Spielberichte FC Bayern Alzenau – Stuttgarter Kickers (1:3)

Stuttgarter Kickers drehen die Partie – 3:1-Auswärtserfolg beim Aufsteiger FC Bayern Alzenau

Die Stuttgarter Kickers feierten am 13. Spieltag der Regionalliga Süd einen wichtigen 3:1-Auswärtssieg beim Aufsteiger FC Bayern Alzenau. Vor den 670 Fans – darunter ca. 150 mitgereiste Kickers-Fans – drehte die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster nach der schwachen ersten Halbzeit und dem Führungstreffer der Gastgeber durch Sebastian Popp (45.) im zweiten Durchgang die Partie. Wesentlich engagierter und mit viel mehr Tempo im Spiel sorgte zunächst Mijo Tunjic für den Ausgleich (59.), ehe Dirk Prediger mit einem tollen Schuss in den Winkel die 1:2-Führung besorgte (84.). Ein abgeschlossener Konter von Mijo Tunjic sorgte für die endgültige Entscheidung (88.) und damit für den verdienten und wichtigen 3:1-Auswärtserfolg. Denn mit dem Auswärtssieg kletterten die Blauen auf den 7. Tabellenplatz der Regionalliga Süd und bleiben am oberen Tabellendrittel dran.
Dirk Schuster nach der Partie: „In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Mannschaft gesehen, wie wir das möchten: mit sehr viel Druck, mit sehr viel Engagement in den Zweikämpfen und einer Chancenverwertung, die uns das Spiel auch verdientermaßen gewinnen lassen hat.“

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Traf heute doppelt: Mijo Tunjic (Foto: Eibner-Pressefoto)

Die Aufstellung:

Dirk Schuster nahm nur eine Änderung in der Startformation vor: im Angriff begann heute Gökhan Gümüssu für Dirk Prediger. Spielmacher Enzo Marchese fehlte aufgrund seines Muskelfaserrisses weiterhin, dagegen nahmen Dominik Salz und Franco Petruso wieder auf der Auswechselbank Platz. Die Kickers-Aufstellung in der Übersicht: Daniel Wagner im Tor, die Abwehrreihe mit Moritz Steinle, Simon Köpf, Marcel Rapp und Fabian Gerster, davor im Mittelfeld Michele Rizzi und Marcel Ivanusa zentral, Demis Jung und Alessandro Abruscia auf den Flügeln. Vorne im Angriff spielte neben Gökhan Gümüssu wieder Mijo Tunjic.

Der Spielverlauf:

Die Partie beim FC Bayern Alzenau, der als Vizemeister der Hessen-Oberliga aufgrund dem Verzicht des Meisters SC Waldgirmes als erster Nachrücker den Aufstieg in die Regionalliga feierte, begann sehr verhalten. Der FCB überließ den Degerlochern das Spiel und zog sich immer wieder in die eigenen Spielhälfte zurück. So hatte die Kickers-Mannschaft zwar deutlich mehr Ballbesitz, ohne jedoch zu deutlichen Chancen zu kommen. Die Kickers waren bemüht, doch es fehlt vor allem das Tempo im Spiel und die zündenden Idee im Offensivspiel. Dementsprechend ging das defensive Konzept des FCB-Trainer auf, als Sebastian Popp die erste gefährliche Möglichkeit im Spiel hatte: Der Regisseur der Gastgeber schoss aber knapp am rechten Pfosten vorbei (29.).
Für die Kickers hatten Mijo Tujic die einzige gefährliche Möglichkeit, als er nach seinem Solo abzog, den Schuss konnte der FCB-Keeper aber gerade noch zur Ecke abwehren.
Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Simon Marx geraten die Kickers doch etwas überraschend in Rückstand: Einen 35m Distanzschuss ließ Daniel Wagner im Kickers-Tor abklatschen, Christoph Werner setzte nach und schnappte sich den Abpraller, passte in den Rückraum auf Sebastian Popp, der mit einem platzierten Schuss aus elf Metern in die linkere obere Torecke zum 1:0 traf (45.). Danach war Pause im Städischen Stadion in Alzenau.

