Vorberichte SV Sandhausen – Stuttgarter Kickers

Sandhausen überraschend gut
In Hoffenheims Schatten aufgeblüht – Heute kommt das Schlusslicht Stuttgarter Kickers

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers treten heute (19 Uhr) beim SV Sandhausen an, der in der dritten Fußballliga im Moment die beste Mannschaft aus Baden-Württemberg stellt. Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt sagt: „Die stehen zu Recht auf Platz acht.“

Von Joachim Klumpp

Gerd Dais hat das Gazi-Stadion am vergangenen Mittwoch schon vor dem Ende der Partie zwischen den Stuttgarter Kickers und Unterhaching verlassen. Genug gesehen. Sein Urteil? „Wenn man die Mannschaft spielen sieht, denkt man nicht, dass sie auf dem letzten Platz steht.“ Tut sie aber, und das gleich zwölf Ränge hinter dem SV Sandhausen, der erst im Vorjahr in die Regionalliga aufgestiegen ist und sich dann auf Anhieb für die eingleisige dritte Liga qualifiziert hat. Alles andere wäre für den Verein auch nicht infrage gekommen, denn die Lizenz für die viertklassige Regionalliga haben die Verantwortlichen erst gar nicht beantragt.

Das spricht für ein gewisses Selbstbewusstsein im Club, der seit 2005 von Gerd Dais trainiert wird. „Wir können hier in Ruhe arbeiten“, sagt Dais und verweist darauf, dass seine Mannschaft in dieser Saison schon eine Schwächephase durchgemacht hat, mit zehn Spielen ohne Sieg. Doch im neuen Jahr läuft es gut. Was auch damit zusammenhängen dürfte, dass in der Winterpause – ähnlich wie bei den Kickers – gleich vier neue Spieler kamen, was den Konkurrenzkampf belebt hat. Drei Siege, ein Remis, eine Niederlage stehen seither auf dem Konto, und Dais sagt: „Es wird zwar nicht leicht gegen die Kickers, aber wir haben auch einen guten Lauf.“

Zumal der Kader in der Vergangenheit schon Stück für Stück verstärkt worden ist. Zum Beispiel durch Roberto Pinto (VfB, Grasshopper Zürich), der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem echten Leistungsträger entwickelt hat und inzwischen aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft zwar aus, doch er hat signalisiert: „Es sieht positiv aus.“ Dass er verlängert. „Letztlich sind das die Spieler, die auch mal ein Spiel alleine entscheiden“, sagt der Kickers-Trainer Edgar Schmitt, der heute zunächst auf den angeschlagenen Mustafa Parmak verzichten wird, dafür rückt Bashiru Gambo in die Startelf.

„Wir haben mit den Neuzugängen sicher auch ein glückliches Händchen gehabt“, sagt Dais, der dementiert, dass sein Verein finanziell exorbitante Gehälter zahlt. „Das können wir gar nicht.“ Nicht zuletzt deshalb, weil die Zuschauerzahlen – zuletzt nur 1450 gegen Burghausen – hinter den Erwartungen zurückblieben, obwohl der Verein vor der Saison eine neue Tribüne mit zweieinhalbtausend Sitzplätzen errichtet hat, um die Auflagen für die Liga zu erfüllen. „Wir haben im Moment das Problem, dass viele Leute aus der Region in der Euphorie nach Hoffenheim rennen“, gibt Dais zu. In einem anderen Punkt profitiert Sandhausen dagegen von dieser Nähe. So stehen mit Mario Göttlicher, Denis Bindnagel und Marcel Throm drei ehemalige Hoffenheimer im Kader. „Wenn sie dort nicht weiterkommen, überlegt sich der eine oder andere den Wechsel, auch wenn es keine konkreten Absprachen gibt“, sagt Dais.

Dafür gibt es die Vorgabe durch den Präsidenten Jürgen Machmeier: „Gegen die Kickers holen wir drei Punkte.“ Dais selbst formuliert die weiteren Ziele so: „Wir wollen versuchen, in dieser Saison noch den einen oder anderen Platz gutzumachen.“ Im besten Fall bis Rang vier, denn der berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal, nachdem Sandhausen in der Qualifikation auf Verbandsebene ausgeschieden ist. Zumindest in dieser Hinsicht teilen sie das Los mit den Kickers.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Gambo spielt für Parmak
Stuttgart (jüf) – Die Kernspintomografie ergab eine Bänderdehnung im Knöchel – dennoch wird Mittelfeldspieler Mustafa Parmak am heutigen Dienstag (Anpfiff 19 Uhr) mit Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers zum Spiel zum SV Sandhausen reisen. Möglicherweise reicht es für ihn zu einem Kurzeinsatz. Parmaks Position als Spielmacher nimmt Bashiru Gambo ein. Da die englischen Wochen viel Kraft kosten, könnten auch Markus Ortlieb für Alexander Rosen und Simon Köpf für Thomas Gentner ins Team kommen. Respekt hat Kickers-Trainer Edgar Schmitt vor allem vor der rechten Seite der Sandhausener. Dort sorgt Ex-VfB-Profi Roberto Pinto für viel Betrieb. Schmitt: „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir voll dagegenhalten.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers treten heute in Sandhausen an

Stuttgart (bw) – Nach zwei Tagen Pause rollte heute (19 Uhr) in der dritten Liga wieder in einigen Nachholspielen der Ball: Die Stuttgarter Kickers sind beim SV Sandhausen zu Gast, (…)

Nach dem 1:2 gegen Rot-Weiß Erfurt kommt den Kickers die derzeitige Vielbeschäftigung sehr gelegen. „Da brauchen wir nicht eine ganze Woche lang über diese ärgerliche Niederlage nachzudenken, sondern müssen uns gleich auf das nächste Spiel konzentrieren – und das wird schwer genug“, sagt Kapitän Alexander Rosen. Denn der Tabellenachte Sandhausen hat 2009 noch kein Heimspiel verloren. Bei Schlusslicht Kickers rückt Mittelfeldspieler Bashiru Gambo wieder in die Startformation, der angeschlagene Mustafa Parmak (Bänderdehnung) bleibt dafür zunächst auf der Bank.

Indes hat der DFB den 31. Spieltag genau terminiert. Demnach treten die Kickers am Ostersonntag (14 Uhr) beim 1. FC Union Berlin an. Drei Tage später am 15. April (19 Uhr) empfangen sie Jahn Regensburg zum Nachholspiel.

So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner – Deigendesch, Rosen – Traut, Gambo, Landeka – Smeekes.

Eßlinger Zeitung

SVS – Nachholspiel gegen Kickers

Sandhausen (svs). Am Dienstag empfängt der SVS zum Nachholspiel des 23. Spieltages – und dem vierten Heimspiel nacheinander – um 19 Uhr die Stuttgarter Kickers.

Der SVS, auf Tabellenplatz 8, geht als Favorit ins Spiel gegen das Schlusslicht und möchte die 10 Punkte in der Heimspielserie voll machen. Aber aufgepasst: zwar verloren die Kickers am Samstag zuhause gegen Erfurt, davor holten sie jedoch Siege in Aue und gegen Unterhaching und zeigten sich verbessert im Vergleich zum Vorjahr.

