Mit einem deutlichen Sieg beendete die Dais-Truppe das 4-tägige Trainingslager in der Sportschule Schöneck. In Eisingen besiegte der SVS in einem guten Spiel den Oberligisten Stuttgarter Kickers II mit 5:1. Die Tore erzielten Giuliano Saggiomo (2), Michael Petry, Marco Stark und Emmanuel Akwuegbu.
Monat: Juli 2007
Presse zum Testspiel gegen den SC Freiburg (2:2)
Die Kickers bestehen den Härtetest
2:2 gegen den SC Freiburg
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers sind erfolgreich in die letzte Phase der Vorbereitung auf die Fußball-Regionalligasaison gestartet. Gegen den SC Freiburg mit ihrem früheren Trainer Robin Dutt kassierten die Stuttgarter erst in der letzten Minute den Ausgleich.
Von Fabian Heckenberger
Der Ehemalige kennt sich noch bestens aus auf der Waldau. „Da wieder raus und die Treppe hoch“, so weist Robin Dutt einem Zuschauer, der sich in den Kabinengang verirrt hat, den Weg. Der bedankt sich: „Sehr freundlich“. „Bitteschön“, sagt Dutt. Die Szene passte ins Bild des gestrigen Abends, an dem sich die Stuttgarter Kickers und der SC Freiburg mit dem früheren Kickers-Coach Dutt nach 90 Minuten 2:2 (1:0) trennten – ein Ergebnis, mit dem beide Seiten leben konnten. „Wir wollten ein positives Zeichen setzen. Das haben wir geschafft“, sagte Peter Zeidler, Dutts Nachfolger in Stuttgart.
Vor allem durch gute Abwehrarbeit kauften die Stuttgarter vor 1700 Zuschauern den Freiburgern den Schneid ab. „Ich war überrascht, wie gut meine ehemalige Mannschaft in der Defensive stehen kann“, sagte Dutt mit einem Augenzwinkern. Aber auch in der Offensive setzte Stuttgart Akzente – vor allem durch den starken Angelo Vaccaro, der in der zwölften Minute nach schönem Zuspiel von Marcus Mann das 1:0 erzielte. Eine Viertelstunde später allerdings traf die Nummer 18 aus zwei Metern nur das Außennetz. Eine 2:0-Führung hätte aber durchaus dem Spielverlauf in Hälfte eins entsprochen.
Erst in der zweiten Halbzeit ging Freiburg aggressiver ins Spiel, und Heiko Butscher (56.) traf per Kopf zum Ausgleich. Mitten in die Drangphase der Gäste hinein erzielte aber Marco Tucci (73.) mit einem Schuss aus zehn Metern das 2:1. Als die Kickers schon den Sieg bejubeln wollten, glich Dennis Kruppke (90.) nach einem starken Dribbling von Jonathan Pitroipa, an dem auch der Hamburger SV Interesse zeigte, zum 2:2 aus.
„Ein gutes Ergebnis“, befand der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum: „Sonst wären wir vor der nächsten Partie vielleicht überheblich geworden.“ Am 24. Juli (18 Uhr) ist Borussia Dortmund auf der Waldau zu Gast, drei Tage später beginnt die Regionalligasaison für die Kickers gegen Ingolstadt. „Das Grundgerüst steht, jetzt fehlt nur noch der letzte Schliff“, sagte Zeidler.
Stuttgarter Kickers: Yelldell (46. Salz) – Stierle, Härter (76. Leist), Wildersinn (76. Genisyürek), Benda (65. Steinle) – Rodrigues (56. Rapp), Mann (65. Tucci), Ortlieb (68. Akcay), Deigendesch (46. Sökler) – Beigang (46. Gambo), Vaccaro (56. Kacani).
Tore: 1:0 Vaccaro (12.), 1:1 Butscher (56.), 2:1 Tucci (73.), 2:2 Kruppke (90.).
