StN: Kickers zurück aus Tirol

Schneekönig Deigendesch 

Stuttgart (jüf) – Es wurde an der Ausdauer gearbeitet und der Zusammenhalt gestärkt. Die Stuttgarter Kickers zogen am gestrigen Mittwoch ein positives Fazit ihres Winter-Kurztrainingslagers in Tirol. Besonders wichtig: Keiner hat sich beim Stürmen der Gipfel verletzt. Eine Skitrekkingtour und einen Biathlon-Staffel-Wettbewerb im Ridnauntal überstanden die Spieler des Fußball-Regionalligisten unbeschadet. Als Könner im Schnee entpuppte sich dabei Mittelfeldspieler Benedikt Deigendesch. Den gebürtigen Allgäuer krönte Trainer Stefan Minkwitz zum Schneekönig.

Bis zum Punktspielstart am 1. März (14 Uhr) gegen den SC Pfullendorf feilen die Blauen nun in Degerloch an Technik und Taktik. Die nächste Gelegenheit zum Testen bietet sich am kommenden Samstag (14 Uhr): Dann spielen die Blauen beim Bayernligisten TSG Thannhausen.

Stuttgarter Nachrichten

Dartturnier für Believe-in-Blue

Auf Initative des Kickers – Fans Andreas Patalen findet am Samtag 23. Februar 2008 im Zippis Pub Fellbach ein Dartturnier zu Gunsten der Aktion Believe in Blue statt. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Mannschaften begrenzt. Nebenbei gibt es noch ein 301 „Single Out“ Wettbewerb und gesucht wird zudem der zielsicherste Schütze.
Als weiteres Highlight gilt der Auftritt von Atze Bauer. Der Musik und Comedykünstler bringt jede Menge Schwung in die anschließende Fanparty, die nach dem Dartturnier gegen 21.00 Uhr stattfinden wird. Die Hälfte der Startgebühr stellt Organisator Andreas Patalen der Aktion Believe-in-Blue zur Verfügung.

Infos: http://dartturnier-kickers.npage.de/

SV Bonlanden – Kickers II 3-2 (2-0)

-DS- 

Die kleinen Blauen haben das Testspiel beim SV Bonlanden mit 2:3 verloren. Zur Halbzeit stand es 0:2.
Die Mannschaft wirkte insgesamt ziemlich müde, wird wohl mit den intensiven Einheiten im Trainingslager zusammenhängen. Die Kickers-Abwehr verursachte immer wieder Freistöße in Strafraumnähe, wo Bonlanden seine Stärken bei Standards ausspielen konnte. In der Abwehr stimmte oft die Zuordnung nicht, so fielen 2 der 3 Gegentore nach Freistoß bzw. Eckball. Oliveira und Ivanusa, die heute dort spielten, werden in der Liga aber sicher nicht das Paar in der Innenverteidigung bilden. Die Kickers spielten mit einem 4-5-1-System.

Aufstellung:
Hauser – Accardi (60. Parhizi), Ivanusa, Oliveira, Weber (46. Gentner) – Petruso, Ortlieb, Kovac (77, Bajrahmi), Rizzi (74. Jung), Sökler (74. Förster) – Tunjic (46. Stevanovic)
Tore:
0:1 Schuß aus kurzer Distanz (20. Minute)
0:2 Kopfball nach Ecke von Eckhardt (35. Minute)
1:2 Sökler nach schöner Flanke von Parhizi per Flachschuß vom 16-er (63. Min.)
1:3 Abstauber nach Freistoß von der Strafraumgrenze (68. Minute)
2:3 Eigentor (82. Minute)

Auffälligster Akteur bei den Kickers war Torwart Julian Hauser, der einige Male beste Chancen abwehrte. Ali Parhizi machte im rechten Mittelfeld einen guten Eindruck, seine Flanken kommen sehr präzise. Oliveira recht solide in der Innenverteidigung, Porada saß auf der Bank und Tsapakidis und Prediger waren nicht dabei.