Nicht zuletzt aufgrund eines geringeren Etats lautete das Ziel der Kickers schon vor der Saison, Klassenerhalt. Es folgte eine Hinrunde mit durchwachsenen Leistungen und einem Trainerwechsel, Stefan Minkwitz wurde nach sieben Spielen vom ehemaligen Aalen-Trainer Edgar Schmitt ersetzt. Mit 47 Gegentoren halten die Kickers noch den Negativrekord der Liga, aber einige der fünf Winterzugänge erwiesen sich schon als Verstärkung. Größte Hoffnungsträger sind Verteidiger Torsten Traub, mit viel Zweitliga-Erfahrung aus Reutlingen und Erfurt ausgestattet; außerdem kehrte Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zurück. Er bewies noch letzte Saison seine Torgefährlichkeit bei den Kickers, sein Wechsel zum Zweitligisten Koblenz brachte jedoch nicht den erhofften Durchbruch. Der mit 5 Toren erfolgreichste Torschütze Vaccaro wechselte im Winter zu Frankfurt II.

Zuletzt ließ Trainer Schmitt mit nur einer Spitze spielen – in den letzten Spielen war das der quirlige Holländer Orlando Smeekes (bisher 4 Saisontore); Alternativen sind Tucci oder Kacani. Im Mittelfeld blieben die erfahrenen Rosen, Traut (für Parmak von Koblenz gekommen) oder Gambo in der Hinrunde etwas hinter den Erwartungen zurück oder fielen aus. Schmitt setzte auch auf die jüngeren Deigendesch oder Landeka. Positive Überraschung bei den Kickers ist Torhüter Salz, er ließ den nach Koblenz gewechselten Yelldell vergessen. Zu erwähnen ist auch, dass sich die 29 Saisontore auf 12 Torschützen verteilten.

Die glanzvollsten Zeiten bei der zweiten Macht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt liegen 20 Jahre zurück. 1989 spielten die Kickers in der Bundesliga und standen 1987 im DFB-Pokalfinale, unterlagen aber dort dem HSV. 1991 kehrten sie noch einmal für ein Jahr ins Oberhaus zurück. Dann folgte lange die Zugehörigkeit zur zweiten Liga, abgesehen von zwei Regionalligajahren, wo die Degerlocher 1995/96 auch auf den SVS trafen. Seit 2001 sind die Kickers ununterbrochen drittklassig, die Qualifikation zur dritten Liga schafften sie knapp als Zehnter. Anfang der Achtziger spielte Jürgen Klinsmann einige Jahre bei den Kickers.

Die Begegnung wird kein leichtes Spiel für den SVS, aber mit einer konzentrierten Leistung sollte der nächste Dreier machbar sein.

Sportwoche

Presse zu FCA Walldorf – Stuttgarter Kickers II (1:4)

Rundherum zufrieden war der Trainerkollege von den Stuttgarter Kickers II, Björn Hinck, nach dem 4:1-Sieg seiner Mannschaft in Walldorf. Doch ganz so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten ließe, war es nicht. Nach einem Doppelpack von Mijo Tunjic (24./26.) führten die Kickers zur Pause mit 2:0. Als dann nach 54 Minuten auch noch der Walldorfer Phillip Ehning wegen einer Roten Karte vom Feld musste, schien die Partie gelaufen. Doch nach dem schnellen Anschlusstreffer der Gastgeber (56.) wurde es noch einmal spannend, ehe die Stuttgarter Michele Rizzi (88.) und Maikel Boric (91.) den Sieg sicherten. „Nach der Roten Karte haben wir angefangen, unsere Führung zu verwalten. Das können wir einfach nicht“, sagte der Kickers-Trainer Björn Hinck, der die Drittligaspieler Härter, Schürg und Reiß im Team hatte.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – Rot-Weiß Erfurt

Ein Dämpfer zur rechten Zeit?
Die Kickers-Niederlage gegen Erfurt zeigt, dass der Klassenverbleib kein Selbstläufer wird

STUTTGART. Nach dem 1:2 gegen Erfurt in der dritten Liga scheiden sich die Geister bei den Stuttgarter Kickers vor allem an Orlando Smeekes. „Bei ihm wechseln Licht und Schatten“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Bundesweit gedachten am Wochenende alle Fußballclubs bis zur Oberliga der Opfer des Amoklaufs von Winnenden. Doch bei keiner Partie war die Anteilnahme so omnipräsent wie bei der zwischen den Stuttgarter Kickers und Rot-Weiß Erfurt. Es war fast schon Ironie des Schicksals, dass hier die beiden Vereine aufeinandertrafen, die von Schulmassakern am nächsten betroffen waren: in Winnenden und vor sieben Jahren in Erfurt.

In den 90 folgenden Minuten galt der Blick dann wieder dem Fußball, auch wenn der aus Sicht der Kickers durch die Heimniederlage zusätzlich getrübt wurde. Denn nach zuletzt zwei Siegen bestand berechtigte Hoffnung, dass die Mannschaft mit weiteren Punkten endlich mal wieder die rote Laterne abgeben könnte. Doch daraus wurde nichts, obwohl die Weichen gestellt schienen. Denn zunächst einmal profitierten die Kickers bei ihrer Führung von einem Torwartfehler Orlishausens und kurz vor der Pause noch von einer rüden Attacke Pesolats gegen Parmak, die glatt mit Rot bestraft wurde, so dass selbst Erfurts Trainer Karsten Baumann zugeben musste: „Berechtigt“. Doch weder aus der vermeintlichen Unsicherheit des Schlussmannes noch der numerischen Überlegenheit konnten die Kickers Kapital schlagen. Im Gegenteil: durch einen individuellen Fehler von Steinle hieß es 1:2, nach 52 Minuten und am Ende. Ein Rückschlag – zur rechten Zeit? Der Trainer Edgar Schmitt gibt sich gelassen: „Es werden Vereine unten reinkommen, die noch gar nicht daran denken.“

Dass Orlando Smeekes nach dem Schlusspfiff vor 3690 Zuschauern mit sich und der Welt haderte, hatte seinen Grund. Denn der Niederländer offenbarte wieder einmal seine zwei Gesichter. „Licht und Schatten“, so der Manager Joachim Cast, wobei Letzteres diesmal überwog. In seinem Übereifer provozierte er unnötige Zweikämpfe, so dass am Ende ein möglicher Elfmeterpfiff ausblieb, doch nicht nur das ärgerte Schmitt: „Man kann auch mal schießen.“ Das tat er danach, am Tor vorbei. Der Kapitän Alexander Rosen monierte nach dem Schlusspfiff: „Vielleicht hätten wir in Überzahl noch mehr Druck entwickeln müssen.“ Und vor allem früher.