Stuttgarter Zeitung
2:2 – Kickers bestehen Härtetest
Zeidler: „Positives Signal“
Stuttgart (gub) – Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung. Für Robin Dutt, den Ex-Kickers-Coach und jetzigen Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Freiburg. Sowie für die Blauen eine Spielklasse tiefer. Von daher bleibt eigentlich wenig Raum für Romantik. Aber die Dienststunden an alter Wirkungsstätte am Donnerstagabend im Gazi-Stadion waren dennoch etwas Besonderes für Dutt. Er freute sich aufs Wiedersehen, die Kickers über den attraktiven Testgegner und die 1750 Zuschauer über ein flottes Spiel, in dem die Kickers einen ordentlichen Eindruck hinterließen.
Neben dem respektablen 2:2 (1:0), bei dem Angelo Vaccaro (12.) und Marco Tucci (74.) für die Kickers trafen, war Trainer Peter Zeidler vor allem eine Frage wichtig: Wie harmonieren die Mannschaftsteile? Der Härtetest gegen die müden Freiburger, die direkt aus dem Trainingslager kamen, verschaffte Zeidler einen ersten Überblick:
Die Abwehr wirkt insgesamt stabil. Nur bei den Freiburger Gegentreffern durch Heiko Butscher (57./früher VfB und Bochum) und durch Dennis Kruppke (90.) war sie unaufmerksam.
Im Mittelfeld fehlte die Feinabstimmung. Die Automatismen greifen noch nicht – allerdings wurde das Gesamtbild etwas verzerrt. Zeidler wechselte in der zweiten Halbzeit sein Team fast komplett durch.
Der Sturm macht Hoffnung. Vor allem Angelo Vaccaro glänzte. Seinem Sturmpartner Nico Beigang fehlte noch die Bindung.
Fazit Peter Zeidler: „Wir wollten ein positives Signal setzen. Das ist uns gelungen.“ Dem wollte sein Kollege Robin Dutt nicht groß widersprechen: „Unterm Strich bin ich zufrieden.“
Stuttgarter Nachrichten
Remis gegen den SC Freiburg
Vor 1.750 Zuschauern im Gazi-Stadion trennten sich die Kickers mit 2:2 (1:0) Unentschieden vom SC Freiburg. Die Kickers-Tore erzielten in der 12.Minute Angelo Vaccaro und in der 72.Minute Marco Tucci, der Sportclub konnte durch Heiko Butscher (57.) und in der 89. Minute Dennis Kruppke jeweils ausgleichen. Vier Jahre hatte Robin Dutt die Stuttgarter Kickers als Cheftrainer betreut. Am heutigen Donnerstag gab es ein Wiedersehen im Gazi-Stadion, in dem sich rund 1.750 Zuschauer eingefunden hatten, um dem Testspiel der Hausherren gegen den SC beizuwohnen. Die Partie verlief in der Anfangsphase ausgeglichen mit Vorteilen für den SC in der Spielkontrolle. „Wir hatten in der ersten Halbzeit bereits eine gute Ballkontrolle, haben aber das ein oder andere Mal nicht konsequent genug umgeschaltet und daher in der Defensive einige 1:1-Situationen zugelassen“, sagte Dutt nach dem Spiel. Eine dieser Nachlässigkeiten konnte Kickers-Stürmer Angelo Vaccaro bereits in der 12. Minute zum 1:0 für die Blauen mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel verwerten. Nach einem Foul an Ampomah trat Aogo einen sehenswerten Freistoß, den Butscher per Kopf zum 1:1 Ausgleich verwertete (57.). Kurz darauf musste Karsten Nulle wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden (58.). Josip Solic hütete nun das Tor der Breisgauer. Der SC hatte das Spiel nun im Griff und ließ keine weitere Chance der Kickers zu – bis zur 72. Minute als Marco Tucci einen verlängerten Freistoß zur erneuten Führung für die Stuttgarter abstaubte. Pitroipa war es, der nach einem sehenswerten Solo, bei dem er fünf Gegner stehen ließ, den in der 72. Minute für Jäger gekommenen Dennis Kruppke mustergültig bediente. Kruppke gab sich keine Blöße und verwandelte aus 14 Metern zum 2:2 Endstand (89.). Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff. Ein insgesamt gerechtes Remis, bei dem der SC die größeren Spielanteile hatte und die Kickers vor allem in der Defensive überzeugen konnten. „Die Kickers sind in der Defensive sehr gut gestanden und haben es uns schwer gemacht, zu Torchancen zu gelangen“, sagte Robin Dutt über sein Ex-Team. „Mit unserer Leistung kann man in dieser Phase der Vorbereitung im Großen und Ganzen zufrieden sein. Wir wissen aber auch, dass noch Arbeit vor uns liegt“, so Dutt nach der Partie.