Vor dem Anpfiff: ein Millionenspiel im Neckarpark

Stadt, Daimler und VfB Stuttgart sind die Partner bei der Umstrukturierung des Sportgebiets – Auswirkungen auf Gazi-Stadion

In Stuttgart will man für viele Millionen Euro die Stadien um- und Sporthallen neu bauen. Davon sollen die Fußballer, die Leichtathleten und Volleyballer, Spitzen- und Breitensportler profitieren. Doch vieles hängt davon ab, ob Daimler am Wasen investiert.

Von Jörg Nauke

Die Stadt hat im Neckarpark Großes vor, das wird heute im Sportausschuss wieder deutlich. Ob und wann sie investiert, hängt allerdings von der Daimler AG ab. Das Unternehmen denkt über die Erweiterung des Museums nach. Das Classic Center könnte von Fellbach nach Bad Cannstatt verlegt werden und Oldtimerfans anlocken. Dieser Umzug stünde im Zusammenhang mit der Neuordnung des Werks Untertürkheim. Das wichtige Archiv wurde bereits in ein Gebäude verlegt, das in der Nachbarschaft des Museums steht; auch der Pkw-Instandsetzungsbereich soll ausgelagert werden. Das Projekt ist im Hause aber noch nicht ausdiskutiert, die Stadt wartet noch auf die schon für Ende des vergangenen Jahres avisierte Entscheidung.

Oldtimerzentrum statt Sportgelände

Die 5,7 Hektar an der Mercedesstraße, auf die Daimler ein Auge geworfen hat, sind bereits belegt. Im Falle eines Neubaus würden drei städtische Fußballplätze wegfallen, zudem das Vereinsgelände des 800 Mitglieder starken VfL Stuttgart mit neuem Kunstrasenplatz, Kleinspielfeld und Clubhaus, sowie ein Hartplatz des Sportclubs Stuttgart (SSC). Während die Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) für ihre drei Rasenspielfelder irgendwo in Stuttgart Ersatz schaffen will, muss der VfL umgesiedelt werden. Finanziell wäre das eigentlich kein Problem, denn aus dem Grundstücksgeschäft mit dem Autobauer sollen immerhin 15 Millionen Euro in die Stadtkasse fließen. Damit hätte die Stadt genügend Spielraum, um die Neuordnung voranzutreiben.

VfL und Rot-Weiß gehen zusammen

Es gibt auch schon ein Alternativgelände für den VfL Stuttgart. Etwa sieben Millionen Euro würden der Umzug und die Neuansiedlung beim finanziell angeschlagenen ESV Rot-Weiß Stuttgart, jenseits des Daimlerstadions, kosten. An eine Fusion ist erst einmal nicht gedacht, aber kooperieren müssen die beiden Clubs, fordert die Sportverwaltung. Die Stadt würde kräftig in Neubauten investieren: Eine Tennis- und eine Gymnastikhalle, auch ein Clubhaus müssten her. Der bestehende Rasenplatz würde gedreht, so entstünde Platz für zwei – und es wäre immer noch Freiraum, falls je an einen größeren Neubau der Schauffelehalle (Olympiastützpunkt) gedacht würde.

Optionen für das Stadion Festwiese

Für das marode Stadion Festwiese an der Gaisburger Brücke gibt es mehrere Optionen. Ob und wie viel Geld investiert wird, hängt ebenfalls davon ab, ob das Daimler-Zentrum kommt – und ob der Gemeinderat einem Umbau des Daimlerstadions in eine Fußballarena zustimmt. In diesem Fall würde dort die Laufbahn verschwinden. Die Stadt müsste dann an anderer Stelle für die Leichtathletik ein Zeichen setzen – und wenn es nur in Form einer Sportstätte mit mehreren Tausend Zuschauerplätzen für kleinere Meisterschaften wäre.

Die Sanierung der „Festwiese“ hängt auch von der Daimler-Entscheidung ab, schließlich würde der Umbau der maroden Trainingsstätte mit drei Millionen Euro aus dem Verkaufserlös finanziert. Die modernisierte „Festwiese“ schon vor Augen, hat der Grünen-Chef Werner Wölfle die Stadt aufgefordert, zu prüfen, ob man in diesem Stadion auch Fußballspielen könnte. Da die Amateure des VfB Stuttgart im nächsten Jahr in der neuen dritten Fußball-Bundesliga spielen werden und der Verband dafür moderne Kleinstadien als Spielstätten vorschreibt, ist ein Verbleib im benachbarten Schlienzstadion ausgeschlossen. Eisenmann hat zugesagt, dies zu prüfen. Sie findet die Lösung „interessant“.