Denn zwei Dinge müssen sich die Kickers bei allem Eifer schon vorwerfen lassen. Zunächst einmal versäumten sie es, von Beginn an zu zeigen, wer Herr im Hause ist, so dass die Erfurter ihr gefälliges Spiel aufziehen konnten und vor der Pause dominant waren. Zum Zweiten, dass nach der Führung der Gäste fast eine halbe Stunde lang nicht allzu viel passierte, jedenfalls nichts Zwingendes, nichts Durchdachtes. „Das Powerplay war manchmal etwas ungeordnet“, sagte Schmitt dazu, „und dann vergibt man Chancen.“

Marco Tucci zuletzt, davor auch Landeka – und natürlich Smeekes. Wobei sich speziell am Holländer (Motto: „Warum einfach, wenn“s auch kompliziert geht“) die Geister schieden. Was schon mit seiner taktischen Rolle begann. Als Sturmspitze scheint er irgendwie fehl am Platze, weil er dort seine Schnelligkeit nicht so ausspielen kann, beziehungsweise permanent ins Verderben, sprich Abseits rennt. Andererseits ist es sicher kein Zufall, das der „Paradiesvogel“ (Cast) an den drei Treffern in dieser Woche beteiligt war, wobei er die allesamt über die Flügel eingeleitet hat, das ist sein Terrain, wo er sich am wohlsten fühlt, nachdem ihm der Trainer in puncto Einstellung in der Winterpause schon die Leviten gelesen hat.

Bleibt abzuwarten, was in den nächsten Spielen – schon morgen in Sandhausen – überwiegt: Genie oder Wahnsinn. Denn in den kann Smeekes jeden Trainer treiben.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Traub, Mann, Gentner (62. Köpf) – Deigendesch (57. Tucci), Rosen – Traut, Parmak (65. Gambo), Landeka – Smeekes.

Erfurt: Orlishausen – Stenzel, Pohl, Loose, Schnetzler – Hauswald (73. Wolf), Peßolat, Rockenbach, Semmer (86. Carolus) – Pagenburg (46. Pinske), Cannizzaro.

Schiedsrichter: Christian Leicher (Weihmichl).

Tore: 1:0 Deigendesch (34.), 1:1 Pagenburg (43.), 1:2 Semmer (51.).

Rote Karte: Peßolat wegen groben Foulspiels (45.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers fehlt ein Knipser
Gegen Erfurt werden viele Torchancen vergeben – Bundesligisten an Salz dran

Stuttgart – Sie spielten mit heißem Herzen. Doch am Ende fehlte der kühle Kopf. Trotz vieler Torchancen und einem Mann mehr auf dem Platz verloren die Stuttgarter Kickers gegen RW Erfurt mit 1:2. Ein Rückschlag, aber noch lange nicht der Untergang im Kampf gegen den Abstieg.

VON JÜRGEN FREY

Joachim Cast gilt nicht gerade als Hitzkopf. Der Kickers-Manager wird in der Branche als ruhiger und sachlicher Vertreter geschätzt. In der Schlussphase des Drittligaspiels gegen Erfurt aber platzten die Emotionen aus ihm heraus. Er unterzog das Dach über der Trainerbank einem intensiven Materialtest. Nach jeder vergebenen Möglichkeit donnerte der 41-Jährige dagegen. „Es ist doch zum Verrücktwerden, wir haben nach dem 1:2-Rückstand 1000 Chancen und machen keine rein“, ärgerte sich Cast.

1000 waren es nicht, aber zumindest fünf glasklare Möglichkeiten versiebten Josip Landeka, Simon Köpf, Marco Tucci und zweimal Orlando Smeekes, der zudem noch elfmeterreif von den Beinen geholt wurde. Vor dem Tor versagten den leidenschaftlich kämpfenden Blauen die Nerven. Was zu der nüchternen Erkenntnis führt: Dem Team fehlt ein Torjäger, ein Knipser, der auch mal aus keiner Chance einen Treffer macht.

Smeekes ist pfeilschnell, ein guter Vorbereiter, doch ein Gerd Müller wird aus ihm garantiert nicht mehr. Große Alternativen nach dem Abgang von Angelo Vaccaro haben sich bisher nicht aufgedrängt. Marco Tucci und Danny Galm müssen stärker die Ellbogen ausfahren – ihnen fehlt die körperliche Robustheit. Die hat Sokol Kacani zwar, aber die Klasse für die dritte Liga blieb er in seinen Kurzeinsätzen bisher schuldig. Bleibt noch Michael Schürg. Er erarbeitete sich in der Hinrunde viele Chancen, zeigte vor dem Tor aber auch Nerven. Nach seinen Achillessehnenproblemen in der Vorbereitung sucht der 24-Jährige jetzt wieder den Anschluss ans Team.

Was Trainer Edgar Schmitt zu der Problematik sagt? „Natürlich müssen wir vor dem Tor cleverer werden“, beklagt er das Unvermögen im Strafraum, doch gleichzeitig nimmt er die Spieler auch in Schutz: „Wenn wir nicht so ungeordnet anrennen, tun sich die Angreifer auch leichter.“

Das soll schon morgen (19 Uhr) im Nachholspiel beim SV Sandhausen besser werden. Mustafa Parmak (verstauchter Knöchel am Sprunggelenk) wird auf der Bank sitzen, für ihn beginnt Bashiru Gambo. „Mund abputzen und weitermachen“, gibt Kapitän Alexander Rosen als Motto aus. Auch Manager Cast dürfte sich wieder abreagiert haben – und die nicht ganz leichten Planungen für die kommende Runde vorantreiben. Immer wahrscheinlicher wird der Abgang von Torwart Manuel Salz. „Er wird kaum zu halten sein“, sagt sein Berater Ronny Zeller und spricht von mehreren Anfragen, darunter auch zwei aus der Bundesliga. Es sieht so aus, als hätten die Blauen bald nicht mehr nur das Problem des fehlenden Knipsers.

Neue Spieltermine: Union Berlin – Kickers (12. April, 14 Uhr), Kickers – Jahn Regensburg (15. April, 19 Uhr/Gazistadion).

Stuttgarter Nachrichten

Ganz schnell abhaken

Die Stuttgarter Kickers verlieren durch die 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt wieder an Boden im Abstiegskampf

Stuttgart – Aufwärtstrend gestoppt: Die Stuttgarter Kickers haben die Chance verpasst, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge, die im Abstiegskampf Mut machten, erlitt der Fußball-Drittligist beim 1:2 (1:1) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt einen herben Rückschlag. Durch die Heimniederlage vergrößerte sich der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze wieder auf fünf Punkte.