Die Kickers spielten in der Startelf mit : Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Ortlieb – Deigendesch, Mann, Rodrigues – Beigang Vaccaro
In der 2 Halbzeit kamen, Salz, Gambo, Kacani, Rapp, Sökler, Tucci, Steinle, Akcay, Genisyürek, Leist
Quelle: Homepage SC Freiburg
Fotos vom Spiel von Tausendsascha
Zeidler im Dialog, Teil I
Der Blaue Bayer hat den neuen Trainer zum ersten Interview gebeten. Die wirklich sehr interessanten Antworten auf die Fragen könnt ihr im Offiziellen Forum nachlesen: Zeidler im Dialog
kicker-Test Stuttgarter Kickers
kicker-Test Stuttgarter Kickers
Dutts Erfolg übt Druck auf Zeidler aus
Nach dem vierten Tabellenplatz in der vergangenen Saison und davor Rang acht sowie neun glauben die Kickers fest an die Qualifikation für die Dritte Liga. „Wir werden mindestens Zehnter“, sagt der neue Trainer Peter Zeidler.
Kommen & Gehen
Von den Stammspielern ist nur Hartmann weg. Allerdings konnte in der vergangenen Rückrunde der Abgang von Stürmer Mesic in der Winterpause nicht kompensiert werden. Mit Rapp (SC Pfullendorf), Ortlieb (Wuppertaler SV), Mann und Beigang (beide Darmstadt 98) sind vier gestandene Regionalliga-Spieler dazugekommen.
System & Taktik
Zeidler setzt auf ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. In diesem System soll attraktiver Offensivfußball mit einer sicheren Defensive kombiniert werden.
Stärken & Schwächen
Durch die Neuzugänge und die Aufstockung des Kaders gibt es vor allem in Abwehr und Mittelfeld große Konkurrenz, die für Qualität sorgen dürfte. Zudem ist der Teamgeist seit Jahren gut. Im Angriff stehen mit Beigang und Vaccaro aber nur zwei erfahrene Spieler. Zudem muss Vaccaro erst zeigen, ob er an frühere Leistungen anknüpfen kann.
Trainer & Umfeld
Durch die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Robin Dutt steht der neue Coach Zeidler unter einem gewissen Druck. Er hat aber einen ausreichenden Vertrauensvorschuss von Präsidium und Management, zudem ist das manchmal schwierige Umfeld der Kickers derzeit ruhig.
Fazit & Prognose
Gibt es kein gravierendes Verletzungspech, sollte die Qualifikation für die Dritte Liga kein Problem sein. Bei optimalem Saisonverlauf könnte auch das erreicht werden, was ein Teil der Spieler offen formuliert: vorne mitspielen.
