach einer Ecke nahm Fabian Gerster den Ball volley und traf unhaltbar in den Winkel (71.). Obwohl die Kickers in der Schlussphase ein halbes Dutzend Offensivkräfte auf dem Platz hatten, blieb es bei dem einen Punkt. „Positiv war, dass wir zweimal zurückgekommen sind und Moral gezeigt haben“, sagte der Trainer Dirk Schuster. „Negativ war, dass wir phasenweise nicht so gespielt haben, wie wir uns das vorgenommen hatten: vorne und hinten.“ StZ

Stuttgarter Kickers Wagner – Jung, Köpf, Rapp, Gerster – Gondorf (61. Türpitz), Rizzi (34. Prediger), Ivanusa (72. Gümüssu), Savranlioglu – Marchese, Tunjic.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Hauptsache, nicht verloren
Von Thomas Rixgens

MÜNCHEN. Die Stuttgarter Kickers haben die Serie des TSV 1860 München II nicht geknackt: Der Fußball-Regionalligist spielte im Grünwalder Stadion nur 2:2 (1:1), damit bleiben die Löwen auf eigenem Platz ungeschlagen. Zudem haben es die Blauen versäumt, eine eigene Miniserie zu starten und dem Sieg über Weiden einen weiteren folgen zu lassen. In dieser Saison haben die Kickers noch nie zwei Partien in Folge gewonnen. „Unterm Strich haben wir in München einen Punkt gewonnen“, sagte Trainer Dirk Schuster, „aber richtig zufrieden war ich mit der Leistung der Mannschaft nicht.“

Der Coach meinte damit vor allem die erste halbe Stunde, in der seine Elf sich das Spiel vom Gastgeber aufzwingen ließ. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, schon jubelten die Löwen. Die Kickers hatten den Ball nicht aus dem Strafraum gebracht, den ersten Schuss konnte Keeper Daniel Wagner noch abwehren, doch im zweiten Versuch drosch Christopher Schindler den Ball über die Linie. Nach 13 Minuten hätte Manuel Schäffler auf 2:0 erhöhen können, doch er verzog aus neun Metern freistehend. Und Mathias Fetsch machte es nach 20 Minuten nicht viel besser. „Wir standen zu weit weg vom Gegner“, sagte Schuster, „und konnten froh sein, dass es nur 0:1 stand.“

Die Kickers, die bis zur 41. Minute nicht eine Tormöglichkeit hatten, demonstrierten immerhin, wie eine 100-prozentige Chancenverwertung aussieht. Mijo Tunjic traf völlig überraschend aus spitzem Winkel zum schmeichelhaften 1:1. Nun waren die Blauen aber endgültig aufgewacht. Nach der Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei sich beide Mannschaften auf dem harten und rutschigen Boden schwertaten, ein gefälliges Kombinationsspiel aufzuziehen. Aber spannend blieb das Spiel in jedem Fall. Dann bissen wieder die Löwen zu. Eine Reihe individueller Fehler führte zum 1:2 – David Manga Lembe ging über links durch, Schäffler schoss, Kickers-Schlussmann Wagner war noch dran, aber der Nachschuss zappelte im Netz.

„Immerhin hat die Mannschaft auch nach dem zweiten Rückstand nicht aufgegeben“, lobte der Coach. Der 2:2-Ausgleich von Fabian Gerster war ein Treffer der Marke Traumtor. Die Münchner hatten eine Ecke hoch weggedroschen, der Ball senkte sich auf Gerster – der ließ die Kugel einmal auftropfen und zog aus 25 Metern volley ab. 2:2. Zwar bemühten sich beide Mannschaften, doch es blieb beim Remis. Ursprünglich hatte Schuster zwei freie Tage als Siegprämie ausgelobt – nun bat er seine Spieler an diesem Samstag zum Training und spendierte aber noch einen freien Sonntag.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers holen Punkt in München