Von Beate Wockenfuß

Die Tristesse unterm Fernsehturm ist schneller zurück als befürchtet. Während die Erfurter Fans ihr Team, das 45 Minuten in Unterzahl spielte und die Partie trotzdem drehte, feierten, lagen die „Blauen“ deprimiert und erschöpft auf dem Rasen. Kickers-Trainer Edgar Schmitt raste fauchend in die Kabine, Verteidiger Torsten Traub stapfte ebenso wütend hinterher – und der glücklose Stürmer Orlando Smeekes brüllte seinen Frust in den Katakomben heraus. „Wir hatten in der zweiten Hälfte Chancen für zwei Spiele“, resümierte Kapitän Alexander Rosen nach dem erfolglosen Powerplay der leidenschaftlich kämpfenden Hausherren enttäuscht. „Wenn man so aus der Unordnung spielt, dann vergibt man eben auch große Chancen“, ärgerte sich Coach Schmitt und ergänzte frustriert: „Vielleicht war auch ein bisschen Unvermögen dabei.“Benedikt Deigendesch hatte die Kickers in der 34. Minute in Führung gebracht und dabei von einem Fehler des Erfurter Torhüters Dirk Orlishausen profitiert, der den Ball fallen gelassen hatte. Chhunly Pagenburg glich vor der Pause zum 1:1 (43.) aus. Dass Matthias Peßolat kurz danach wegen eines groben Fouls an Mustafa Parmak Rot (45.+1) sah, ließ die Hoffnungen der Kickers auf den dritten Sieg in Folge wachsen. Doch daraus wurde nichts. Nach einem Fehler des ansonsten guten Rechtsverteidigers Moritz Steinle gelang Tino Semmer das 2:1 (51.). Danach zog sich Erfurt zurück – und sowohl Smeekes (54., 89.) als auch Marco Tucci (59., 81.), Josip Landeka (64.) und Simon Köpf (74.) vergaben kläglich. „Die Niederlage ist ärgerlich, aber wir müssen sie jetzt ganz schnell abhaken“, forderte Rosen. Viel Zeit zum Nachtrauern bleibt den Kickers sowieso nicht. Bereits morgen (19 Uhr) treten sie zum Nachholspiel beim SV Sandhausen an. Schmitt blickt weiter optimistisch gen Klassenverbleib. „Wir werden es schaffen. Die Jungs sind da, sie können jeden Gegner schlagen“, betont er und ist sich sicher: „Da wird noch sehr viel passieren. Wir werden Vereine einholen, die noch gar nicht damit rechnen.“

Statistik
Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Traub, Gentner (62. Köpf) – Deigendesch (57. Tucci), Rosen – Traut, Parmak (65. Gambo), Landeka – Smeekes.

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen – Stenzel, Pohl, Loose, Schnetzler – Hauswald (73. Wolf), Peßolat, Rockenbach, Semmer (86. Carolus) – Pagenburg (46. Pinske), Cannizzaro.

Schiedsrichter: Leicher (Weihmichl).

Zuschauer: 3690.

Tore: 1:0 Deigendesch (34.), 1:1 Pagenburg (43.), 1:2 Semmer (51.).

Gelbe Karten: Gambo / Schnetzler, Semmer, Hauswald, Rockenbach.
Rote Karte: – / Peßolat (45.+1/grobes Foulspiel).
Beste Spieler: Salz, Rosen / Rockenbach, Semmer.

Eßlinger Zeitung

Peßolat sieht den Roten Karton
Engagierte Erfurter siegen in Unterzahl
Rot-Weiß Erfurt gelang es trotz der 1:0-Führung der Kickers und der Roten Karte von Peßloat, drei Punkte aus Stuttgart mit nach Hause zu nehmen. Eine gute Moral und die Treffer von Pagenburg und Semmer besorgten den Auswärtssieg.

Trotz des 2:1-Erfolges gegen Unterhaching änderte Kickers-Coach Edgar Schmitt seine Startformation auf vier Positionen: Deigendesch, Gentner, Traut und Parmak ersetzten Köpf, Ortlieb, Galm und Gambo.

Auch Rot-Weiß Erfurts Trainer Karsten Baumann sah nach dem enttäuschenden 1:4 gegen Paderborn Handlungsbedarf und ließ für Möckel und Cinaz Loose und Peßolat von Beginn an auflaufen.

Sowohl die Kickers als auch die Erfurter starteten engagiert in die erste Hälfte dieser Partie und begannen früh, Druck auf den Gegner aufzubauen. Die Spielanteile waren ausgeglichen, eine klare Dominanz einer der beiden Teams nicht abzusehen, ehe die Schmitt-Elf nach einer halben Stunde einen Gang höher schaltete. Die Bemühungen der Stuttgarter wurden prompt belohnt: Die Flanke von Smeekes konnte Orlishausen erst noch abwehren, doch Deigendesch traf im Nachschuss zum 1:0 (34.). Die Erfurter zeigten sich von diesem Gegentor jedoch unbeeindruckt und spielten munter nach vorne und erzielten noch vor dem Pausenpfiff durch den Ex-Nürnberger Pagenburg den Ausgleichstreffer (43.). Doch dann gab es noch einen Aufreger von Seiten der Rot-Weißen, als Peßolat nach grobem Foulspiel an Parmak die Rote Karte sah (45.+2). Nun musste die Baumann-Elf eine komplette Halbzeit in Unterzahl auskommen.

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer Überraschung: Die dezimierten Erfurter begannen trotz Unterzahl offensiv und schienen sich mit einem Punkt nicht zufrieden geben zu wollen und waren in ihrem Bemühen rasch erfolgreich. In der 52. Spielminute überwand Semmer nach einem Alleingang Kickers-Keeper Salz zum 2:1 und drehte die Partie. Die Kickers waren nicht in der Lage, Kapital aus der zahlenmäßigen Überlegenheit zu schlagen. Die verbliebenen zehn Erfurter kämpften um die drei Punkte und ließen wenige Möglichkeiten für den Stuttgarter Ausgleich zu. Somit gewannen die Gäste nach guter moralischer und spielerischer Leistung verdient mit 2:1.

Die Stuttgarter Kickers müssen am kommenden Dienstag in Sandhausen ran und Erfurt erwartet mittwochs den VfR Aalen.

Kicker

Kickers II siegen in Walldorf

Das U23 Team der Stuttgarter Kickers gewintn bei Astoria Walldorf mit 4:1. Mijo Tunjic konnte die Blauen durch einen Doppelschlag (24. und 26. Spielminute) auf die Siegesstraße führen. Nach einem Platzverweis für die Hausherren kamen diese in der 56. Minute zum Anschlußtreffer. Kurz vor Ende der Begegnung konnte Michelle Rizzi den Dreier perfekt machen. In der Nachspielzeit setzte Maikel Boric sogar noch einen drauf.

Durch diesen Sieg haben sich die Kickers im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Der Vorsprung vor den Abstiegsrängen beträgt nach 19 Spielen neun Punkte. Am kommenden Sonntag erwarten die Kickers den Bahlinger SC.