Matthias Jung
Kicker
„Alle fiebern der Begegnung entgegen“
Einen Knüller im Doppelpack können die Stuttgarter Kickers präsentieren: Erst geht“s gegen Ex-Trainer Robin Dutt und Freiburg, dann gegen Borussia Dortmund
Bei den Stuttgarter Kickers stehen zwei Großereignisse bevor: Zuerst empfängt der Regionalligist im heimischen GAZi-Stadion auf der Waldau am Donnerstag, 19. Juli um 18.30 Uhr den Zweitligisten SC Freiburg. Am Dienstag, 24.Juli erwarten die Blauen dann den Bundesligisten und früheren Champions-League-Sieger Borussia Dortmund.
DEGERLOCH – Beide Freundschaftsspiele gelten als letzter Test für die am 27. Juli in Ingolstadt beginnende Regionalliga-Saison. „Nach diesen beiden Begegnungen werden wir genau wissen, wo wir vor dem Saisonstart stehen und wie wir unsere Neuzugänge integriert haben“, glaubt Kickers-Trainer Peter Zeidler.
Die Begegnung mit dem SC Freiburg bringt dabei zunächst das Wiedersehen mit dem langjährigen Kickers-Coach Robin Dutt, der bekanntlich in Freiburg die Nachfolge von Volker Finke angetreten hat. Er kommt mit seiner neuen Mannschaft direkt aus dem Trainingslager in Kleinaspach bei Backnang und freut sich genauso auf das Wiedersehen in Degerloch wie viele Kickers-Fans. In Freiburg hat Robin Dutt längst schon viel Anerkennung gefunden und er möchte sein Team natürlich möglichst bald wieder in die 1. Bundesliga führen.
Auf dem Weg dazu sollen ihm die Neuzugänge wie der kroatische Nationalspieler Iva Banovic, der Rückkehrer Ali Günes, der Torjäger Jonathan Jäger und der frühere VfB-Spieler Heiko Butscher (zuletzt Bochum) helfen. Aber auch zahlreiche Freiburger „Eigengewächse“ möchte Robin Dutt ähnlich wie schon früher bei den Kickers zu wertvollen Mannschaftsspielern formen.
Birgt schon die Begegnung mit dem SC Freiburg eine eigene Brisanz, so dürfte das Treffen am 24. Juli gegen Borussia Dortmund ein echter „Knaller“ für alle Fußball-Fans werden. Trainer Thomas Doll will mit seinem Team in dieser Saison nämlich wesentlich besser abschneiden als in der vergangenen Runde und peilt zumindest einen UEFA-Platz an. Dazu haben sich die Dortmunder entsprechend verstärkt und über acht Millionen Euro für die Neuzugänge wie beispielsweise Diego Klimovicz (Wolfsburg), Mladen Petric (Basel) und Jakub Blasczykowski (Krakau) ausgegeben. Aber auch der Zugang von Robert Kovac (Juventus Turin) und Giovanni Federico (KSC) haben in Dortmund große Erwartungen ausgelöst. Kapitän der Mannschaft ist weiterhin Christian Wörns, der genauso wie Sebastian Kehl schon lange bei den Borussen spielt.
„Dortmund als Gegner ist ein absoluter Glücksfall für uns und der gesamte Verein fiebert dieser Begegnung entgegen“, meint Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum.
StZ: Phase des Feinschliffs
Die Stuttgarter Kickers vor der richtungsweisenden Saison
STUTTGART (ump). Mit dem Test heute (18.30 Uhr) gegen den SC Freiburg beginnt für die Kickers der Vorbereitungsendspurt auf die neue Spielzeit der Fußball-Regionalliga. Dass Freiburg mit dem Extrainer Robin Dutt kommt, macht das Spiel noch reizvoller.
