Vorberichte: Stuttgarter Kickers II – SV Bonlanden

Die größte Sensation aller Zeiten?
 
FUSSBALL SVB im Derby
 
Bonlanden. Gestärkt durch eine Reihe guter Resultate, geht der Oberliga-Tabellenletzte SV Bonlanden optimistisch in das morgige Derby bei den Stuttgarter Kickers II. Der Co-Trainer Jürgen Schnizler sagt: „Wenn wir so auftreten wie zuletzt, dann gewinnen wir.“

Von Harald Landwehr

Wo beim SV Bonlanden spätestens nach den beiden Schlappen zum Punktspielstart in diesem Jahr nurmehr platt getrampelter Boden war, sprießt inzwischen wieder ein zartes Pflänzchen namens Hoffnung. Zuletzt acht Spiele mit lediglich einer Niederlage und ein Abstand zu einem möglichen Nichtabstiegsplatz, der auf sieben Zähler geschmolzen ist, lassen den ein oder anderen im stillen Kämmerlein wieder rechnen. Kam der Abgesang auf die Filderstädter in der Fußball-Oberliga vielleicht doch zu früh? „Wenn wir das noch schaffen würden, wäre das die größte Sensation aller Zeiten“, sagt der Co-Trainer Jürgen Schnizler – um anzufügen: „In der aktuellen Verfassung der Mannschaft schließe ich nichts mehr kategorisch aus.“

Die Auftritte der vergangenen Wochen, speziell das jüngste 0:0 gegen den Spitzenreiter SV Sandhausen, haben Mut gemacht. Die Abwehr, egal in welcher Besetzung sie aufläuft, steht derzeit sicher, ganz anders als noch in der Hinrunde, als der Aufsteiger zur Schießbude der Liga geriet. „Die damals übermächtige Angst, Fehler zu machen, ist plötzlich weg. Die Jungs haben tierischen Spaß am Fußball“, sagt Schnizler.

Mit dieser neuen Laune wollen die Filderstädter nun auf der Cannstatter Festwiese dreifach punkten, wo die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers ihr Ausweichquartier aufgeschlagen hat, weil die heimische Bezirkssportanlage in Degerloch seit einem Dreivierteljahr eine Baustelle ist. Dass die „kleinen Blauen“ erst am Mittwochabend in einem Nachholspiel den Tabellensechsten TSV Crailsheim mit 3:2 bezwungen haben, beeindruckt Schnizler wenig. „Wir haben schon im Hinspiel gesehen, dass die Kickers in der Defensive anfällig sind. Nur sollten wir diesmal auch die Tore erzielen, die uns seinerzeit nicht gelungen sind“, sagt er im Rückblick auf das 0:3 vom November. Besondere Brisanz: gleich sieben Aktive im Kader des SV Bonlanden haben schon einmal das Trikot des Gegners getragen, unter anderem auch Emir Kalesic – um zu den Problemfällen der Gäste zu kommen. Kalesic ist zwar nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen. Für einen Einsatz kommt er aber wohl noch ebenso wenig in Frage wie Philip Feichtinger. Letzterer ist am vergangenen Sonntag im Spiel der zweiten Mannschaft mit einer Fußverletzung ausgeschieden. Julian Schwarz und Christian Walter fehlen ohnehin weiter.

Bei den Planungen für die nächste Saison zeichnen sich derweil immer mehr Konturen ab. So werden Thomas Edelmann und Christian Schuster den SV Bonlanden voraussichtlich verlassen, dies jeweils aus beruflichen Gründen. Wackelkandidaten sind hingegen Panagiotis Deligiannidis, Lucio Fanelli und Marco Mangold. In letzterem Fall hat sich Schnizler seine Meinung längst gebildet: „Wenn wir Marco halten könnten, dann wäre das ein Meilenstein hin zu einer enorm schlagkräftigen Truppe für die neue Saison“, sagt er. Als erster Neuzugang steht Kristijan Lasic fest. Der Defensivmann kommt vom TV Echterdingen. Zuvor spielte er unter dem jetzigen Bonlandener Trainer Klaus Kämmerer beim TSV Georgii Allianz.

Stuttgarter Zeitung

StZ: Im Fürther Tor spricht man schwäbisch

Drei ehemalige Spieler der Stuttgarter Kickers träumen in Franken vom Aufstieg in die erste Bundesliga
 
Wenn die A-Junioren des VfB Stuttgart am Samstag ihr Bundesligaspiel in Fürth bestreiten, könnte ihnen im Tor der SpVgg ein alter Bekannter gegenüberstehen: Jens Grahl. Doch der 18-jährige frühere Kickers-Spieler ist nur ein Teil eines Stuttgarter Trios, das in Franken Furore macht. „StZ: Im Fürther Tor spricht man schwäbisch“ weiterlesen

StZ: Die Kickers basteln an der Struktur

Marketing-GmbH geplant
 
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers spielen am Sonntag bei Bayern München II. Neben der sportlichen Planung für diese Partie und die nächste Saison stehen beim Regionalligisten auch strukturelle Veränderungen an: im Marketing und beim Nachwuchs.