Was passiert mit dem Kickers-Stadion?

Würde sie realisiert, hätte das Auswirkungen auf die Situation in Degerloch. Derzeit gilt noch, dass alle Stuttgarter Teams, die sich für die dritte Liga qualifizieren, auf der Waldau spielen sollen, und zwar in der Heimstätte der Kickers, dem Gazi-Stadion, das für diesen Zweck für rund sechs Millionen Euro von der Stadt modernisiert würde. Bisher sind 170 000 Euro Planungsmittel genehmigt worden. Dieser Plan hat aber eine Schwachstelle.

Man wird bei der Stadt nicht müde zu betonen, dass Stadion und Verein traditionelle Einrichtungen seien und sich daraus fast eine moralische Verpflichtung zur finanziellen Unterstützung ergebe – allerdings stehen die Kickers nur auf dem 16. Tabellenplatz, fünf Punkte von dem zehnten Platz entfernt, der zur Qualifikation für die dritte Liga berechtigen würde. Die VfB-Reserve ist dagegen Tabellenzweiter und so gut wie durch. Schaffen die „Blauen“ den Sprung in dieser Saison nicht, bräuchten sie nie mehr ein großes Stadion, sagen Fußballfachleute. Die Stadt würde im Fall des Reinfalls sicher auf einen Ausbau verzichten, denn auch für den zweiten Hauptnutzer, das Footballteam der Scorpions, reicht der heutige Ausbauzustand. Am 31. Mai wird man schlauer sein, dann endet die Saison der Regionalliga Süd.

Der Traum vom Fußballstadion

Wenn es allein nach dem VfB-Präsidenten Erwin Staudt ginge, wäre das Daimlerstadion längst für rund 60 Millionen Euro in eine reine Fußballarena umgebaut. Den Segen der Rathausspitze hat er, im Gemeinderat muss er dagegen noch Überzeugungsarbeit leisten. Ende März, so wird spekuliert, könnte das Thema entscheidungsreif sein. Ein Verkauf des Stadions ist vom Tisch, nachdem klar wurde, dass die EU keine Geldgeschenke der öffentlichen Hand gutheißen würde. Betrieben und vermarktet würde die Arena dann vom VfB, der der Objektgesellschaft, einer städtischen Tochter, die Miete überweisen würde. Unterm Strich sorge der VfB dafür, dass die Stadt „das Millionengrab“ Stadion loshabe, sagt Staudt. CDU-Chef Uhl hat aber ausgerechnet, dass die Kommune 2007 mit der Schüssel 1,8 Millionen Euro verdient habe. Es gibt also Klärungsbedarf.

Das Stadion und die Sporthallen

Zur Vermarktung des neuen Stadions gehört die Vermietung von Flächen in den neuen Kurven. Der VfB schlägt vor, in das Hintertorgebäude auf der Untertürkheimer Seite eine Sporthalle zu integrieren. Damit ließen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, hieß es. Der Olympiastützpunkt fordert schon lange einen Neubau der Molly-Schauffele-Halle, in der Kaderleichtathleten trainieren, und die Stadt sucht einen Standort für eine Sporthalle mit bis zu 2000 Zuschauerplätzen; darin sollen aufstrebende Stuttgarter Teams spielen, für die die Porsche-Arena zu groß ist. Derzeit denkt man vor allem an die aufstiegsverdächtigen Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Stuttgart.

Das Problem: die Bedürfnisse beider Nutzer sind nicht unter ein Hallendach zu bringen. Das hat man nach Gesprächen mit den Beteiligten schon eingesehen. Käme das Fußballstadion, wäre eine reine Ballsporthalle in der Tribüne wohl die erste Option. Für den Olympiastützpunkt, dessen neuer Leiter Silvio Kroll heute im Sportausschuss (Rathaus, Beginn 15.30 Uhr) dieses Problem thematisieren will, würde das bedeuten, dass er in seiner alten Halle bleiben müsste und nicht mit einer zeitnahen Modernisierung rechnen dürfte. Aber er hätte dort wenigstens weiter das alleinige Hausrecht.