Zu Wiederbeginn brachte Trainer Dirk Schuster für Demis Jung nun Christian Grujicic in die Partie, der hinter den Spitzen für die entscheidenden Signale in der Offensive setzen sollte. Den Degerlocher merkte man von Beginn an, dass jetzt eine andere Mannschaft auf dem Platz stand: frühes Pressing, viel mehr Tempo im Spiel und eine Vielzahl von Eckbällen und Freistößen waren die Folge. Der Kopfball von Marcel Rapp wurde noch von der Linie geschlagen (54.), doch fünf Minuten später trafen die Kickers zum Ausgleich. Simon Köpf gewann das Kopfballduell, Pass in die Spitze auf Gökhan Gümüssu, der das Leder direkt in den Lauf von Mjíjo Tunjic über die Abwehrspieler lupfte. Der Kickers-Stürmer vollstreckte aus vollem Lauf und traf eiskalt ins linke Eck (59.).
In der Folgezeit waren die Kickers weiter deutlich überlegen und hatten ihre Chancen zur Führung, doch der Kopfball von Marcel Ivanusa (61.) strich knapp am Pfosten vorbei (61.). Nur Sekunden später setzte sich Sandro Abruscia auf dem rechten Flügel durch, Gökhan Gümüssu stand im Fünfmeterraum und schoss aus kurzer Distanz, doch Torwart Elvir Smajlovic klärte klasse mit dem Fuß (64.). Beim nächsten Angriff stand Mijo Tunjic wieder allein vor dem Keeper, der pariert den Schuss reaktionsschnell mit einer Hand (65.).
Danach reagierte der FCB-Coach mit einem Doppelwechsel (68.), doch am Spielverlauf sollte sich zunächst nichts ändern. Die Mannschaft von Dirk Schuster hatte deutlich das Tempo erhöht, und mit dem Schuss von Moritz Steinle, der 2m am rechten Pfosten vorbeistrich, die nächste Chance in Führung zu gehen. Die Kickers störten immer wieder früh den Gegner, die kaum mehr in den Kickers-Strafraum kamen und denen eigentlich nichts mehr gelang.
Bis auf eine gefährliche Doppelchance in der 82. Minute: nach dem einzigen gefährlichen Angriff scheiterte Christopher Wilz an Kickers-Schlussmann Daniel Wagner, der geschickt den Winkel verkürzte und zur Ecke abwehrte. Doch auch dieser anschließende Eckball wurde brandgefährlich, als Jonas Grüter das Leder völlig freistehend aus sechs Metern freistehend übers Tor jagte (82.). Glück für die Kickers, die es im Gegenzug leider auch viel besser machten: zwei riesen Chancen für Dirk Prediger und Marcel Ivanusa, doch beide schafften es nicht den Torwart aus kurzer Distanz zu überwinden (83.).
Der eingewechselte und in den letzten Wochen so glücklose Dirk Prediger schoss die Kickers dann zur verdienten Führung: der Kickers-Stürmer fasste sich in der 84. Minute ein Herz, zog aus 25 Meter ab und traf direkt in den Winkel zum 1:2 – sein erster Saisontreffer drehte das Spiel! Von den Gastgebern kam trotz des Rückstands kein Aufbäumen mehr, die Kickers-Abwehr stand sicher und ließ keine Chance mehr zu.
Die endgültige Entscheidung dann kurz vor Spielende: Der klasse Konter lief über Dirk Prediger und Fabian Gerster, der den Ball mustergültig in die Mitte auf Mijo Tunjic legte und aus drei Metern nur noch zum 1:3 einschieben musste. Die Kickers belohnten sich für den engagierten Auftritt in der zweiten Halbzeit mit verdienten drei Punkten.

KOMMT ZUM DERBY: Am kommenden Samstag hoffen die Kickers im Derby gegen den SSV Reutlingen auf große Unterstützung, Anstoß ist um 14.00 Uhr im GAZi-Stadion.

Die Trainerstimmen:

Dirk Schuster: „Ich war mit der Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit überhaupt nicht einverstanden. Wir haben es überhaupt nicht verstanden so in die Zweikämpfe zu gehen wie ich mir das vorstelle. Des Weiteren haben wir es auch versäumt, mit genügend Tempo zu spielen und zu Torchancen zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Mannschaft gesehen, wie wir das möchten: mit sehr viel Druck, mit sehr viel Engagement in den Zweikämpfen und einer Chancenverwertung, die uns das Spiel auch verdientermaßen gewinnen lassen hat. Ich glaube, dass wir die Mannschaft waren, die über die 90 Minuten mehr Ballbesitz hatte und mehr fürs Spiel getan hat. Aufgrund der zweiten Halbzeit nehmen wir die drei Punkte nicht ganz unverdient mit nach Hause.“

Die Spielstatistik:

