Presse zu SG Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers (1:2)

Der Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach ging dagegen nach zehn Spielen ohne Niederlage wieder einmal als Verlierer vom Platz. Die mit den Drittligaspielern Thorsten Reiß, Josip Landeka und Sokol Kacani angetretenen Stuttgarter Kickers II gewannen im Fautenhau nach Toren von Gökhan Gümüssu (21.) und Kacani (76.) verdient 2:1 (1:1); Abedin Krasniqi hatte Großaspach zunächst in Führung gebracht. „Die Kickers waren aggressiver als wir“, sagte der SG-Sportkoordinator Joannis Koukoutrigas. Großaspach fiebert nun dem Viertelfinale im WFV-Pokal gegen Reutlingen entgegen, die Kickers II der Partie gegen den 1. FC Heidenheim. Und alle träumen vom Cupgewinn und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal mit einer Erstrundeneinnahme von 110 000 Euro.

Stuttgarter Zeitung

SG kassiert ihre erste Heimniederlage

Im Angriff ohne Ideen, im Mittelfeld und in der Abwehr mit vielen Fehlern – so präsentierte sich Fußball-Oberligist SG Sonnenhof Großaspach. Die Folge: Der Tabellenführer musste beim 1:2 gegen die Stuttgarter Kickers II seine erste Heimniederlage der Saison hinnehmen.

Von Heiko Schmidt

Zwölf Siege und zwei Unentschieden – die SG Sonnenhof Großaspach war bislang eine Heimmacht. Gegen den Tabellenachten Stuttgarter Kickers II riss diese positive Serie. Das Fazit von SG-Trainer Thomas Letsch: „Es hat uns erwischt, weil der Gegner besser war.“ Über die kompletten 90 Minuten betrachtet hatte der 40-Jährige damit völlig recht.

Denn Großaspach überzeugte lediglich in der Anfangsviertelstunde. Der Gastgeber spielte feldüberlegen. Und folgerichtig fiel nach 13 Minuten der Führungstreffer. Abedin Krasniqi umspielte Kickers-Keeper Luis-Miguel Rodrigues und schob aus spitzem Winkel flach ins lange Eck zu seinem 21. Saisontor ein. Danach übernahm Stuttgart die Initiative. Sokol Kacani scheiterte freistehend an SG-Schlussmann Milan Jurkovic. Sieben Minuten später wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Gökhan Gümüssu schoss aus acht Metern aufs Tor und die versuchte Kopfballabwehr von SG-Verteidiger Manuel Wengert landete in den Maschen – 1:1. Danach standen die Torhüter im Mittelpunkt. Zunächst parierte Jurkovic den Schuss von Alessandro Abruscia (19.). Auf der Gegenseite ließ sich Rodrigues von Dennis Grab (40.) und Nicolo Mazzola (41.) nicht überwinden.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte wieder den Großaspachern. Patrick Marschlich traf aber mit einem 25-Meter-Freistoß nur den Pfosten. Die Stuttgarter gaben anschließend den Ton an. Michele Rizzi (62.) und Kacani (65.) vergaben. In der 76. Minute machte es Kacani besser. Er staubte nach einem 20-Meter-Aufsetzer von Franco Petruso, den Jurkovic abprallen ließ, zum 2:1 ab. In der Schlussphase bemühten sich die Großaspacher. Sie spielten allerdings im Angriff ohne Ideen, leisteten sich im Mittelfeld und im Angriff zu viele Fehler. „Wir haben hinten heraus den Kopf verloren“, gestand Letsch ein. Sein Team berannte in den letzten Minuten des Spiels ohne Plan das Tor der Gäste. Konstruktives sprang dabei nicht heraus. So gab es am Ende die erste Heimniederlage der Saison. Zudem riss die Serie von zehn ungeschlagenen Begegnungen hintereinander. „Wir sind nicht mehr so frisch und aggressiv“, sah der SG-Trainer einen Grund dafür. Er gab sich aber auch gleich kämpferisch: „Wir müssen mit der Niederlage richtig umgehen. Denn wir sind in der Tabelle weiter vorne und haben es selbst in der Hand.“

SG Sonnenhof Großaspach: Jurkovic – Wengert (82. Zivaljevic), Grab Aupperle, Cimander (46. Franz) – Mazzola, Marschlich, Adamos (61. Schmiedel), Rehm – Sene, Krasniqi. – Stuttgarter Kickers II: Rodrigues – Reiß, Kärcher, Dittrich, Müller (15. Abruscia) – Petruso, Jung, Rizzi, Landeka – Kacani (86. Fennell), Gümüssu (77. Boric). – Tore: 1:0 (13.) Krasniqi, 1:1 (21.) Gümüssu, 1:2 (76.) Kacani. – Schiedsrichter: Traeder (Diesburg). – Zuschauer: 320.