Normalerweise übernachten die A-Junioren der Stuttgarter Kickers nicht im Hotel. Doch vor dem wichtigen Auswärtsspiel letzte Saison beim SSV Reutlingen quartierte sich die Mannschaft im NH-Hotel in Filderstadt ein, mit Erfolg. Die Kickers siegten und schafften den Klassenverbleib. In der spanischen Hotelkette hat der Fußball-Regionalligist einen neuen Partner (nicht Sponsor) gewonnen und seine Saisoneröffnungspressekonferenz dort platziert – als gutes Omen. Schließlich geht es mit den Freundschaftsspielen heute (18.30 Uhr, freier Eintritt für Schüler bis 16 Jahre) gegen den SC Freiburg und am nächsten Dienstag (voraussichtlich 18 Uhr/DSF) gegen den BVB in die heiße Phase der Vorbereitung auf die Regionalligasaison, die am Freitag in einer Woche in Ingolstadt startet.
Vorab geht es jetzt um den letzten Feinschliff, wobei der angeschlagene Parmak sowie der länger verletzte Recep Yildiz fehlen. Der neue Trainer Peter Zeidler hat seine Basisspieler, wie er es gerne nennt, schon im Kopf: Yeldell im Tor (auch wenn er zuletzt einen kleinen Ausflug als Feldspieler unternommen hat), Benda, Stierle, Ortlieb, im Sturm natürlich Vaccaro und Beigang, und in der Innenverteidigung dürften sich Rapp, Härter und Wildersinn um die beiden Plätze streiten. Doch auch die Jungen liegen im Soll, allen voran Dominique Rodrigues, nicht nur weil er frisch verheiratet ist. Zeidler lobt: „Er bringt alles mit“ – außer Erfahrung. Doch die soll er in der neuen Saison sammeln.
In die geht der Vorjahresvierte keinesfalls mit dem Ziel Aufstieg – „so viel ist zunächst klar“, betont Zeidler. Sondern es geht um die Qualifikation für die dritte Liga, wofür zumindest Platz zehn nötig ist. „Das ist realistisch“, sagt Zeidler, der aber schon einmal um Geduld bittet, falls es zwischendurch nicht so laufen sollte, „und wir auf Platz zwölf oder dreizehn liegen“. Der kluge Mann baut vor.
Es braucht eben noch eine gewisse Zeit, bis die Automatismen greifen, vor allem bei Ballbesitz. Das hat der Trainer zum Beispiel jüngst beim Test gegen den WFV-Pokalsieger Normannia Gmünd (2:2) feststellen müssen. Wobei sich die Kickers entschieden haben, den Kader trotz des kurzfristigen Abgangs von Laszlo Kanyuk nicht mehr zu verstärken. „So haben wir noch etwas Handlungsspielraum, falls wir nachbessern müssen“, sagt der Manager Joachim Cast und fügt hinzu: „Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus.“
Ein wenig Optimismus darf ruhig sein vor einer neuen Saison, erst recht wenn sie so richtungsweisend ist. Denn eines ist klar: Sollten die Kickers die Qualifikation verpassen, ist es mit dem Profifußball – und dem Verein? – auf Jahre hinaus vorbei. Zunächst steht aber neben den Spielen gegen Freiburg und Dortmund (deren Einnahmen im Etat einkalkuliert sind) auch noch der Lokalrivale VfB auf dem Programm. Der Ort ist klar (Degerloch), der Zeitpunkt noch offen.
Stuttgarter Zeitung
StN: Kickers kämpfen um ihre Zukunft
Tests gegen Freiburg und Dortmund vor Start in die entscheidende Saison
Stuttgart – Mit Testspielen gegen den SC Freiburg und Borussia Dortmund bereitet sich Fußball-Regionalligist SV Stuttgarter Kickers auf die wohl wichtigste Saison in der jüngeren Vereinsgeschichte vor.
VON GUNTER BARNER
Es geht um die Zukunft. Nur bis Platz zehn in der Regionalliga Süd gelingt am Ende der Spielzeit der Sprung in die eingleisige dritte Liga mit 20 Vereinen. Und nur wenn die Blauen sich in der neuen Spielklasse etablieren können, ist das Überleben des Traditionsvereins von der Degerlocher Waldau mittelfristig gesichert. Diese neue Liga verspricht sportlich attraktivere Gegner, erhöhte Medienaufmerksamkeit, mehr Fernsehgelder und interessantere Werbe-Plattformen für Sponsoren.