Vorberichte Stuttgarter Kickers – Rot-Weiß Erfurt

Kickers empfangen RW Erfurt

Mann und Gambo sind im Kader
STUTTGART (ump). In der dritten Fußballliga geht es nach den vielen Spielausfällen nun Schlag auf Schlag. Das muss kein Nachteil sein, wenn man einen guten Lauf hat – wie die Stuttgarter Kickers. Die Mannschaft des Trainers Edgar Schmitt hat nach zuletzt zwei Siegen heute (14 Uhr) zu Hause gegen Rot-Weiß Erfurt die große Chance, die rote Laterne abzugeben. Doch der Trainer Edgar Schmitt warnt davor, dies als Selbstläufer zu betrachten. „Die Mannschaft kommt über Kraft und Einsatz, da wird es bei der Beanspruchung auch Rückschläge geben.“ Andererseits setzen die Kickers im Abstiegskampf auf ihren vergleichsweise großen Kader, der immer mal wieder Rotationen erlaubt. So wird Sascha Traut nach seiner Gelbsperre wohl ebenso wieder in die Mannschaft rücken wie die zuletzt nur eingewechselten Benedikt Deigendesch und Thomas Gentner; die am Mittwoch verletzt ausgeschiedenen Bashiru Gambo und Marcus Mann zählen zwar wieder zum Kader, werden aber möglicherweise zunächst einmal geschont.

Stuttgarter Zeitung

Kickers gegen Erfurt in Bestbesetzung

Stuttgart (kli) – Tabellen-Schlusslicht Stuttgarter Kickers will im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt an diesem Samstag (14 Uhr) seine Aufholjagd fortsetzen und mit dem dritten Sieg in Folge den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen weiter verkürzen. In der Partie gegen Erfurt kann der Fußball-Drittligist personell aus dem Vollen schöpfen. Die im Nachholspiel gegen Unterhaching (2:1) am Mittwoch ausgewechselten Bashiru Gambo (Muskelverletzung im Adduktorenbereich) und Marcus Mann (Gehirnerschütterung) sind wieder fit. Ob Trainer Edgar Schmitt sie erneut in der Startelf aufstellt, ist offen. „Eigentlich ist Marcus Mann gesetzt, aber es kann gut sein, dass ich ein bisschen rotiere“, sagt Schmitt. Die Alternative: Für Mann könnte Markus Ortlieb in die Abwehrkette rücken. Auf dessen Position im defensiven Mittelfeld käme dann Benedikt Deigendesch zum Einsatz. Anstelle von Spielmacher Gambo steht wohl Mustafa Parmak erstmals in der Startformation.

Stuttgarter Nachrichten

Hält die Siegesserie heute gegen Erfurt? Kickers im Dauerstress
Von KLAUS HENRICH

Die Stuttgarter Kickers und ihre Aufholjagd in der 3. Liga. Nach zwei Siegen in Folge wollen die Blauen heute gegen Erfurt (14 Uhr, Gazi-Stadion) nachlegen und möglichst die rote Laterne endlich abgeben.

Stuttgarter Kickers: Kickers im Dauerstress
Trainer Edgar Schmitt: „Unser Selbstvertrauen ist riesig, die Spieler haben wieder Freude, die Moral ist intakt.“ Aber der Coach weiß auch, dass der Dauerstress der vielen englischen Wochen (durch die wetterbedingten Absagen) eine riesige Herausforderung ist.

Sieben Spiele in 24 Tagen stehen auf dem Programm. Bereits Dienstag geht‘s in Sandhausen weiter.

Euro-Eddys Zauberformel gegen den Stress heißt Rotation.

Zum Glück haben die Blauen einen großen Kader. Schmitt: „Als ich im Oktober anfing, hatten wir gerade elf gesunde Spieler im Training, jetzt sind es 28.“ Die kann der Coach gut gebrauchen.

Auch heute wird es wieder eine neue Startformation geben. Wie es aussieht, werden Sascha Traut und Thomas Gentner ins Team rücken. Orlando Smeekes ist gesetzt. Der fliegende Holländer, der beide Vorlagen zu den Treffern gegen Haching gab, soll die Blauen zum Sieg führen.

BILD

Die Presse läutet die Aufholjagd der Kickers ein und sieht Parallelen zum Vorjahr

Folgt die nächste Aufholjagd?
Kickers: Parallelen zum Vorjahr

STUTTGART. So schnell kann es gehen: Vor fünf Tagen hatten die Kickers in der dritten Fußballliga neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, jetzt sind es nur noch vier. Die Situation erinnert ein wenig an das Vorjahr.

Von Joachim Klumpp

Das höchste Lob kam aus dem Munde des gegnerischen Trainers. „Wenn man die Mannschaft von Stuttgart gesehen hat, glaubt man nicht, dass die am Tabellenende steht“, sagte Ralph Hasenhüttl von der Spvgg Unterhaching nach der 1:2-Niederlage, „sie hat ein starkes Spiel gemacht.“ Wer hätte das nach dem bescheidenden Auftritt und der 0:2-Niederlage vor fünf Wochen in Düsseldorf gedacht. Wohl kaum jemand.

Parallelen zum Vorjahr sind erkennbar, als die Kickers nach dem 0:1 gegen Bayern München II fast schon abgeschrieben waren – und anschließend von 13 Spielen nur noch zwei verloren haben. Damals ging es um die Qualifikation zur dritten Liga, jetzt geht es um den Klassenverbleib. Neun Punkte betrug der Rückstand zum rettenden 16. Platz vor fünf Tagen, nun sind es nur noch vier.

Das nennt man wohl Déjà-vu. „Das erinnert mich schon ein wenig an das letzte Jahr“, sagt der Kapitän Alexander Rosen. „Auch jetzt ist ein deutlicher Unterschied zur Vorrunde erkennbar.“ In der Tat: vor allem nach gut einer Stunde haben die Kickers am Mittwoch noch einmal zugelegt. „Da sieht man, was ein fittes Team ausmacht“, sagt der Trainer Edgar Schmitt. Die Spieler haben in den vergangenen Wochen zwar nicht selten gestöhnt, doch die Arbeit scheint sich auszuzahlen. „Durch die vielen Spielausfälle hatten wir praktisch eine zweite Vorbereitungphase“, sagt Schmitt. Inklusive des Trainingslagers am Gardasee, an dem sich die Spieler finanziell beteiligt haben. „Für diesen Aufwand sind wir jetzt endlich belohnt worden“, betont der Siegtorschütze Josip Landeka.

Nicht nur dafür. Auch die Verstärkungen zahlen sich aus. Im Vorjahr hat Alexander Rosen, aber auch Ferhat Cerci, zum Aufschwung beigetragen. Diesmal haben die Kickers sogar mehr getan, als zunächst geplant war. Fünf Neue kamen, nur einer (Angelo Vaccaro) ging. Das steigert zunächst die Quantität und damit auch den Konkurrenzkampf, dem am Mittwoch zum Beispiel der ehemalige Kapitän Jens Härter zum Opfer fiel, der nur auf der Tribüne saß. Oder der Stürmer Marco Tucci, der nicht einmal als Joker zum Zuge kam, was mit den verletzungsbedingten Auswechslungen von Bashiru Gambo und dem Innenverteidiger Marcus Mann zu tun hatte, deren Einsatz am Samstag gefährdet ist. Also wird gegen Erfurt weiter rotiert: Benedikt Deigendesch und Thomas Gentner sollen in die Startelf rücken.