Backnanger Kreiszeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – Eintracht Braunschweig (3:1)

Ein Sieg der Moral

Beim 3:1 gegen Braunschweig zeigen die Stuttgarter Kickers Geschlossenheit

STUTTGART. Die Handschrift des neuen Kickers-Trainers Rainer Kraft ist beim 3:1-Sieg in der dritten Liga gegen Braunschweig sichtbar geworden. Dennoch sagte er: „Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, die Leistung muss besser werden.“ Schon morgen in Jena?

Von Joachim Klumpp

Alle auf einen. Nach dem Schlusspfiff stürmte die komplette Mannschaft zu Manuel Salz. Denn die Kickers-Spieler wussten genau, wem sie den 3:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig letztendlich zu verdanken hatten: ihrem Torhüter, dessen gehaltener Strafstoß in der 65. Minute die Wende einleitete. „Wenn der reingeht, weiß ich nicht, ob wir noch mal ins Spiel zurückkommen“, gab der Stuttgarter Trainer Rainer Kraft zu. Salz, der bereits seinen vierten Strafstoß in dieser Saison parierte, wollte sich zu seiner Zukunft nicht äußern. „Ich werde alles für den Klassenverbleib geben, danach sieht man weiter.“

Als gelungener Schachzug erwies sich zudem die Einwechslung von Orlando Smeekes, der mit einem Traumpass das 2:1 durch Danny Galm vorbereitete. Vier Minuten drehten ein Spiel, das Braunschweig nicht verlieren muss, vielleicht sogar nicht verlieren darf. Doch in diesen 240 Sekunden zeigte sich vielleicht am deutlichsten, was unter dem neuen Trainer Rainer Kraft – in Zusammenarbeit mit seinem Assistenten Alexander Malchow – anders geworden ist. Es gibt eine klare Linie, Vorgaben, an die sich die Spieler halten. Kraft: „Man sieht ja, dass die Mannschaft Fußball spielt, und zwar miteinander.“

Was im Umkehrschluss heißen soll, dass zuvor einige nur für sich oder die Galerie gespielt haben, in den Augen der Trainer wohl die degradierten Parmak, Schürg und Landeka – die, zumindest am Samstag, nicht vermisst wurden. „Die Mannschaft ist näher zusammengerückt“, lautete das Urteil des Managers Joachim Cast. Das zeigte sich auch vor dem Anpfiff, wo wie schon in Dresden ein Kreis gebildet wurde. Alle zusammen: von der Nummer eins bis zum Betreuer. „Wenn da 25 Mann stehen, die wirklich wollen, dann spürt das der Gegner schon.“

Auch wenn sich Braunschweig davon zunächst nicht beirren ließ und durch Onuegbus Kopfball in Führung ging. Ein scharfer Freistoß von Traut auf Traub führte zu dem Ausgleich, am Ende setzte Bashiru Gambos Elfmetertreffer nach Foul an Tucci den Schlusspunkt vor 3110 Zuschauern. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden – die Leistung muss aber noch besser werden“, sagte Kraft, dem die Defizite im taktischen Bereich nicht verborgen blieben. Es war kein perfektes Spiel, aber ein effizientes. Und der Kapitän Alexander Rosen sagte: „Der Trainer gibt uns Selbstvertrauen. Aber wir tun gut daran, jetzt nicht mit dem Rechnen anzufangen.“

Ein bisschen Mathematik ließ sich der Manager Joachim Cast dann doch noch entlocken: „Unsere Chancen auf den Klassenverbleib sind um ein paar Prozent gestiegen.“ Um wie viel, wollte er nicht verraten. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel.“ Schon morgen geht“s nach Jena, dem nächsten Abstiegsendspiel. Dort will dann auch der Präsident Dirk Eichelbaum wieder 90 Minuten vor Ort sein, nachdem er am Samstag in der Halbzeit kurz nach Hause fuhr. Weil er dabei einen Unfall baute, verpasste er die zweite Hälfte und die Siegtreffer. „Die Reparatur wird ein paar Tage in Anspruch nehmen“, sagt er. Immerhin macht ja zurzeit die Reparatur der Mannschaft Fortschritte.

Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch, Mann, Traub, Härter – Traut (86. Steinle), Rosen, Gambo, Ivanusa – Tunjic (63. Smeekes), Galm (88. Tucci).

Braunschweig: Fejzic – Brinkmann, Schanda, Dogan, Boland – Rodrigues, Lenze (83. Banser), Kruppke, Pfitzner (71. Morabit) – Schied (63. Danneberg), Onuegbu.

Schiedsrichter: Hammer (Ranis).

Tore: 0:1 Onuegbu (15.), 1:1 Traub (35.), 2:1 Galm (69.), 3:1 Gambo (90./Elfmeter).

Besonderes Vorkommnis: Salz hält Foulelfmeter von Dogan (65.).

Rote Karte: Fejzic (90./Notbremse).