FC Bayern Alzenau: Elvir Smajlovic – David Neis, Jonas Grüte, Larry Ransom, Julius Väth, Sebastian Popp, Kerem Kaya, Tim Franz (68. Christof Stefani), Christoph Werner (57. Christopher Wilz), David Lange (68. Sebastian Feyh) – Benjamin Goedecke, Christoph Werner – Trainer: Klaus Reusing
Stuttgarter Kickers: Daniel Wagner – Moritz Steinle, Simon Köpf, Marcel Rapp, Fabian Gerster – Michele Rizzi (79. Dirk Prediger), Marcel Ivanusa, Alessandro Abruscia (89. Franco Petruso), Demis Jung (46. Christian Grujicic) – Mijo Tunjic, Gökhan Gümüssu – Trainer: Dirk Schuster

Torfolge:
1:0 Sebastian Popp (45.)
1:1 Mijo Tunjic (59.)
1:2 Dirk Prediger (84.)
1:3 Mijo Tunjic (89.)

Schiedsrichter:
Simon Marx (Würzburg)

Verwarnungen:
Benjamin Goedecke ; –

Zuschauer:
670 Fans im Städisches Stadion Alzenau

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„Müssen mehr beißen,rennen und kämpfen!“

Manager Alois Sambeth rechnete vor der Partie fest mit dem ersten Heimsieg. Leider hat er sich verrechnet.

ALZENAU. Auch im siebten Anlauf in der Regionalliga-Süd gab es keinen Dreier im heimischen Prischossstadion. Trainer Klaus Reusing musste nach dem 1:3 gegen die Kickers anerkennen: „Stuttgart war die bessere Mannschaft, wir haben nicht so gespielt, wie man im Abstiegskampf spielen muss.“ Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff gingen Alzenau in Führung. Sebastian Popp probierte es aus gut 20 Metern, Stuttgarts Torhüter klatschte das Leder nur ab, der wuselige Christoph Werner kam an den Ball, legte mustergültig auf Popp zurück und der hatte keine Mühe mehr den Treffer zu erzielen. Zuvor gab es hüben und drüben gerade mal eine Möglichkeit. In der 30. Minute war es Popp der einen Schuss knapp am rechten Torpfosten vorbei zirkelte. Auf der anderen Seite machte Torhüter Elvir Smajlovic eine Torchance zunichte, als er dem heranstürmenden Gästespieler geschickt den Winkel verkürzte.

2 späte Tore besiegeln Pleite
Mit mehr Elan kamen die Stuttgarter Kickers zum Anpfiff der zweiten Hälfte auf den Rasen, die logische Folge: der Ausgleich in der 59. Minute durch Mijo Tunjic. In den folgenden Minuten musste Smajlovic mehrmals in höchster Not retten, um die Gästeführung zu verhindern. Mit nur einem Gegentor überstand Alzenau diese Drangphase, hatte danach mit Christopher Wilz und Jonas Grüter selbst zwei Möglichkeiten zur Führung. Doch das Tor trafen die Kickers. Fünf Minuten vor Ende haute Dirk Prediger den Ball aus 16 Metern unhaltbar in den Kasten. Das dritte Gästetor von Tunjic war nicht mehr von Belang, denn die Niederlage für den FCB stand fest. Die kleinen Bayern entwickelten vor allem in der zweiten Hälfte viel zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr und zeigten zu wenig Laufbereitschaft. Reusing forderte nach dem Schlusspfiff: „Wir müssen mehr beißen, rennen und kämpfen, um im Abstiegskampf bestehen zu können.“ (hm)

Aschaffenburg24

Joker Prediger Matchwinner

Die Stuttgarter Kickers feiern FC Bayern Alzenau ihren ersten Auswärtssieg. Dabei sah es beim Tabellenvorletzten trotz überlegen geführter Partie eine Stunde lang nicht gut aus für die Kickers. Kurz vor der Halbzeitpause brachte Popp die Bayern durch eine Fehlerkette von Abwehr und Torhüter der Kickers in Führung. Die Kickers gaben zwar den Ton an und waren deutlich überlegen, trotzdem konnten die Kickers aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlagen. Bis zur 59. Minute: Tunjic tankte sich durch die Abwehr und schloß zum Ausgleich ab. Und die Kickers bewiesen Geduld: Liesen Ball und Gegner laufen, varrierten ihre Angriffe. Trotzdem kamen die Bayern zu Kontern: Doch freistehend schoßen sie über das leere Tor. Der Knackpunkt. Sechs Minuten vor Ende konnte der eingewechselte Dirk Prediger durch einen wunderschönen Schuß aus 16m den viel umjubelten Führungstreffer und kurz danach nach einem schönen Solo auf der Außenbahn erneut Mijo Tunjic bedienen. Die Kickers feiern damit ihren zweiter Auswärts-Dreier und haben sich vom Tabellenende wieder abgesetzt. Nächsten Samstag empfangen die Kickers zum Derby den SSV 05 Reutlingen.