Die 29 Mann im Kader steigern aber auch die Qualität. So hat Schmitts Wunschspieler Torsten Traub der Abwehr mehr Stabilität verliehen, Simon Köpf eben Härter verdrängt. Danny Galm hat sicher noch mehr Potenzial, während Mustafa Parmaks Stärken in Degerloch bekannt sind. Die zeigte er eindrucksvoll nach seiner Einwechslung: Er entwickelte Druck und Torgefahr. „Ich habe das Beste daraus gemacht“, sagt der Spieler, dem nur noch die Fitness für 90 Minuten fehlt.

Ganz im Gegensatz zu Orlando Smeekes, der förmlich aufblüht und nicht von ungefähr beide Treffer mustergültig vorbereitet hat. Der Niederländer, der in der Winterpause noch Abwanderungsgedanken hegte, entwickelt sich – nach eindringlichen Appellen des Trainers – zu einem uneigennützigen Spieler. „Der Charakter der Mannschaft stimmt einfach“, sagt der Kapitän Alexander Rosen.

„Und wir haben auch das Glück, das in der Vorrunde oft gefehlt hat“, sagt der Manager Joachim Cast. Zum Beispiel, als der Schiedsrichter einen Treffer von Anton Fink wegen vermeintlichen Handspiels nicht anerkannte. Doch wie fügte Cast hinzu: „Glück hat nur der Tüchtige.“ Und tüchtig sind die Kickers. „Wir haben in diesem Jahr nur sieben freie Tage gehabt“, sagt Schmitt. Der achte kündigt sich an. Am Sonntag, unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen Erfurt.

Stuttgarter Zeitung

Jetzt nicht lockerlassen
Bei den Kickers deuten sich erste Parallelen zur Aufholjagd 2009 an

Stuttgart – Zwei Siege in Folge machen es möglich: Für Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers ist das rettende Ufer wieder in Sichtweite. Erinnerungen an die Aufholjagd in der vergangenen Saison werden wach. Kapitän Alexander Rosen gibt das Motto vor: „Jetzt bloß nicht lockerlassen.“

VON JÜRGEN FREY

Bei Niederlagen steht der Präsident schon mal alleine da. Doch nach Siegen ist es Tradition, dass nach dem Abpfiff die Präsidium- und Aufsichtsratsmitglieder von der Tribüne runter an den Spielfeldrand kommen. Nach dem 2:1 gegen Unterhaching waren es besonders viele – und Schatzmeister Friedrich Kummer konnte das Glück kaum fassen. „Zwei Siege in Folge – ich glaube es nicht“, sagte er erleichtert. Die Kickers mischen wieder mit. Statt neun Punkten Rückstand vor dem 2:0 in Aue sind es jetzt nur noch vier. Vor dem Spiel am Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen Rot-Weiß Erfurt deuten sich erste Parallelen zum Vorjahr an:

Die Fitness: Wie vor einem Jahr Stefan Minkwitz konnte auch sein Nachfolger Edgar Schmitt erst in der Winterpause die Mannschaft nach seinen Vorstellungen entscheidend prägen. Auffallend: Bei der Aufholjagd zur Drittliga-Qualifikation hatten die Kickers ihre Gegner teilweise in Grund und Boden gerannt. Und auch jetzt, in Aue und gegen Unterhaching, konnten die Blauen am Ende zulegen. Die Spieler präsentierten sich spritzig und topfit. „Vor allem die vierwöchige Pause nach dem 0:2 in Düsseldorf kam uns sehr entgegen“, sagt Rosen.

Die Psyche: Wie in der Saison 2007/08 war auch diesmal bei den Blauen schnell in den Köpfen drin, dass nichts anderes zählt als das sportliche Überleben. Die aktuellen Mitkonkurrenten wie Carl Zeiss Jena oder der VfR Aalen hatten ganz andere Ziele. Im Kampf gegen den Abstieg nun den Schalter umzulegen, dürfte für diese Teams nicht einfach werden. Hinzu kommt: Bei den Blauen wächst mit jedem Sieg das Selbstvertrauen. Und Rosen ist sich sicher: „Die Rolle des Jägers ist bisweilen einfacher und kann für uns wieder zum Vorteil werden.“

Die Atmosphäre: Auf dem Spielfeld präsentiert sich das Team als kompakte und kampfstarke Einheit. Die Spieler zeigen großen Siegeswillen. Folge: Beim leidenschaftlichen Auftritt gegen Unterhaching sprang der Funke aufs Publikum über. Rosen: „Keiner in der Mannschaft kocht sein eigenes Süppchen, der Teamgeist ist spürbar, das honorieren die Zuschauer.“

Die Alternativen: Vergangenes Jahr war Rosen im Winter dazugekommen und entwickelte sich zur Leitfigur. Jetzt bekam er mit Routinier Torsten Traub Verstärkung. Auch die anderen Neuen sorgen dafür, dass der Konkurrenzkampf das Geschäft bei den Blauen belebt. Rosen: „Wir können nun auch von der Bank Qualität nachlegen.“ Getreu dem Motto: Bloß nicht lockerlassen.

Stuttgarter Nachrichten

Am Samstag in Walldorf

Erst ein Spiel konnte die U23-Mannschaft der Stuttgarter Kickers in diesem Jahr bestreiten und nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim VfR Mannheim, steht am kommenden Samstag die zweite Partie des Jahres 2009 auf dem Programm. Gegner ist der FC Astoria Walldorf, Anpfiff ist um 15.00 Uhr im Astoria Stadion.

Auch die Badener mussten am letzten Wochenende pausieren, das Spiel gegen Au/Iller musste aufgrund des schlechten Wetters genauso abgesagt werden, wie das Spiel der Kickers gegen Durlach. Die Walldorfer nutzen den Ausfall, um gegen den Verbandsligisten FC 07 Heidelsheim zu testen und kamen dabei zu einem klaren 4:1-Sieg.

Zweimal im Kader der ersten Mannschaft, Luis Rodrigues

Nach den Ergebnissen der letzten beiden Spieltage ist die Abstiegszone für die „kleinen“ Blauen wieder näher gerückt. „Das kann noch ganz schön eng werden in dieser Saison“, meint Kickers-Trainer Björn Hinck. Sechs seiner Spieler trainieren momentan in der ersten Mannschaft, zuletzt auch Luis Rodrigues, der den verletzten Benjamin Huber ersetzte.

Dazu kommen die beiden A-Juniorenspieler Patrick Auracher und Fabio Leutenecker , die wieder in den Kader der U19 rückten, um das Unternehmen Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga zu unterstützen. Dort kam am vergangenen Wochenende auch Sandro Abruscia zum Einsatz. Die Kickers-U19 gewann übrigens mit 2:0 beim Nachwuchs des FC Astoria Walldorf.

Mit 22 Punkten belegen die Kickers derzeit den 12. Tabellenplatz, drei Punkte vor dem Viertletzten VfR Mannheim, der sich durch zwei Siege in Folge aus dem Tabellenkeller herausarbeitet.

Offizielle Homepage

Presse zu Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching (2:1)

Die Kickers feiern – ganz leise
Der Trainer Edgar Schmitt denkt nach dem 2:1-Sieg gegen die Spvgg Unterhaching auch an die Opfer des Amoklaufs

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben im Nachholspiel der dritten Liga gestern Abend drei weitere wichtige Punkte eingefahren. „Der größere Siegeswille war entscheidend“, sagte der Manager Joachim Cast nach dem 2:1 (1:1) gegen Unterhaching.