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Salz hält die Hoffnung am Leben
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Die minimale Chance auf den Klassenverbleib besteht weiter

Die Stuttgarter Kickers haben den Kampf um den Klassenverbleib in der dritten Fußball-Liga noch nicht aufgegeben: Am Samstag schlugen die Blauen Eintracht Braunschweig mit 3:1 – vor allem dank Torhüter Manuel Salz.

Von Jürgen Kemmner

STUTTGART. Mathematiker muss man bei den Kickers nicht sein, um zu wissen, was die Tabelle verrät. Vier Spieltage vor Saisonschluss fehlen fünf Punkte ans rettende Ufer – Trainer Rainer Kraft formulierte es in seiner trockenen Art, Dinge zu beschreiben, so: „Es gibt nichts zu rechnen – wir müssen alle Spiele gewinnen, um drinzubleiben. Punkt.“ Damit ist das Wesentliche über Sorgen und Hoffnungen bei den Kickers aus Stuttgart erschöpfend gesagt.

Holen wir aber etwas weiter aus. Gegen Braunschweig haben die Blauen da weitergemacht, wo sie in Dresden aufgehört hatten. Zweiter Sieg in Folge, es gelingt dem Coach offenbar, die Blockaden in den Köpfen zu lösen – hin und wieder wagte außer Bashiru Gambo einer eine Aktion mit Ball, es wurde kombiniert, nicht mehr jede Kugel hoch weggedroschen. Aber es kehrte kurz nach der Pause wieder die lähmende Angst vorm Verlieren zurück. Die Kickers ließen sich immer weiter zurückdrängen, Marcus Mann foulte Dennis Kruppke im Strafraum – und wenn Manuel Salz den Strafstoß von Deniz Dogan nicht pariert hätte, wäre den Kickers-Fans wohl kaum ein Happy End vergönnt gewesen. „Ich glaube nicht“, bekannte Kraft, „dass wir nach einem 1:2 noch einmal zurückgekommen wären.“

So war es wieder einmal Salz, der den Blauen einen Sieg ermöglichte – am Samstag parierte der 23-Jährige den vierten Elfmeter in dieser Saison. „Es zahlt sich aus, dass ich Statistiken führe“, sagte der Keeper, „Dogan hat seine beiden Elfer in diese Ecke geschossen, deshalb bin ich dahin gegangen.“ Auch in der ersten Hälfte hatte Salz stark reagiert, als kurz nach dem 0:1 der Braunschweiger Marcel Schied alleine aufs Kickers-Tor zulief – das schnelle 0:2 wäre vielleicht auch schon das Ende aller blauen Träume gewesen. Doch Salz war auf dem Posten. Die wiederholten Glanztaten des jungen Mannes haben sich längst herumgesprochen, Zweitligist SC Freiburg hat schon vorgefühlt. Sein Abschied nach Saisonende ist auch im Fall des Klassenverbleibs kaum zu verhindern. „Zu meiner Zukunft sage ich nichts – ich konzentriere mich ganz auf die Kickers“, sagte Salz.

Nach dem Erfolg hielten die Granden auf der Waldau den Ball betont flach – markige Sprüche wie „jetzt packen wir“s“ waren tabu. „Wir wollen alle Kräfte in der scheinbar ausweglosen Situation mobilisieren“, sagte Manager Joachim Cast. Auf diese Linie schwört auch Kraft seine Mannschaft ein – alle rücken noch enger zusammen. Offenkundig wird diese neue Philosophie auch für die Zuschauer, wenn sich die Blauen – inklusive aller Ersatzspieler und des Trainerstabs – vor dem Anpfiff auf dem Platz zum Kreis formieren und sich einschwören. Die Blauen haben es noch selbst in der Hand, drei der vier Gegner sind direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Vier Siege, die Kickers kämen auf 43 Punkte – das würde wahrscheinlich zum Nichtabstieg reichen. Ein bisschen rechnen, Entschuldigung, Herr Kraft, muss erlaubt sein.

Stuttgarter Nachrichten

Wie ausgewechselt

Die Stuttgarter Kickers bleiben nach dem 3:1 gegen Eintracht Braunschweig weiter im Rennen um den Klassenverbleib

Stuttgart – Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers ist zu neuem Leben erwacht. Das 3:1 (1:1) gegen Eintracht Braunschweig war der zweite Sieg in Folge – und der Beweis dafür, dass der Trainerwechsel zu spät erfolgte. Noch fünf Punkte trennen die Kickers vom rettenden Ufer. Vier Spiele stehen für die Aufholjagd aus. Die Hoffnung bleibt.