Stuttgarter Zeitung

U17 gewinnt mit 4:1 gegen den SC Freiburg

Die U17 konnte ihr erstes Heimspiel der Rückrunde auf dem Kunstrasenplatz Waldau überraschend deutlich mit 4:1 (2:0) gewinnen. Die Torschützen waren 2 x Ersin Cirasun, Brian Hofmann und Simon Frank.

Nachdem der Rasenplatz auf der Waldau nicht bespielbar war, mussten die U17-Junioren auf den neuen Kunstrasenplatz ausweichen.
Gegen die spielstarken Freiburger nicht unbedingt ein Vorteil, doch die Jungs von Trainer Christian Isert beeindruckten am Samstag mit unbändigem Siegeswillen und einer sehr energischen Spielweise. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz sicher keine spielerische Glanzleistung – aber immer wieder konnte man auch schöne Kombinationen zeigen und den Gästen mit schnellen Kontern den Wind aus den Segeln nehmen.
Es gab einige Umstellungen in der Mannschaft. So konnte Stürmer Kimon Koutsiofytis nach einer Verletzung wieder eingreifen und auch Spielführer Wlasios Kotaidis nahm am Spiel teil.
Es ging gut los bei den Kickers: bereits nach drei Minuten konnte sich Kimon Koutsiofytis gekonnt durchsetzen, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Wenig später dann tatsächlich der Führungstreffer für die Blauen! Ersin Cirasun konnte einen schönen Angriff über die linke Seite abstauben, zuvor hatten Simon Frank und Kimon Koutsiofytis die Vorarbeit geleistet. Wenig später hatte Ahmet Gökdemir nach einem Eckball die nächste Chance, sein Kopfball ging aber knapp über das Tor.
Dann waren die Freiburger am Drücker, doch Torspieler Denis Grgic zeigte sein Können. Die Freiburger dominierten das Mittelfeld, doch die Kickers-Spieler störten den Spielaufbau meist früh und liessen fast keine Gelegenheiten zu. In der 33. Minute ging eine Flanke knapp am Tor vorbei.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Huber dann noch das 2:0! Kurios in der Entstehung! Nach einem Pass aus dem Zentrum kamen zwei Kickers-Spieler über die rechte Seite an den Ball – der Schiedsrichterassistent entschied auf Abseits, doch der Schiedsrichter liess das Spiel weiterlaufen – und Ersin Cirasun erzielte sein zweites Tor an diesem Tag. Nach einer kurzen Unterredung zeigte der Schiedsrichter auf den Mittelkreis!
Zur Halbzeit wechselte Trainer Christian Isert zum ersten Mal aus – Brian Hofmann ersetzte den gelbverwarnten Ahmet Gökdemir.
Die Freiburger versuchten nun immer wieder zum Anschlusstreffer zu kommen, doch die Flanken im Strafraum waren zumeist eine sichere Beute des bärenstarken Innenverteidigers Eric Weber, der mit seiner Kopfballstärke eine unglaubliche Sicherheit ausstrahlte. Einmal hatte man dennoch Glück, als Torspieler Grgic einen Freistoss unterschätzte und der Ball nur knapp am Pfosten vorbei ins Aus ging.
In der 71. Minute dann das nächste Highlight aus Kickers Sicht. Wieder war es ein gekonnter Spielzug, diesmal über die rechte Seite. Brian Hofmann leitete den Angriff selber ein und nach einem Doppelpass mit dem ebenfalls eingewechselten David Russom vollstreckte er selber mit einem strammen Schuss an den Innenpfosten. Die Vorentscheidung war gelungen!
Wenig später dann aber doch der Anschlusstreffer für die Breisgauer. Den ersten Kopfball nach einer Flanke von der linken Abwehrseite konnte Denis Grgic noch parieren, danach war er aber machtlos.
Doch die Kickers konnte an diesem Tag nichts beeindrucken, wenige Minuten später gelang Simon Frank mit seinem Linksschuss noch ein Kunststück – fast von der Grundlinie spielte er den Ball an den Innenpfosten und vom Torspieler ging der Ball über die Linie. Dies war auch der Schlusspunkt unter einer denkwürdigen Partie! Nach dem schwachen Auftritt bei der Frankfurter Eintracht hatten die Verantwortlichen eine Reaktion gefordert – und die Jungs haben dem Druck stand gehalten und eine beeindruckende Leistung gezeigt!