Von Joachim Klumpp

Wie war das noch gleich? Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – oder doch umgekehrt? Egal, die Stuttgarter Kickers können diese Redensart drehen, wie sie wollen. Am Samstag erkämpften sie sich ein 2:0 in Aue, um zwei Tage später in einer Feuerbacher Lokalbrauerei bei einem gemeinsamen Abend das Wir-Gefühl zu stärken. Gestern stand wieder die Arbeit auf dem Programm, erfolgreich – mit dem 2:1-(1:1-)Sieg gegen die Spvgg Unterhaching, womit sogar die Vorgabe des Präsidiums, vier Punkte aus zwei Spielen, übertroffen wurde.

Dabei war den Verantwortlichen zunächst einmal gar nicht nach feiern zumute, der Amoklauf von Winnenden hatte seine Spuren hinterlassen. Zum Gedenken an die Opfer wurde auf jegliche Musikeinlagen und Werbedurchsagen verzichtet, zudem noch eine Gedenkminute eingelegt. In Anbetracht der tragischen Ereignisse beließ es auch der Kickers-Trainer Edgar Schmitt bei einem kurzen Kommentar: „Wir haben Glück gehabt und sind froh über die drei Punkte.“ Zumal Marcus Mann mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste und die Gäste aus Unterhaching zunächst den besseren Start erwischten, so dass der Torhüter Manuel Salz gegen den Torjäger Anton Fink klären musste (15.).

Drei Minuten später dann fiel das Tor – auf der Gegenseite. Nach herrlicher Vorarbeit von Orlando Smeekes traf Bashiru Gambo von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 1:0. So konnte es weitergehen. Ging es aber nicht. Denn fünf Minuten später hatte Unterhaching ausgeglichen, durch einen von Fink sicher verwandelten Elfmeter, nachdem Marcus Mann zuvor Francisco Copado am Fuß erwischt hatte; eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Und ein Ergebnis, das zur Pause auch nicht unverdient war, denn die Gäste hatten mehr vom Spiel, die Kickers setzten vor 2660 Zuschauern, darunter der Extrainer Robin Dutt, auf Konter und hatten Pech, dass Landekas Freistoß von Kampa gerade noch so über die Latte gelenkt wurde.

Nach dem Wechsel kam bei den Kickers dann Mustafa Parmak für den angeschlagenen Gambo (Adduktorenzerrung) und damit mehr Schwung nach vorne. Haching aber blieb gefährlich, vor allem durch Anton Fink. „In der Phase nach der Pause wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden gewesen“, gab der Kickers-Manager Joachim Cast zu, „bevor wir Harakiri spielen.“ Doch von ihrem Siegeswillen ließen sich die Kickers nicht abbringen. Parmak per Freistoß, Smeekes und auch Köpf hatten das Tor auf dem Fuß. Das machte dann aber Josip Landeka, der den Ball, wiederum nach Pass von Smeekes, aus kurzer Entfernung über die Linie drückte (80.).

Hachings Trainer Ralph Hasenhüttl sagte: „Wir müssen jetzt versuchen, wieder in die Spur zu kommen.“ Die Kickers sind es schon – und haben nur noch vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Aber auf die Arbeit folgt diesmal dennoch kein Vergnügen. Heute sollte zwar ein Sponsorentermin auf dem Programm stehen, doch der wurde abgesagt: nicht wegen des Amoklaufs, sondern aus organisatorischen Gründen.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann (68. Deigendesch), Traub, Köpf – Rosen, Ortlieb – Galm (58. Gentner), Gambo (46. Parmak), Landeka – Smeekes.

Unterhaching: Kampa – Susak, Bucher (83. Schweinsteiger), Hain, Schulz – Oliver Fink, Tyce, Balkan (87. Villar), Zillner – Copado, Anton Fink (83. Konrad).

Tore: 1:0 Gambo (18.), 1:1 Anton Fink (23., Foulelfmeter), 2:1 Landeka (80.).

Stuttgarter Zeitung

2:1 – Die Aufholjagd der Kickers geht weiter
Gambo und Landeka treffen gegen Unterhaching

Stuttgart – Die Kickers haben im Kampf um den Klassenverbleib in der dritten Liga ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den Fünften SpVgg Unterhaching gewannen die Blauen am Mittwochabend 2:1 (1:1). „Wir haben so oft Pech gehabt“, jubelte Siegtorschütze Josip Landeka, „diesmal sind wir für unseren Einsatz belohnt worden.“

VON JÜRGEN FREY

Der Amoklauf in Winnenden und Wendlingen hat auch in Degerloch Bestürzung ausgelöst. Die Kickers verzichteten vor dem Spiel auf Musik und Werbedurchsagen, die Akteure beider Teams trugen einen Trauerflor.

Wer erwartet hatte, dass die Kickers nach dem Auswärtssieg in Aue volle Pulle losstürmen, wurde enttäuscht. Das Schlusslicht hatte großen Respekt vor dem Gegner – bis zur 18. Minute. Stürmer Orlando Smeekes setzte sich gegen SpVgg-Kapitän Ralf Bucher durch, und Bashiru Gambo traf nach feiner Vorlage des Niederländers ins Eck.

Kaum hatte er sein Freudentänzchen beendet, leistete sich der Mittelfeldmann aus Ghana einen Fehlpass. Den Konter der Gäs- te stoppte Kickers-Innenverteidiger Marcus Mann im Strafraum durch ein Foul an Francisco Copado. Der Rückkehrer aus Hoffenheim war vor dem Spiel von der SpVgg zu einer Strafe von 500 Euro verdonnert worden, weil er nach dem 1:3 in Sandhausen seine Kollegen kritisiert hatte („Sie haben gespielt wie Mädchen“). Anton Fink war“s egal, er nutzte den Elfmeter zum 1:1 (21.).

Fortan war Feuer drin im Spiel. Copado, dem die Fans Theatralik unterstellten, wurde ausgepfiffen, und es gab auch andere Nicklichkeiten. Spielerisch allerdings lief hüben wie drüben wenig zusammen. Einen Freistoß von Josip Landeka faustete Unterhachings Keeper Darius Kampa aus dem Winkel (43.). Nach dem Wechsel änderte sich wenig: Die Kickers rannten und kämpften, Akzente nach vorne aber setzten sie kaum. Bester Beleg: Danny Galm drosch den Ball kläglich übers Tor (56.).

Doch die Kickers gaben nie auf, spielten voll auf Sieg – auch Ex-Coach Robin Dutt und VfB-Profi Sami Khedira waren beeindruckt. Die nach der Pause zunächst besseren Unterhachinger ließen nach, und der enorme Wille der Blauen wurde belohnt. Zunächst scheiterten Smeekes (75.) und Simon Köpf (76.) noch, doch dann setzte sich Smeekes erneut durch. Seine scharfe Hereingabe drückte Landeka über die Linie (80.). Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, die Erleichterung war groß. Die Fans sangen „Der SVK ist wieder da“, und Manager Joachim Cast lobte: „Der größere Wille hat gesiegt. Wenn wir so auftreten, bleiben wir drin.“

Einzige Sorge: Am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt drohen Gambo (Adduktoren) und Mann (Gehirnerschütterung) auszufallen – beide mussten gegen Unterhaching ausgewechselt werden.