Von Beate Wockenfuß

Die Freude über den siebten Saisonsieg der „Blauen“ war gedämpft. Schließlich verstärkte der neuerliche Triumph im Schlussspurt unter Trainer Rainer Kraft die Gewissheit, was alles möglich gewesen wäre, wenn, ja wenn. . . Kraft und Co-Trainer Alexander Malchow haben es geschafft, der unter Edgar Schmitt zunehmend demoralisierten Mannschaft den Glauben an sich selbst zurückzugeben. Die Blockade scheint gelöst. Wie schon in Dresden ist es den Kickers auch gegen Braunschweig gelungen, einen Rückstand aufzuholen und das Spiel noch zu drehen. „Wir haben jetzt zwei Wochen gezielt trainiert. Die Trainer geben uns Selbstvertrauen, sie feuern uns an und motivieren uns“, erklärt Kapitän Alexander Rosen die mentale Wandlung. Und auch Torwart Manuel Salz hat ein stärkeres Teamgefühl ausgemacht: „Wir sind näher zusammengerückt, helfen uns gegenseitig, wenn mal jemand einen Fehler macht.“ So geschehen in der 65. Minute, als Innenverteidiger Marcus Mann beim Stand von 1:1 einen Strafstoß verursachte. Salz parierte zum vierten Mal in dieser Saison – und leitete die Wende ein. Vier Minuten später erzielte Danny Galm nach einem Traumpass von Orlando Smeekes das 2:1, Bashiru Gambo sorgte per Foulelfmeter für den 3:1-Endstand (90.+2). In der ersten Hälfte hatte Torsten Traub (35.) den Führungstreffer von Kingsley Onuegbu (15.) egalisiert. „Der Mut kommt langsam wieder zurück“, konstatiert Kraft, ist sich aber zugleich bewusst: „Die Leistung muss besser werden.“ Das sagt der Coach mit der gleichen Ruhe, die ihn auch an der Seitenlinie auszeichnet. Dieses Auftreten gibt der Mannschaft Sicherheit. „Wir haben einen ganz klaren Plan, an den sich jeder hält. Und von diesem Plan werden wir nicht abweichen, egal was passiert“, erklärt Kraft. Doch nicht nur die klare Linie ist der Unterschied zu Schmitt. Statt Woche für Woche mit den ewig gleichen Parolen um sich zu werfen, über fehlende Ordnung auf dem Platz und mangelnde Professionalität neben dem Platz zu lamentieren, handelt das neue Trainergespann. Mit Erfolg. „Wir blicken jetzt nur nach vorn“, sagt Kapitän Rosen. Nach vorn heißt erst einmal bis zum nächsten Spiel. Das steht bereits morgen (18.30 Uhr) beim FC Carl Zeiss Jena an. „Wir tun gut daran, den Fehler der vergangenen Saison und der vorigen Spiele nicht wieder zu begehen. Denn wenn wir jetzt immer wieder anfangen zu rechnen, gehen von der Konzentration einige Prozentpunkte verloren. Das darf nicht passieren“, warnt der Mittelfeldspieler. Und Kraft betont: „Es gibt schon lange nichts mehr zu rechnen. Wir müssen gewinnen. Punkt.“

statistik

Stuttgarter Kickers: Salz – Deigendesch, Mann, Traub, Härter – Traut (86. Steinle), Rosen, Gambo, Ivanusa – Tunjic (63. Smeekes), Galm (88. Tucci).

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Brinkmann, Schanda, Dogan, Boland – Rodrigues, Lenze (83. Banser), Kruppke, Pfitzner (71. Morabit) – Schied (63. Danneberg), Onuegbu.

Schiedsrichter: Hammer (Ranis).

Zuschauer: 3110.

Tore: 0:1 Onuegbu (15.), 1:1 Traub (35.), 2:1 Galm (69.), 3:1 Gambo (90.+2/Foulelfmeter).

Besonderes Vorkommnis: Salz hält Foulelfmeter von Dogan (65.).

Gelbe Karten: Galm / Kruppke.

Rote Karte: – / Fejzic (90./Notbremse).

Beste Spieler: Salz, Traub / Schanda, Onuegbu.

Eßlinger Zeitung

Stuttgarter Kickers geben Rote Laterne ab
Gambo setzt den Schlusspunkt

Die Stuttgarter Kickers klettern nach der siegreichen Partie gegen Eintracht Braunschweig zumindest vorübergehend vom letzten Tabellenplatz auf Platz 19. Braunschweig hatte bei dem zwischenzeitlichen Stand von 1:1 noch durch einen Strafstoß die Gelegenheit das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen, doch Kickers-Keeper Salz glänzte durch eine Parade.

Kickers-Coach Rainer Kraft nahm nach dem 2:1-Auswärtserfolg bei Dynamo Dresden zwei Änderungen seiner Startaufstellung vor: Gentner und Smeekes pausierten für Härter und Tunjic.

Auf der Gegenseite änderte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht seine Startaufstellung im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen den SC Paderborn nur auf einer Position: Onuegbu durfte für Banser ran.