Trotz des verpassten Aufstiegs soll die Saison bei den Stuttgarter Kickers nicht einfach so auslaufen. Beim Regionalliga-Gastspiel am Sonntag (15 Uhr) bei Bayern München II will die Mannschaft des Trainers Robin Dutt zumindest ihre Auswärtsstärke beweisen. „Das ist das vorrangige Ziel“, sagt der Trainer, der alle Mann an Bord und damit die Qual der Wahl hat. Auch ein Spieler wie Angelo Vaccaro, der zuletzt 180 Minuten nicht zum Einsatz kam und entsprechend gefrustet ist, sei nicht abgeschrieben. Das Präsidiumsmitglied Walter Kelsch betont: „Wir brauchen einen Spieler wie ihn.“

Etwas anders sieht es offensichtlich bei Laszlo Kanyuk aus, der vor der Saison als großer Hoffnungsträger von Kickers Offenbach kam, aber (nicht zuletzt auf Grund von Verletzungen) bei den Kickers nie richtig in Tritt kam. „Jetzt überlege ich mir schon, ob ich nicht wechsle“, sagt der 28-Jährige trotz eines noch laufenden Vertrags. Und auch beim Verein scheint man ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen, nachdem das Verhältnis Kanyuks bei dessen Exklub VfR Aalen zum künftigen Trainer Peter Zeidler nicht das allerbeste gewesen sein soll.

Auch strukturell sind Änderungen geplant. So ist dem Jugendkoordinator Oliver Munz zum Saisonende gekündigt worden. Zumindest über die Art und Weise zeigte sich der 32-Jährige enttäuscht. Der Präsident Dirk Eichelbaum indes war von der Nachwuchsarbeit nicht angetan: „Viel schlechter geht es nicht.“ Als Nachfolger ist der Exprofi Zoltan Sebescen vorgesehen, „unser absoluter Wunschkandidat“ (Eichelbaum), in dessen Aufgabenfeld auch die eine oder andere Trainerfrage fallen würde. Zum Beispiel bei der A-Jugend. Nachdem zunächst angedacht war, sich von Wolfgang Schneck zum Saisonende zu trennen, hat das Präsidium entschieden, sofort einen Schlussstrich zu ziehen, „nachdem Herr Schneck keine Chance mehr auf den Klassenverbleib sah“, sagt Eichelbaum. Nun soll der Amateurcoach Björn Hinck in Personalunion versuchen, noch den Abstieg zu verhindern. „Ich denke jedenfalls, dass sich die Unruhe in der Jugendabteilung schnell legen wird“, sagt Eichelbaum. Abwarten: als künftiger Trainer ist Clemente Peccerella (zuletzt Calcio Echterdingen) im Gespräch, auch Heinz Rebentisch könnte eine Aufgabe im Nachwuchs übernehmen.

Auch in einem weiteren Punkt hat das Präsidium konkrete Vorstellungen. So soll künftig eine eigene Marketing GmbH die wirtschaftliche Basis des Vereins absichern. „Darüber besteht weit gehend Einigkeit“, sagt Eichelbaum, allerdings noch nicht über die Art und Weise. So ist noch offen, ob dazu eine externe Agentur eingeschaltet wird (was die Kosten in die Höhe treiben würde) oder ob sie mehr von Vereinsseite aus gesteuert wird, wie es übrigens auch schon mal der Expräsident Hans Kullen geplant hatte.

Bereits heute Abend trifft der VfB Stuttgart II in einem vorgezogenen Spiel auf den 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff gegen den Tabellenletzten ist um 19 Uhr im Schlienzstadion.

Stuttgarter Zeitung

Kickers II gewinnen mit 3:2 gegen den TSV Crailsheim

Die 2.Mannschaft der Stuttgarter Kickers hat ihr Nachholspiel gegen den TSV Crailsheim mit 3:2 gewonnen.
Vor ca. 100 Zuschauern im Stadion „Festwiese“ in Bad Cannstatt sorgten Marco Tucci (48.) sowie Sven Sökler (56, + 89.) mit ihren Treffern für einen verdienten Sieg der Kickers.
Für die Gäste aus dem Kraichgau trafen Bastian Heidenfelder (28.) und Visar Reshuti (68.).
Joseph Mensah sah dazu noch beim Spielstand von 2:2 die Gelb/Rote Karte nach wiederholtem Foulspiel.

Planungen laufen auf Hochtouren

Kickers erhalten die Zulassung zur Regionalliga ohne Bedingungen

Stuttgart – Frohe Kunde für die Stuttgarter Kickers: Erstmals erhielten die Blauen vom DFB die Zulassung zur Regionalliga ohne die früher erteilten Bedingungen. Das erleichtert die Planungen für die neue Saison. Doch es gibt noch einige Fragezeichen im Team des künftigen Trainers Peter Zeidler.