Vorberichte III: FC Bayern Alzenau – Stuttgarter Kickers

Trainer Schuster spricht Kickers Mut zu

STUTTGART (StN). Dreimal in Folge auswärts ohne Punkte, an diesem Samstag (14 Uhr) tritt Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers beim FC Bayern Alzenau an. Doch mögliche Befürchtungen, dass seinen Spielern schon vor dem Anpfiff die Nerven flattern, teilt Dirk Schuster nicht. Er baut der Situation vor und spricht seinem Team Mut zu. „Es besteht gar kein Grund“, sagt der Kickers-Trainer, „mit mangelndem Selbstvertrauen ins Spiel zu gehen. Wir haben zuletzt sehr gut gespielt, lediglich die Torchancenverwertung war schwach.“ Auswärts trafen die Blauen in sechs Spielen sechsmal – nie war die Chance besser, einen Auswärtserfolg einzufahren, als in Alzenau: Der FC Bayern ist zu Hause noch sieglos.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers wollen Serie beenden

Stuttgart (bw) – Die Serie soll reißen: Die Stuttgarter Kickers wollen nach drei Auswärtsniederlagen in Folge auf fremdem Platz wieder in die Erfolgsspur kommen. Und die Vorzeichen stehen eigentlich günstig. Denn der Fußball-Regionalligist ist heute (14 Uhr) beim FC Bayern Alzenau zu Gast, der in dieser Saison noch kein einziges Heimspiel gewonnen hat. Der Aufsteiger kassierte sogar fünf seiner bisherigen acht Niederlagen vor heimischem Publikum und steht in der Tabelle nur auf dem vorletzten Platz. „Wenn wir mindestens 50 Prozent unserer Chancen nutzen, haben wir das bessere Ende für uns“, appelliert Kickers-Trainer Dirk Schuster an seine Mannschaft, deren größtes Manko die schwache Torausbeute ist. 13 Treffer stehen bisher in zwölf Spielen zu Buche. Dies gilt es also genauso aufzubesseren wie die Auswärtsbilanz. Fehlen wird den „Blauen“ weiterhin Spielmacher Enzo Marchese, der nach einem erneuten Muskelfaserriss im Oberschenkel frühestens in drei Wochen wieder einsatzfähig ist. Dagegen sind Dominik Salz und Franco Petruso nach ihren Verletzungspausen in dieser Woche zumindest ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Eßlinger Zeitung

Vorberichte II: FC Bayern Alzenau – Stuttgarter Kickers

Abruscia, Rizzi und Köpf verlängern

Die Stuttgarter Kickers treten morgen (14 Uhr) in der Fußball-Regionalliga beim FC Bayern Alzenau an. Der Aufsteiger aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg spielt seit 1992 in den Ligen des Hessischen Fußball-Verbandes. Seit dieser Saison tritt der Club in der vierthöchsten Liga an, in der die Alzenauer zurzeit den vorletzten Tabellenplatz belegen. „Die Mannschaft ist gut organisiert und lässt nur wenig Großchancen zu“, sagt der Kickers-Trainer Dirk Schuster.

Der 41-Jährige, der weiter auf Vincenzo Marchese (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) verzichten muss, schätzt die Alzenauer ähnlich ein wie den jüngsten Gegner 1. FC Eintracht Bamberg (1:1). „Wir müssen nur unsere Torchancen besser nutzen, dann werden wir das bessere Ende für uns haben“, sagt der Coach der Kickers, die zurzeit Platz zehn belegen.