Die Anfangsphase der Partie gehörte zwar den Kickers, doch die Führung erzielten die Braunschweiger mit ihrer ersten Möglichkeit des Spiels: Nach einer Hereingabe von Rodrigues stand Onuegbu goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein (15.). Doch die Stuttgarter ließen sich durch diesen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und drängten auf den Ausgleich. Eine knappe Viertelstunde später war es dann auch soweit: Nach einem tollen Freistoß von Traut musste Traub nur noch einschieben und erzielte das 1:1 noch vor der Pause (36.).

Braunschweig kam motivierter aus der Kabine und erspielte sich gute Möglichkeiten, bis es in der 65. Spielminute zu einem Aufreger kam: Mann foulte Kruppke innerhalb des Strafraums, weshalb Referee René Hammer nicht lange zögerte und auf Elfmeter entschied. Dogan trat an – und Salz parierte! Fast im Gegenzug kam die demotivierende Antwort der Kickers: Der kurz zuvor eingewechselte Smeekes legte den Ball auf Galm vor und dieser traf zum 2:1 (69.). Eintracht-Keeper Fejzic sah in der 90. Spielminute nach einer Notbremse noch die Rote Karte (90.) und zwang Boland somit bei einem anschließenden Strafstoß im Tor zu stehen. Gambo trat an den Elfmeterpunkt und traf – im Gegensatz zu Dogan – zum 3:1-Endstand (90.+3).

Die Stuttgarter Kickers sind am Dienstag zu Gast in Jena und Braunschweig empfängt am Sonntag die Fortuna aus Düsseldorf.

Kicker

Die Einstellung stimmt erst in der Nachspielzeit

Eintracht verliert, hat aber weiter acht Punkte Vorsprung auf ersten Abstiegsplatz
Von Marc Rotermund

STUTTGART. Erst als der Tabellenletzte sie sogar demütigen wollte, legten Eintrachts Spieler das Zweikampfverhalten an den Tag, das zum Bestehen des Abstiegskampfes erforderlich ist.

Die Nachspielzeit läuft, Orlando Smeekes streichelt sekundenlang den Ball aufreizend lässig, bis es Dennis Kruppke zu bunt wird. Braunschweigs Regisseur läuft den Stürmer der Stuttgarter Kickers über den Haufen und gibt ihm noch einige passende Worte mit auf den Weg.

Eine Einstellung wie diese über 90 Minuten – und Eintracht hätte am Samstag das Spiel der dritten Fußball-Liga beim Schlusslicht nie und nimmer mit 1:3 (1:1) verloren. Der wiedererstarkte Kingsley Onuegbu hatte die Braunschweiger in der 15. Minute in Führung gebracht. In der Folgezeit aber trafen Torsten Traub (35.), Danny Galm (69.) und Bashiru Gambo (90.+2) für die kampfstärkeren Kickers.

Das einzig Positive: Aalen unterlag gestern bei Werder Bremen II mit 1:3. Eintrachts Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt vier Spieltage vor Schluss deshalb weiter acht Punkte und das weit bessere Torverhältnis.

Das wusste Torsten Lieberknecht noch nicht, als er mit seiner Mannschaft hart ins Gericht ging. „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben, denn wir haben nie die richtige Einstellung zum Spiel gefunden“, kritisierte Eintrachts Trainer und betonte: „Ich hatte eine andere Einstellung erwartet.“

Spielerisch war Eintracht mindestens eine Klasse stärker als die Kickers. Und auch das Chancenplus lag eindeutig auf Seiten der Braunschweiger. Sie agierten aber erneut nicht zielstrebig und zupackend genug. „Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, unsere Vorteile zu nutzen“, klagte der sportliche Leiter Marc Arnold. Nicht nur er fühlte sich erinnert an die Auswärtsspiele in Jena und Wuppertal, die Eintracht trotz spielerischer Überlegenheit ebenfalls verloren hatte.

Zu allem Überfluss verschoss der sonst so sichere Deniz Dogan in Stuttgart in der 65. Minute nach einem Foul an Dennis Kruppke einen Strafstoß. Damit nicht genug: In der Nachspielzeit sah Schlussmann Jasmin Fejzic nach einer Notbremse die rote Karte. Weil das Auswechselkontigent erschöpft war, musste Linksverteidiger Mirko Boland für gut eine Minute ins Tor – in einer Partie, die Eintracht nie und nimmer hätte verlieren dürfen.

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Drei Punkte beim Tabellenführer

Trotz eines 0:1-Rückstandes gewannen die „kleinen“ Blauen das Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Grossaspach mit 2:1. Für den Tabellenführer, der die Liga noch immer klar anführt, nicht nur die erste Niederlage des Jahres 2009, sondern auch die erste Heimpleite der ganzen Saison.

Die Degerlocher verbesserten ihr Punktekonnto auf 43 Zähler und klättern in der aktuellen Tabelle auf Rang 8.