Stuttgarter Nachrichten

Da waren es nur noch vier
Kickers verkürzen Punktabstand auf Nichtabstiegsplätze – 2:1-Sieg gegen Unterhaching

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Gestern Abend schlug das Tabellenschlusslicht der dritten Fußball-Liga die fünftplatzierte SpVgg Unterhaching im heimischen Gazi-Stadion mit 2:1 (1:1). Nach dem vierten Saisonsieg sind die Kickers nur noch vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt.

Von Beate Wockenfuß

„Wir haben Glück gehabt und sind froh, dass wir gewonnen haben“, bilanzierte Trainer Edgar Schmitt bei der Pressekonferenz, die wegen der traurigen Ereignisse des Tages sehr kurz ausfiel. Beide Mannschaften spielten wegen des Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen mit Trauerflor. Vor der Partie gab es eine Schweigeminute, jegliches Rahmenprogramm wurde abgesagt. Schmitt nahm im Vergleich zum 2:0-Sieg in Aue vier Änderungen in der Aufstellung vor: Neben den zuletzt gesperrten Alexander Rosen und Orlando Smeekes rückten überraschend auch Simon Köpf und Danny Galm ins Team. Die Kickers kamen nach zähem Beginn in der 18. Minute mit ihrer ersten Chance zum Führungstreffer: Nach einer weiten Flanke von Josip Landeka ­lief Mittelstürmer Orlando Smeekes über das halbe Feld und passte schließlich zurück zu Bashiru Gambo, der von der Strafraumgrenze zum 1:0 vollendete.Vier Minuten später tauchte auch Unterhaching erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, woraus prompt der Ausgleich entstand: Nach einem Zweikampf von Francisco Copado mit Marcus Mann, der später mit einer bereits früh erlittenen Gehirnerschütterung ausschied, pfiff der Schiedsrichter zum Entsetzen der Stuttgarter Elfmeter. Anton Fink verwandelte den Strafstoß zum 1:1. Danach wurde die Partie deutlich ruppiger, es gab viele Unterbrechungen. In der 42. Minute hätte Landeka die Kickers per Freistoß fast wieder in Führung gebracht, doch Darius Kampa im Hachinger Tor parierte stark. In der zweiten Hälfte feierte der euphorisch empfangene Rückkehrer Mustafa Parmak, der Gambo (Adduktorenzerrung) ersetzte, sein Heim-Debüt. Es entwickelte sich nun ein leidenschaftliches Kampfspiel. Die größte Möglichkeit der Kickers vergab zunächst Galm nach Vorarbeit von Parmak und Smeekes kläglich (56.). In der 80. Minute fiel das glückliche 2:1 aber doch noch: Nach Vorarbeit des starken Smeekes schob Landeka zum Stuttgarter Siegtreffer ein. „Wir haben phasenweise etwas Glück gehabt“, räumte Manager Joachim Cast ein. „Aber Glück hat eben nur der Tüchtige. Wir haben den größeren Siegeswillen und mehr Leidenschaft gezeigt und daher verdient gewonnen.“

Statistik
Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann (68. Deigendesch), Traub, Köpf – Ortlieb, Rosen – Galm (58. Gentner), Gambo (46. Parmak), Landeka – Smeekes.

SpVgg Unterhaching: Kampa – Susak, Bucher (84. Konrad), Hain (84. Schweinsteiger), Schulz – Tyce – Oliver Fink, Balkan (86. Villar), Zillner – Copado, Anton Fink.

Schiedsrichter: Schößling (Leipzig).

Zuschauer: 2660.

Tore: 1:0 Gambo (18.), 1:1 Anton Fink (23./Foulelfmeter), 2:1 Landeka (80.).

Gelbe Karten: Salz, Galm, Rosen, Ortlieb / Balkan, Hain, Schulz, Susak, Tyce.

Beste Spieler: Smeekes, Salz / Zillner, Anton Fink.

Eßlinger Zeitung

Dritte Niederlage für Haching in Folge
Landeka lässt die Kickers hoffen
Die Stuttgarter Kickers schöpfen nach dem zweiten Sieg in Serie neue Hoffnung im Abstiegskampf, bleiben aber mit vier Zählern Rückstand auf das rettende Ufer weiter Tabellenletzter. Unterhaching, über weite Strecken das aktivere Team, kassierte die dritte Niederlage in Folge und hat den Anschluss zu den Aufstiegsrängen endgültig verloren.

Vier Änderungen nahm Kickers-Trainer Edgar Schmitt trotz des ersten Auswärtssieges – 2:0 in Aue – vor: Köpf verteidigte für Gentner, im Mittelfeld kamen Galm und der zuletzt gesperrte Kapitän Rosen für Deigendesch und Traut (5. Gelbe Karte) zum Zug. Smeekes stürmte nach abgesessener Sperre für Kacani. Haching-Coach Ralph Hasenhüttl konnte gegenüber dem 1:3 in Sandhausen wieder auf die zuletzt gesperrten Susak und Tyce zurückgreifen. Susak begann für Oliver Fink in der Abwehrkette, der rückte ins Mittelfeld vor. Konrad musste weichen. Tyce verdrängte Copado, der anstelle von Rathgeber neben Anton Fink stürmte.

Unterhaching erwischte den besseren Start im Gazi-Stadion, Torjäger Anton Fink (16.) scheiterte aber an Kickers-Torwart Salz. Besser machte es Gambo auf der Gegenseite, der von der Strafraumlinie abzog und Kampa im Tor der SpVgg keine Chance ließ. Die Münchner Vorstädter hatten aber die passende Antwort parat. Copado wurde im Strafraum zu Fall gebracht, Anton Fink markierte vom Punkt seinen 14. Saisontreffer. In der Folge hatten die Gäste mehr Spielanteile, die größte Chance ergab sich aber den Stuttgartern: Landeka fand mit einem Freistoß in Kampa seinen Meister.

Bei den Schwaben musste Torschütze Gambo verletzt raus, Parmak kam ins Spiel. Das hatte zunächst wieder Haching unter Kontrolle, richtig zwingend agierte die Elf von Ralph Hasenhüttl aber nicht. Nach einer Stunde landete der Ball zwar im Netz der Kickers, dem vermeidlichen Tor von Anton Fink verweigerte Schiedsrichter Schößling aufgrund eines Handspiels aber die Anerkennung. Eine Viertelstunde vor dem Ende legte Stuttgart noch einmal zu und wurde belohnt. Landeka (80.) drückte einen Querpass über die Linie.

Kickers können am kommenden Samstag zu Hause gegen Erfurt nachlegen, für Unterhaching gilt es am Samtag daheim im Derby gegen Regensburg den Negativtrend zu stoppen.

Kicker