München (bw) – Die Stuttgarter Kickers haben beim TSV 1860 München II zwei Mal einen Rückstand ausgeglichen und am Ende verdient einen Punkt geholt. Der Fußball-Regionalligist erkämpfte sich gestern vor 1290 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße ein 2:2 (1:1)-Unentschieden und kletterte damit in der Tabelle vorerst auf den achten Platz. „Wir haben nur phasenweise guten Fußball gezeigt. Das war viel zu wenig“, war Trainer Dirk Schuster unzufrieden. Die Gastgeber starteten stürmisch. Bereits in der 7. Minute erzielte Christopher Schindler den Führungstreffer. Danach dominierte 1860 II die Partie und kam einige Male gefährlich vor das Tor von Daniel Wagner. Dessen Mannschaft hatte erst kurz vor der Pause ihre erste Chance. Die nutzte Mijo Tunjic und glich aus spitzem Winkel zum 1:1 (41.) aus.

In der zweiten Hälfte brachte Manuel Schäffler die Münchner beim 2:1 (68.) wieder in Front. Drei Minuten später sorgte Fabian Gerster mit einem fulminanten Schuss aus 35 Metern für den 2:2-Ausgleich (71.). „Wir haben in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht stattgefunden und hatten auch in der zweiten Hälfte viel Leerlauf“, kritisierte Schuster, lobte aber auch: „Zumindest haben die Jungs gute Moral gezeigt.“

Eßlinger Zeitung

Vorberichte 1860 München II – Stuttgarter Kickers

Lust auf mehr

Nachdem die Stuttgarter Kickers mit dem 2:0-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Weiden gut aus der Winterpause gekommen sind, haben sie nun Appetit auf mehr bekommen. Vor dem Regionalliga-Gastspiel heute (19 Uhr) bei 1860 München II jedenfalls sagt der Trainer Dirk Schuster: „Wir spielen auf Sieg, zwei Erfolge in Serie hatten wir diese Saison noch nicht.“

Der Trainer kann dabei wieder auf Marcel Rapp zurückgreifen, der für Moritz Steinle in die Innenverteidigung rückt. Rapp war zuletzt ebenso gesperrt wie Dirk Prediger, der wohl zunächst auf der Bank sitzt. „Es dürfte nicht viele Änderungen geben“, sagt Schuster, der sich vor allem über die rasche Rückkehr von Michele Rizzi gefreut hat, der drei Wochen nach seiner Leistenoperation gegen Weiden schon wieder auf dem Platz stand. „Das ist nicht selbstverständlich, ein Kompliment an die Klinik in München, wo der Eingriff vorgenommen wurde.“ Das war“s dann aber auch mit dem Dank in Richtung bayerischer Hauptstadt: „Heute wollen wir drei Punkte.“ ump

Stuttgarter Zeitung

Die Blauen wollen zwei Serien auf einmal beenden
Von Jürgen Kemmner

STUTTGART. Dirk Schuster blickt der Zukunft freudig entgegen. Die Stuttgarter Kickers haben nach der Winterpause ihr ersten Punktspiel gewonnen, die Mannschaft ist in einer guten körperlichen Verfassung, und die Personalsituation entspannt sich langsam. Vor dem Spiel in der Fußball-Regionalliga am heutigen Freitag (19 Uhr) beim TSV 1860 München II ist der Kickers-Trainer deshalb gut gelaunt. „Es sieht gut aus“, sagt er, „der erfolgreiche Start nach der Winterpause hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.“

Und so erklärt Schuster dann auch einen Sieg bei den kleinen Löwen zum Ziel, ganz unabhängig davon, ob sich die Münchner mit Zweitliga-Profis verstärken oder nicht. „Die Löwen sind in dieser Saison eine Wundertüte, bei denen ist alles möglich“, sagt er, „sicher ist nur, dass sie unter Trainer Dieter Märkle defensiv sehr kompakt stehen.“ Für die Blauen aus Stuttgart geht es im altehrwürdigen (und maroden) Stadion an der Grünwalder Straße sogar um etwas mehr als nur drei Punkte – mit einem Erfolg können die Kickers gleich zwei Serien mit einem Spiel beenden. Zum einen sind die Löwen auf ihrem Terrain in dieser Saison noch ungeschlagen, und zum anderen ist es den Stuttgartern in dieser Saison noch nicht gelungen, zweimal in Folge als Sieger das Feld zu verlassen. „Wir wollen diese beiden Serien knacken“, erklärt Schuster.