Abedin Krasniqi brachte die Gastgeber in die 13. Spielminute in Front, die Kickes aber keineswegs geschockt. Schon in der 21. Minute gelang Gökhan Gümüssu der Ausgleich zum 1:1, das zugleich auch den Halbzeitstand bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel die Grossaspacher zunächst mit mehr Druck und mit einem Pfostenschuss durch Marschlich. Die Kickers-Abwehr stand aber sicher und liess kein weiteres Gegentor mehr zu. Sokol Kacani sorgte dann eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem sechsten Saisontreffer für die Entscheidung. Einen Abpraller von Sonnenhofs Keeper Jurkovic versenkte der Kickers-Stürmer im Tor und sicherte damit den Sieg für sein Team.

„Wir haben die beiden kritischen Phasen für uns gut überstanden, unsere Torchancen gut genutzt und deshalb am Ende verdient gewonnen“, fasste Trainer Björn Hinck das Spiel zusammen.

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Das Hoffen auf den Klassenverbleib geht weiter – 3:1-Heimerfolg gegen Braunschweig

Nach einem packenden Drittligaspiel dürfen die Kickers nach dem heutigen 3:1-Sieg über Eintracht Braunschweig weiter an den Klassenverbleib glauben. Wie schon in Dresden drehte die Mannschaft von Trainer Rainer Kraft einen Rückstand , nachdem Braunschweigs Onuegbu die Gäste mit 1:0 in Front köpfte (15.). Doch per Volleyschuss traf Torsten Traub noch vor der Halbzeit zum 1:1-Ausgleich (35.). Der Knackpunkt des Spiels war aber endgültig der gehaltene Foulelfmeter von Manuel Salz gegen Dogan, den der Kickers-Schlussmann klasse parierte (63.). Nur Minuten später schickte Orlando Smeekes seinen Sturmpartner Danny Galm mit einem sensationellen Pass, Galm traf mit seinem dritten Saisontreffer eiskalt zum 2:1 (69.). In den Schlussminuten bekam Gästekeeper Fejziz noch die Rote Karte, den fälligen Foulelfmeter verwandelte Bashiru Gambo sicher zum 3:1-Endstand (90.).

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Vorberichte Stuttgarter Kickers – Eintracht Braunschweig

Kickers heute gegen Braunschweig

Härter und Tunjic drängen sich auf
STUTTGART (ump). Fünf Spieltage vor Schluss ist die Ausgangssituation der beiden Stuttgarter Clubs in der dritten Fußballliga nur in einem Punkt identisch: beide sind noch nicht gerettet. Der VfB Stuttgart II will heute bei Erzgebirge Aue die drei Punkte holen, um auch die letzten Zweifel am Klassenverbleib auszuräumen und dann den Nachfolger für Trainer Rainer Adrion (als Favorit gilt Jürgen Hartmann) vorstellen zu können. Für den Lokalrivalen und Tabellenletzten Stuttgarter Kickers wäre dagegen selbst ein Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig (14 Uhr, Gazi-Stadion) nur ein kleiner Schritt auf diesem Weg.

Nachdem der neue Kickers-Trainer Rainer Kraft unter der Woche durch die Suspendierungen von Mustafa Parmak, Michael Schürg und Josip Landeka – wobei nur der Letztgenannte bei der 1:2-Niederlage am Mittwoch in der Oberliga gegen Durlach zum Einsatz kam – zumindest personell für klare Verhältnisse gesorgt hat, gilt es heute, den zarten Aufschwung aus dem Dresden-Spiel auch gegen Braunschweig fortzusetzen. Von der Aufstellung her wäre links in der Abwehrkette Jens Härter eine Alternative für den zuletzt etwas ausgelaugt wirkenden Thomas Gentner und im Angriff der kopfballstarke Siegtorschütze Mijo Tunjic für Orlando Smeekes. Der wiederum hat vergangene Woche in Dresden offensichtlich Werbung in eigener Sache betrieben, jedenfalls hat der niederländische Dynamo-Trainer Ruud Kaiser ein Auge auf seinen Landsmann geworfen und sagt: „Wir haben ihn auf der Liste.“

Auch abseits des Platzes laufen die Planungen der Kickers weiter. Während das für den Fall des Abstiegs richtungsweisende Gespräch mit dem Hauptsponsor Eduardo Garcia Anfang nächster Woche stattfinden soll, hat der Werbepartner Auto-Palazzo für die Kickers-Fans ein zusätzliches Bonbon im Saisonendspurt parat. Für jeden Punkt, den die Mannschaft noch holt (bei fünf Spielen also maximal 15 Zähler), gibt es beim Kauf eines Neuwagens ein Prozent Rabatt. Zudem setzt die Firma zu den beiden verbleibenden Auswärtsspielen nach Jena und Bremen jeweils einen Fanbus ein. Mit diesen Aktionen signalisiert der Sponsor nicht nur seine Verbundenheit zu den Kickers, sondern auch: wir wollen selbst in der Regionalliga weitermachen. Was die Mannschaft aber nicht daran hindern soll, ihre Minimalchance auf den Klassenverbleib zu wahren.