Dazu sollen auch Alessandro Abruscia (19), Michele Rizzi (21) und Simon Köpf (22) beitragen. Die bisher in allen zwölf Regionalligapartien eingesetzten Akteure haben ihre Verträge mit dem Tabellenzehnten in dieser Woche bis 2011 (Rizzi) respektive 2012 verlängert. „Sie könnten wichtige Eckpfeiler der Kickers-Mannschaft werden, die sich mittel- bis langfristig auf die Fahne geschrieben hat, in die dritte Liga aufzusteigen“, sagt Dirk Schuster. gp

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Jede zweite Chance soll ins Tor
STUTTGART (StN). Dirk Schuster vertraut auf den Lerneffekt der Stuttgarter Kickers. Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge hat sich der Fußball-Trainer beim Regionalligaspiel am Samstag (14 Uhr) beim FC Bayern Alzenau fest vorgenommen, die Minikrise zu beenden. „Wir haben die Spiele ausgiebig analysiert“, sagt Schuster, „und wollen den Dreier einfahren.“ Seine Vorgaben: Sein Team darf sich nicht den Schneid abkaufen lassen, sondern muss dagegenhalten. Die Blauen sollen über die Flügel spielen, um die massierte Deckung der Unterfranken zu beschäftigen. Und – die schwierigste Vorgabe – mindestens jede zweite Torchance soll verwandelt werden. „Dann haben wir das bessere Ende für uns“, glaubt Schuster, der sich darüber freute, dass Michele Rizzi (bis 2011) und Simon Köpf (bis 2012) vorzeitig ihre Verträge verlängerten.

Stuttgarter Nachrichten

Vorberichte FC Bayern Alzenau – Stuttgarter Kickers

„Ich rechne mit erstem Heimsieg“

Regionalliga: Bayern Alzenau will Aufwärtstrend in Zählbares umwandeln – Bezirkspokal-Endspiel am 10. November

ALZENAU (ard). In der Regionalliga Süd gibt sich zum 13. Spieltag mit den Stuttgarter Kickers ein ehemaliger Bundesligist beim FC Bayern Alzenau die Ehre (Samstag, 14 Uhr, Städtisches Stadion). Die Schwaben haben hinter dem KSV Hessen Kassel die meisten Unentschieden auf ihrem Konto und hinken den eigenen Erwatungen auf Platz zehn derzeit noch hinterher.

Vier Siegen stehen drei Niederlagen und fünf Remis gegenüber. Zuletzt konnten die Kickers zweimal in Folge nicht gewinnen und dürften daher alles daran setzen, nicht in Nähe der Abstiegsplätze abzurutschen. Noch heftiger könnte es Aufsteiger Alzenau erwischen. Im Falle einer neuerlichen Heimpleite droht sogar die Rote Laterne, da der gegenüber dem FCB drei Punkte schlechtere SV Wehen Wiesbaden II mit einem Dreier beim Rang-16. FC Eintracht Bamberg, die Weiß-Blauen vom vorletzten Platz verdrängen kann. Bamberg hat wie der Karlsruher SC II (gegen 1860 München II) und der SV Darmstadt 98 (beim SC Pfullendorf) einen Zähler Vorsprung auf Alzenau. Das untere Mittelfeld, beginnend mit dem Rang-13. Spvgg. Greuther-Fürth II, ist bereits auf sechs und sieben Zähler voraus.

Wie wertvoll da am Samstag ein Dreier sein kann, ist Klaus Reusing nur allzu bewusst. „Das sind alles Mannschaften, vielleicht ausgenommen Pfullendorf, gegen die auch jeder punkten kann. Daher wäre ein Sieg gegen Stuttgart sehr viel wert“, erklärt der FCB-Trainer. Wie er, haben auch die anderen Alzenauer Verantwortlichen zuletzt einen deutliche Steigerung in Punkto Cleverness und Sicherheit innerhalb der Mannschaft ausgemacht. Selbst der eher auf Zurückhaltung bedachte Alois Sambeth, lässt sich nicht zuletzt auf Grund der starken Vorstellung beim 1. FC Nürnberg II (1:1), zu einer optimistischen Aussage verführen: „Ich rechne gegen Stuttgart mit dem ersten Heimsieg“, sagt der FCB-Manager. Sambeth will damit die Mannschaft, die bei den bisherigen sechs Heimauftritten lediglich gegen die SG Sonnhof Großaspach (1:1) einen Zähler einfahren konnte, jedoch keineswegs unter Druck setzen. Vielmehr glaubt er, dass die Arbeit des Trainergespanns, Reusing und Stefan Lutz, und derer auf dem Platz, „endlich einmal belohnt werden muss“. „Wir sind jetzt einfach mal dran, das haben sich die Jungs einfach verdient. Dazu brauchen wir aber auch das Quäntchen Glück“, beschwört der Funktionär die höheren Mächte.