Dabei kommt dem Coach eine leicht entspannte Personalsituation entgegen – Kapitän Marcel Rapp und Dirk Prediger haben ihre Gelb-Sperren abgesessen und brennen auf den Einsatz. Die siegreiche Mannschaft vom Spiel gegen Weiden (2:0) wird wohl in derselben Besetzung in München wieder auflaufen – lediglich Rapp ersetzt den gelbgesperrten Moritz Steinle, der aber ohnehin nur noch als Notnagel für die Regionalliga-Mannschaft zur Verfügung stehen will. Im Sturm wird voraussichtlich Enzo Marchese neben Goalgetter Mijo Tunjic auflaufen. „Ein weiterer Erfolg würde unser Selbstvertrauen noch mehr festigen“, sagt Schuster. Und seine Vorfreude aufs Spiel gegen Darmstadt am 13. März im Gazistadion erhöhen.

Stuttgarter Nachrichten

Tino Köstel trägt das Kickers-K im Herzen

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Den Vereinsanzug mit dem Kickers-Logo auf dem Jackett besitzt er noch nicht. Doch auch in Zivil brachte Tino Köstel den Stuttgarter Kickers bei seinem Debüt als Präsidiumsmitglied Glück. „Das war eine sehr engagierte Leistung, die Mannschaft trat als geschlossene Einheit auf“, sagte Köstel nach dem 2:0 am vergangenen Sonntag gegen die SpVgg Weiden.

Warum sich der ehemalige Torwart der Blauen als junger Familienvater, trotz hoher beruflicher Beanspruchung, das Ehrenamt beim Fußball-Regionalligisten antut? „Erstens fühle ich mich mit meinen 31 Jahren geehrt, so ein Amt angeboten zu bekommen. Zweitens glaube ich, dass ich mich sehr gut einbringen kann.“ Köstel trägt wie seine Präsidiumskollegen Kurz, Kummer und Kolberg nicht nur das Kickers-K im Namen, sondern auch im Herzen. Von 2002 bis 2006 stand er für die Blauen zwischen den Pfosten. Die Trainer Marcus Sorg, Rainer Adrion und Robin Dutt erlebte er. Mit dem aktuellen Co-Trainer Alexander Malchow, Spielmacher Enzo Marchese und Verteidiger Moritz Steinle spielte Köstel noch zusammen. Nach der aktiven Laufbahn konzentrierte sich der studierte Wirtschaftswissenschaftler auf den Beruf. Erst als Unternehmensberater, nun im Bereich Entwicklung und Controlling. „Der Ansatz ist im Sport und in der Wirtschaft doch der gleiche“, weiß Köstel, „wie geht man auf die Leute zu. Wie strukturiert man Aufgaben, wie arbeite ich effizient.“

Köstel ist innerhalb der Führungsetage für den sportlichen Bereich zuständig. Derzeit ist er dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. Allzu viel kann er noch nicht sagen. Aber fest steht für ihn: „Bei den Kickers ist etwas am Wachsen.“ Und Köstel ist mittendrin. Er ist eloquent, umgänglich – aber auch einer, der seine Meinung klar und deutlich vertritt. Das war auch zuletzt beim SV Bonlanden der Fall. Dort hat er einmal pro Woche die Torhüter trainiert. Diesen Job hat er inzwischen aufgegeben. Logisch. Schließlich ist der Oberligist ein Konkurrent der Kickers II im Kampf gegen den Abstieg. Und am 31. März (17 Uhr) muss die erste Mannschaft der Blauen im WFV-Pokal-Viertelfinale auf den Fildern antreten. „Das wird wahnsinnig schwer für mich“, weiß Köstel jetzt schon, „aber die Partie hat für die Kickers auch finanziell sehr große Bedeutung.“ Und vielleicht ist der Vereinsanzug bis dahin auch schon angefertigt.

Stuttgarter Nachrichten