Stuttgarter Zeitung

Immer noch Optimismus bei den Kickers

Nur ein Sieg über Braunschweig hält bei den Blauen die Hoffnung auf den Klassenverbleib aufrecht

Von Jürgen Kemmner

und Jürgen Frey

STUTTGART. Noch fünf Spiele sind es in der dritten Fußball-Liga für die Stuttgarter Kickers – höchstwahrscheinlich. Die Blauen haben sieben Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, nur ein Sieg an diesem Samstag (14 Uhr/Gazistadion) über Eintracht Braunschweig hält das letzte Fünkchen Hoffnung noch aufrecht. Rainer Kraft muss sich derzeit vorkommen wie ein Kapitän, dessen Schiff leckgeschlagen ist und dessen Mannschaft versucht, das Wasser mit Schnapsgläsern aus dem Boot zu schöpfen. „Rechnerisch ist noch alles möglich“, sagt der Kickers-Trainer, „auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf den Nichtabstieg gering ist.“

Was bleibt dem 46-Jährigen, um im Endspurt noch das Allerletzte aus seinem Team herauszuholen? Die personellen Konsequenzen sind gezogen, die körperlichen Grundlagen in Kondition und Technik kurzfristig nicht groß veränderbar – also verlegt sich Kraft darauf, den Profis den Druck zu nehmen. In der Vorbereitung auf die Eintracht weicht der Blick nicht vom Gegner, selbst ein vorsichtiges Schielen zur Tabellensituation ist verboten. „Wir konzentrieren uns ausschließlich auf Braunschweig“, sagt der Coach, „wir machen uns keine Gedanken, über was ist wenn oder Ähnliches. Wir müssen positiv denken und dürfen nicht die Probleme in den Vordergrund stellen.“

Bei Dieter Wahl ist diese Denke längst angekommen. Das Präsidiumsmitglied der Blauen ist sich sicher, dass die Kickers die Eintracht mit Hilfe der Fans besiegen können. „Wir haben nach dem 2:1 in Dresden plötzlich wieder eine Chance“, sagt Wahl, „die Mannschaft hat erkannt: Wir können es noch packen – und ich glaube sowieso fest an das blaue Wunder.“ Hilfe von der Eintracht – wo Wahls Neffe Marc Arnold als sportlicher Leiter arbeitet – ist gänzlich unnötig. „Wir benötigen keine Unterstützung“, betont Wahl.

Die Vorzeichen für die Kickers stehen immerhin nicht so schlecht: Für Braunschweig geht es im Gazistadion um die Goldene Ananas – das Team steht jenseits von Gut und Böse. Und Trainer Kraft hat alle Mann an Bord. Der Kickers-Kahn hat bedrohlich Schlagseite, gesunken ist er noch nicht.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers wollen nachlegen

Stuttgart (bw) – Mit neuem Teamgeist und Selbstvertrauen empfangen die Stuttgarter Kickers heute (14 Uhr) zum drittletzten Heimspiel Eintracht Braunschweig. (…)

Stuttgarter Kickers

Der 2:1-Sieg bei Dynamo Dresden hat die Kickers nicht nur im Kampf um den Klassenverbleib im Rennen gehalten, sondern war mindestens ebenso wertvoll für das Selbstvertrauen. „Wir wollen auch gegen Braunschweig gewinnen. So haben wir die Mannschaft vorbereitet“, betont Trainer Rainer Kraft, der durch die Suspendierungen von Mustafa Parmak, Michael Schürg und Josip Landeka ein Zeichen gesetzt hat. „Wir haben nur eine Chance, wenn wir als Mannschaft zu hundert Prozent funktionieren. Da muss sich jeder komplett mit einbringen“, begründet der Coach die Disziplinarmaßnahme. Jetzt sind noch 20 Spieler im Training, „auf die wir uns zu hundert Prozent verlassen können“. Fünf Spiele vor dem Saisonende hat das Schlusslicht sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Panik kommt bei Kraft allerdings nicht auf. „Wir spielen gegen Braunschweig, haben dann ein Ergebnis und konzentrieren uns anschließend auf das nächste Spiel“, behält er die Ruhe. Gegen den Tabellenelften kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen. Rechtsverteidiger Moritz Steinle kehrt nach seinem Virusinfekt wieder in den Kader zurück.

So wollen sie spielen: Salz – Deigendesch, Mann, Traub, Gentner – Traut, Rosen, Gambo, Ivanusa – Galm, Smeekes.

Eßlinger Zeitung

Lieberknecht hält an Schied fest

Glückloser Stürmer soll heute in Stuttgart spielen
Von Marc Rotermund

BRAUNSCHWEIG. Der Fußball-Drittligist spielt heute bei Schlusslicht Stuttgarter Kickers und will die theoretisch noch fehlenden Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Den Tabellenzweiten Paderborn hat Eintracht vor einer Woche in beeindruckender Manier mit 2:0 bezwungen – und was passiert heute von 14 Uhr an beim Schlusslicht Stuttgarter Kickers?