Reusing kann gegen die Schaben aus dem Vollen schöpfen. Unter der Woche konnten nahezu alle Akteure die Einheiten ohne große Einschränkungen mitmachen. In der Anfangself sind gegenüber der Vorwoche kaum Änderungen zu erwarten. „Ich weiß noch nicht, ob wir mit zwei oder einer Spitze spielen, ansonsten könnte alles so bleiben“, lässt Reusing schon einmal wissen. Die Spieler brennen nach den guten Leistungen speziell in Kassel und Nürnberg und mit Einschränkungen, auch trotz des 0:3 gegen Spitzenreiter VfR Aalen, auf die neuerliche Gelegenheit sich und den eigenen Fans endlich den ersten Heimsieg schenken zu können. „Wir müssen das Selbstvertauen aus Nürnberg mitnehmen, dann sollte es klappen. Die Kickers sind eine Mannschaft, die wir schlagen können, davon bin ich fest überzeugt“, sagt FCB-Kapitän Benny Goedecke. Deshalb hofft der bis dato beste Alzenauer Torschütze (vier Treffer), dass die Fans die eigene Mannschaft nicht nur „beäugen“, sondern lautstark anfeuern. „Ich glaube, dass die Zuschauer insgesamt vielleicht zu verhalten sind. Wir brauchen eine lautstarke positive Unterstützung, gerade dann, wenn es mal nicht so läuft“, sagt der Sturmführer. Voraussichtliche Aufstellung: Smajlovic – Väth, Grüter, Neis, Ransom – Franz, Kaya, Popp, Lange – Goedecke, Wener.

Gelnhäuser Tageblatt

Auch Michele Rizzi und Simon Köpf verlängern ihre Verträge vorzeitig

Nach Alessandro Abruscia (Vertragsverlängerung bis 2012) haben nun auch Michele Rizzi und Simon Köpf ihre Kontrakte beim Fußball-Regionalligisten SV Stuttgarter Kickers vorzeitig verlängert. Der 22 Jahre alte Defensivspieler Köpf, der im Januar 2009 vom VfR Aalen zu den Stuttgarter Kickers gekommen ist, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Die neue Vereinbarung mit dem 21-jährigen Mittelfeldakteur Michele Rizzi, der aktuell in der fünften Saison bei den Blauen spielt, hat eine Laufzeit bis einschließlich 30. Juni 2011.
„Wir freuen uns sehr, dass Simon Köpf und Michele Rizzi ihre weitere Zukunft bei den Stuttgarter Kickers sehen. Das ist ein wichtiges Signal“, sagt der Kickers-Präsident Edgar Kurz.

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Alessandro Abruscia verlängert bei den Stuttgarter Kickers bis 2012

Die Stuttgarter Kickers beginnen frühzeitig mit den Planungen für die neue Saison. Heute hat der Fußball-Regionalligist aus Stuttgart-Degerloch den Vertrag mit Nachwuchstalent Alessandro Abruscia vorzeitig bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Der 19-jährige Schüler spielt seit Sommer 2006 auf der Waldau. „Alessandro ist ein großes Talent. Für seine Entwicklung ist es genau das Richtige auch über 2010 hinaus bei den Kickers zu spielen. Es freut uns, dass er sich bereits frühzeitig dazu entschlossen hat hier zu bleiben und bereit ist, mit den Stuttgarter Kickers etwas aufzubauen. Er ist ein wichtiger Baustein in unserer Planung“, so Dirk Schuster.
Alessandro Abruscia sieht für sich selbst bei den Kickers eine gute Perspektive für eine positive Weiterentwicklung. „Sowohl sportlich als auch menschlich fühle ich mich sehr wohl bei den Kickers“, betont Abruscia, der in allen bisherigen Pflichtspielen der Blauen in dieser Saison von Beginn an zum Einsatz gekommen ist.

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Dominik Salz wieder im Training – Enzo Marchese fällt auch in Alzenau aus

Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es aus dem Krankenlager der Stuttgarter Kickers. Während der Angreifer Dominik Salz seinen Bruch der Großzehe am rechten Fuß ausgeheilt hat und heute wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, fällt der Offensivspieler Enzo Marchese auch am Samstag im Regionalliga-Gastspiel der Blauen gegen den FC Bayern Alzenau definitiv aus. Die nach dem WFV-Pokalspiel gegen den SSV Reutlingen diagnostizierte Zerrung ist in der vergangenen Woche wieder neu eingerissen. Voraussichtlich kann Marchese erst am 21. November gegen Hessen Kassel sein Comeback feiern.

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