Trainer Christian Isert war nach dem Spiel wohl zufrieden: „Das Team hat eine große Leistung gezeigt! Diese Einstellung erwarte ich auch in den nächsten Wochen von jedem Einzelnen.“

Für die Kickers spielten:
Grgic, Bondel, Schaal, Weber, Straub, Müller, Kotaidis (64. Yazici), Gökdemir (40. Hofmann), Frank, Cirasun (67. Russom), Koutsiofytis (57. Novak).

Trainer: Isert / Busch

Kickers Juniorenteam

Presse zum Testspiel in Großaspach (2:0)

Gambo und Yildiz treffen für Kickers
2:0 bei der SG Sonnenhof
 
Stuttgart (jüf) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat sein Testspiel beim Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach mit 2:0 (0:0) gewonnen. Die Tore erzielten Bashiru Gambo mit dem Kopf nach einem Eckball von Sascha Benda und Recep Yildiz mit einem 20-m-Schuss. „Die Mannschaft war nach den harten Trainingseinheiten platt, dennoch hat das Ergebnis gestimmt“, lobte Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Mit der Leistung seines Teams zeigte er sich nur nach der Pause zufrieden. Minkwitz: „Da gab es im Spielaufbau gute Ansätze.“ Außerdem habe Ferhat Cerci gezeigt, dass er auch im Sturm eine Alternative sein kann.

Am heutigen Montag reisen die Blauen ins Kurztrainingslager nach Mieming/Tirol. Neben einer Schneeschuhwanderung steht auch ein Biathlon-Wettbewerb auf dem Programm. Das nächste Testspiel bestreiten die Blauen am kommenden Samstag (14 Uhr) beim Bayernligisten TSG Thannhausen.

Stuttgarter Nachrichten

Hinten stimmt’s bei beiden Teams

Ordentlich zog sich Fußball-Oberligist SG Sonnenhof im Testspiel gegen Regionalligist Stuttgarter Kickers aus der Affäre. 0:2 verlor die Elf von Trainer Thomas Letsch, der vor allem mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden war. Und das vor allem vor der Pause. Denn bis zur Halbzeit hielt Aspach auf dem Kunstrasen im Fautenhau ein 0:0.

VON UWE FLEGEL

Groß war der Leistungsunterschied zwischen Viert- und Drittligist nicht. „Die Jungs sind ein bisschen müde. Wir haben in den vergangenen vier Wochen intensiv trainiert“, erklärte Kickers-Co-Trainer Alexander Malchow. Wichtiger als die körperliche Frische war Großaspachs ehemaliger Coach und seinem Chef Stefan Minkwitz etwas anderes: „Wir haben hinten zu Null gespielt.“

Dass dieses Ergebnis vorne nicht ebenfalls stand, verdankte der Regionalligist einer Steigerung in der zweiten Halbzeit. Bashirou Gambo, auffälligster Kickers-Akteur, sorgte in der 52. Minute per Kopfball fürs 1:0. Mit einem Traumtor aus 25 Metern erhöhte Recep Yildiz in der 77. Minute auf 2:0. Viel mehr Möglichkeiten hatte die Elf aus Degerloch nicht. Aspachs Trainer Thomas Letsch war dann auch mit der Defensivleistung seiner Mannschaft „zum großen Teil zufrieden“. Vor allem mit der in der ersten Halbzeit. „Da haben wir gerade mal eine halbe Torchance zugelassen“, urteilte der früheree Coach der Oberligamannschaft der Stuttgarter Kickers. In der Offensive taten sich die Hausherren hingegen noch schwer. Dem fleißigen Saer Sene wäre kurz vor der Pause trotzdem fast die Führung geglückt. Nach einem Konter scheiterte der talentierte Franzose jedoch freistehend an David Yelldell, der in jungen Jahren bekanntlich das Tor der TSG Backnang hütete.