„Der Kopf spielt eine große Rolle. Alle müssen sofort die richtige Einstellung finden. Schließlich brauchen wir noch Punkte, um ganz sicher den Klassenerhalt geschafft zu haben“, sagt Torsten Lieberknecht, der Trainer des Braunschweiger Fußball-Drittligisten. Er betont: „Ich bin sicher, die Mannschaft wird die richtige Einstellung finden.“

Erforderlich ist das allemal. „Die Kickers haben nach ihrem Sieg in Dresden noch einmal Lunte gerochen und kämpfen gegen uns um ihre letzte Chance. Sie stehen ohnehin viel zu weit unten in der Tabelle, denn sie verfügen über einige technisch gute Spieler,“ meint der Braunschweiger Coach.

Von der Kategorie Techniker hat auch er Spieler im Kader – zum Beispiel Tim Danneberg. Nach seiner Operation am Jochbein ist der defensive Mittelfeldakteur überraschend früh wieder ins Training eingestiegen. Zur Sicherheit trägt er in den Einheiten eine Gesichtsmaske. Ob Danneberg heute in Stuttgart schon in der Startelf steht und zum Beispiel Christian Lenze ersetzt, entscheidet sich kurzfristig.

Weiter festhalten wird Lieberknecht an Marcel Schied. Der Stürmer vergab gegen Paderborn beste Chancen en masse und ist mittlerweile seit Mitte Februar ohne Tor. „Wir versuchen, ihm im Training zu helfen, damit er nicht verkrampft“, sagt Eintrachts Coach und betont: „Marcel ist sehr, sehr engagiert und lässt sich überhaupt nicht beirren.“

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Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 02.05.2009 14:00
Stadion: Gazi-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Hammer (Ranis)
Assistenten: Lämmchen (Meuselwitz), Albert (Tannenbergsthal)

Stuttgarter Kickers: Steinle ist nach Krankheit wieder fit. An seiner Stelle könnte auch Deigendesch beginnen, Härter kommt statt Gentner infrage.

Eintracht Braunschweig: Im Angriff könnte Banser den zuletzt glücklosen Schied ersetzen.

Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Traut, Rosen, Gambo, Ivanusa – Galm, Smeekes

Trainer: Kraft

Eintracht Braunschweig
Fejzic – D. Brinkmann, Schanda, D. Dogan, Boland – Pfitzner, C. Lenze, Kruppke, Rodrigues – Onuegbu, Schied

Trainer: Lieberknecht

Kicker

„Stuttgart klammert sich an den letzten Strohhalm“

Lieberknecht will beim Tabellenschlusslicht punkten

„Nach dem eindrucksvollen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Paderborn am vergangenen Samstag geht es jetzt gegen das Tabellenschlusslicht. Da spielt der Kopf eine große Rolle. Wir wissen, dass wir noch Punkte brauche, um ganz sicher zu gehen und müssen von Beginn an die richtige Einstellung zeigen“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel bei den Stuttgarter Kickers (Samstag, 2. Mai, 14 Uhr).

„Nach dem Sieg gegen Dynamo Dresden hat Stuttgart Lunte gerochen. Wenn man sieht, wie sie sich vor dem Spiel in einen Kreis gestellt und eingeschworen haben, weiß man, dass sie sich an den letzten Strohhalm klammern werden. Sie stehen aus meiner Sicht eigentlich viel zu weit unten drin, denn sie haben zwei erstligaerfahrene Spieler in ihren Reihen. Dazu kommt mit Smeekes ein Akteur, dessen Schnelligkeit überragend ist“,so Lieberknecht. „Im Hinspiel hatte wir in der 1. Halbzeit unzählige Torchancen und die Stuttgarter fest im Griff, konnten das Spiel aber dennoch nicht gewinnen. Deshalb ist die richtige Einstellung wichtig.“

Welche Profis die Reise nach Stuttgart antreten werden, wollte Lieberknecht indes noch nicht verraten. „Es sind alle Spieler wieder im Training, auch Matthias Henn, aber für einige ist es noch zu früh. Tim Danneberg hat erstmals mit Gesichtsmaske trainiert, ob er dabei ist, wird sich morgen nach dem Training entscheiden“, erläutert der Coach. Experimente wie im Pokalfinale gegen Emden wird es allerdings nicht geben. „Dafür ist nicht die Zeit. Wenn es Wechsel gibt, dann aus taktischen Gründen“, so Lieberknecht. Auf Nachfrage, ob mit einer veränderten Leistung bei Marcel Schied zu rechnen ist, sagte der Trainer: „Marcel ist sehr engagiert und lässt sich nicht beirren. Er setzt sich selber unter Druck und die Mannschaft versucht ihm zu helfen.“

Eintracht Braunschweig