Zur Generalprobe vor dem Auftakt der neuen Spielzeit am 27. Juli beim FC Ingolstadt kreuzen noch zwei prominente Gegner auf: Am morgigen Donnerstag, 18.30 Uhr, bitten die Blauen im Gazistadion den Zweitligisten SC Freiburg mit Ex-Kickers-Trainer Robin Dutt zum Kräftemessen. Am Dienstag, 24. Juli, holt sich der Regionalligist den letzten Schliff im Duell gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr/Gazistadion).
Offen spricht es keiner der Verantwortlichen gern aus, dabei ist die Situation so unumstößlich wie der benachbarte Fernsehturm. Sollten die Kickers ihr Saisonziel verfehlen, wird sich die Stuttgarter Farbenlehre im Profifußball auf Jahre hinaus manifestieren: nur noch Rot, nie mehr Blau.
Nun ist es keinesfalls so, dass die Kickers vor dem Start in die kommende Saison eine Bank überfallen haben. Der Verein lebt von der Hand in den Mund, und Peter Zeidler, der neue Coach, hat die Mannschaft eher ergänzt als verstärkt. Trotzdem ist der gelernte Pädagoge sicher, die Zielvereinbarung mit seinem Arbeitgeber einlösen zu können. „Wir dürfen nicht zu viel erwarten, aber die Qualifikation zur eingleisigen Regionalliga ist natürlich Pflicht.“ Die Mischung aus erfahrenen Spielern wie Kapitän Jens Härter, Oliver Stierle, Sascha Benda, Angelo Vaccaro oder Nico Beigang und ehrgeizigen Nachwuchskräften wie Dominique Rodrigues, Marco Tucci oder Benedikt Deigendesch hat den Trainer während der dreiwöchigen Vorbereitungsphase überzeugt. „Das harmoniert schon ganz gut“, sagt Peter Zeidler, „auch wenn noch nicht alle Automatismen eingespielt sind.“
Spieler wie Mirnes Mesic (jetzt TSG Hoffenheim) oder Manuel Hartmann (jetzt TuS Koblenz) hätten das Spiel der Kickers geprägt, die Mannschaft brauche eine gewisse Zeit, um solche Stützen zu ersetzen. „Wir müssen in Ruhe arbeiten“, fordert Peter Zeidler, „und dürfen nicht gleich die Nerven verlieren, wenn wir kurze Zeit mal auf Platz zwölf oder dreizehn stehen.“
Die Strategie des Trainers ist ohnedies mittelfristig angelegt. In diesem Jahr sei mindestens Platz zehn das Ziel. Im Jahr darauf sollen sich die Blauen in der eingleisigen Regionalliga etablieren. „Und was kommt dann?“, wollte ein Journalist wissen. „Mal sehen“, antwortete Peter Zeidler und lächelte verlegen.
Stuttgarter Nachrichten
Dutt kehrt ins Gazistadion zurück
Degerloch (fp). Der Trainer Robin Dutt schaut morgen für 90 Minuten an seiner bisherigen Wirkungsstätte beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers vorbei. Dutt gastiert mit seinem neuen Club, dem Zweitligisten SC Freiburg, zum Testspiel (18.30 Uhr) im Gazistadion auf der Waldau. Am kommenden Dienstag, 24. Juli, testen die Blauen erneut – gegen den Bundesligisten und Ex-Champions-League-Sieger Borussia Dortmund (18 Uhr). Beide Partien sollen Kickers-Trainer Peter Zeidler als Standortbestimmung dienen. Am Freitag, 27. Juli, starten die Degerlocher mit dem Gastspiel beim FC Ingolstadt in die neue Regionalliga-Saison.
Stuttgarter Nachrichten