In der Halbzeit begann dann das große Wechseln. Das sorgte dafür, dass die Kickers im zweiten Spielabschnitt zunächst etwas mehr Schwung entwickelten und bei Aspach der Spielfluss ein wenig dahin war. Die Führung des Regionalligisten, bei dem der in der Vorrunde noch für den Sonnenhof stürmende Gino Russo verletzt fehlte (wir berichteten) war dann auch nicht unverdient. Um aber zu glänzen, dafür war der ehemalige Bundesligist zu müde.

SG Sonnenhof Großaspach: Jurkovic (73. Bürkle) – Fichter (59. Wengert/73. Da Cruz), Grab (59. Seiler), Aupperle (46. Adamos), Cimander (73. Tiryaki) – Mazzola (59. Blaskic), Montero (46. Bonsignore), Di Biccari, Greco, Euler (46. Abou Shoura) – Sene (46. Krasniqi). – Stuttgarter Kickers: Yelldell – Steinle (46. Wildersinn), Rapp (46. Yildiz), Leist, Stierle (46. Baradel) – Cerci, Parmak (46. Rosen), Mann (46. Benda), Deigendesch – Vaccaro (46. Gambo), Tucci (46. Kacani). – Tore: 0:1 (52.) Gambo, 0:2 (77.) Yildiz. – Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart). – Zuschauer: 200.
 
Backnanger Kreiszeitung

Presse zum 1:1 Unentschieden der U19 beim SC Freiburg

Zumindest einen Teilerfolg konnte auch das Ligaschlusslicht erzielen. Die Stuttgarter Kickers spielten gestern beim SC Freiburg 1:1 (1:0). Die Freiburger Führung aus der ersten Halbzeit glich der Innenverteidiger Alex Thies in der 80. Minute aus. Damit holte das Team des Trainers Ralf Strogies am 14. Spieltag das dritte Unentschieden der Saison. Mit nun drei Pluspunkten rangieren die Kickers aber weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga Süd/Südwest.

Stuttgarter Zeitung

Die Stuttgarter Kickers holten ein 1:1 beim SC Freiburg. Alex Thies (75., Foulelfmeter) rettete den Blauen nach dem 0:1-Pausenrückstand einen Punkt. Kickers-Trainer Ralf Strogies war hochzufrieden: „Zum ersten Mal hat die Mannschaft das umgesetzt, was ich gefordert habe.“

Stuttgarter Nachrichten

Trainingslager der Regionalligisten

Kickers mit Härter und Russo
STUTTGART (ump). Die Fußball-Regionalliga startet erst in drei Wochen – und das ist auch gut so. Zumindest für die Stuttgarter Kickers. „Momentan steckt die Mannschaft nach der Vorbereitung körperlich in einem Tief“, sagte der Kickers-Manager Joachim Cast, „da ist klar, dass noch nicht alles wie gewünscht läuft.“ Immerhin gewann die Mannschaft am Samstag ein Testspiel beim Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach mit 2:0 (Tore: Gambo und Yildiz nach der Pause). Heute geht es in ein Kurztrainingslager nach Österreich, wo Schneeschuhtrekking und Biathlon auf dem Programm stehen. „Das Ganze soll einen Trainingseffekt haben, aber auch einen Spaßfaktor“, sagt Cast, weshalb alle 23 Mann des Kaders mitreisen, also auch die angeschlagenen Jens Härter und Gino Russo. Beide könnten zu Beginn der Rückserie gegen Pfullendorf aber zumindest wieder im Kader stehen.

Während die Kickers nur drei Tage nach Tirol reisen, fliegt der Ligarivale VfB Stuttgart II für eine Woche in die Türkei. Zuvor gab es am Samstag noch ein 1:1 (Morys) gegen den Schweizer Zweitligisten Schaffhausen.

Stuttgarter Zeitung