VON JÜRGEN FREY

Tor

David Yelldell hat genauso wie Manuel Salz einen Vertrag bis 2008. Hinter Yelldell steht dennoch ein kleines Fragezeichen, da er für eine festgeschriebene Ablösesumme die Blauen im Sommer verlassen könnte.

Abwehr

Moritz Steinle, Jens Härter, Recep Yildiz und Oliver Stierle besitzen jeweils Verträge bis 2008. Und Zeidler setzt auf das Quartett. Dagegen deutet alles darauf hin, dass sich die Blauen von Nico Kanitz trennen werden. Weiter offen ist, ob der Kontrakt mit Marco Wildersinn verlängert wird, an dem der SV Sandhausen Interesse zeigt. Zeidler: „Er steht weiter unter Beobachtung.“

Mittelfeld

Mustafa Parmak, Sascha Benda (jeweils bis 2008), Sven Sökler (2009) und Bashiru Gambo (2010) sind längerfristig an die Kickers gebunden. Gambo, so etwas wie ein Ziehsohn von Hans Kullen, wurden nach dem Abgang des Ex-Präsidenten immer wieder Abwanderungsgedanken nachgesagt. Zeidler will ihn unbedingt halten: „Er ist ein spektakulärer Spieler, der den blauen Adel verzücken kann.“ Bei Laszlo Kanyuk (Vertrag bis 2008) stehen die Zeichen dagegen auf Trennung. Er plant, in einem anderen Umfeld einen Neuanfang zu machen. Auch bei Thomas Weller geht die Tendenz zur Trennung. Mustafa Akcay dürfte bei den Kickers bleiben. Die Bedenkzeit von Manuel Hartmann läuft Ende des Monats ab.

Sturm

Marco Tucci und Sokol Kacani rücken aus dem Oberligateam offiziell nach oben. Sean Dundee, die Leihgabe von Kickers Offenbach, wird gehen. Edelreservist Angelo Vaccaro („Ich bin sehr enttäuscht“) hat einen Vertrag bis 2009 – und er genießt das Vertrauen von Zeidler: „Ich setze voll auf ihn.“

Neuzugänge

Die Verhandlungen mit Sascha Maier (Sturm/SV Elversberg) und vor allem mit Torsten Traub (Abwehr/FC Augsburg) sind weit fortgeschritten. Auch Markus Ortlieb (Mittelfeld/Wuppertaler SV) ist ein Thema.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers verhandeln mit Maier

Lizenz ohne Auflagen

STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers haben gestern Post vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekommen. Ein blauer Brief war für die Blauen nicht dabei. Im Gegenteil. Es gab die Lizenz für die nächste Regionalligasaison (und selbst die zweite Liga) – erstmals sogar ohne Bedingungen. „Das bestätigt uns, dass wir wirtschaftlich auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum nach dem sportlich enttäuschenden 0:0 gegen Pirmasens.

Mehr Schwung in den Angriff soll möglicherweise Sascha Maier bringen, der inzwischen erste Gespräche mit den Kickers-Verantwortlichen führt. „Ich denke, dass ich gut zu Mannschaft und Verein passen würde“, sagt der 33-Jährige, der aus der Region Ludwigsburg stammt und gerne hierher zurückkehren würde. Zumal er auf Grund taktischer Zwänge in Elversberg, wo sein Vertrag ausläuft, zuletzt im Mittelfeld und sogar der Abwehr spielen musste. „Ich bin aber ein Vollblutstürmer“, sagt Maier, der hinzufügt: „Wir werden uns sicher nochmal zusammensetzen müssen, um über Vertragsinhalte zu sprechen.“ Wobei es in solchen Fällen meist ums Gehalt geht.

Der neue Kickers-Trainer Peter Zeidler will sich diese Woche auch nochmal wegen Gaetano Intemperante erkundigen, dessen Vertrag beim Oberligisten SSV Ulm sich allerdings im Falle des Aufstiegs verlängert, sodass in dieser Hinsicht eine gewisse Unsicherheit besteht. Intemperante war zuletzt auch beim Ligakonkurrenten SSV Reutlingen im Gespräch, dessen Torwart Marco Langner Kontakte zum Zweitligisten SC Freiburg bestätigte: „Entschieden ist noch nichts, aber es wäre natürlich eine Herausforderung für mich.“ Dann allerdings müsste der SSV einen neuen Torwart suchen – zunächst einmal soll diese Woche aber noch ein brasilianischer Spieler im Probetraining getestet werden.

Stuttgarter Zeitung

Torsten Traub gibt Kickers einen Korb

Wie die Augsburger Allgemeine in ihrer morgigen Ausgabe berichtet, wechselt Torsten Traub nicht zu den Kickers sondern zum VfR Aalen.
„Ich habe den Vertrag zwar noch nicht unterschrieben, aber ich bin mir mit Aalen einig und habe den Stuttgarter Kickers abgesagt“, erklärte der Verteidiger. Ausschlaggebend sei das Gesamtpaket gewesen und das gute Gespräch mit VfR-Trainer Edgar Schmitt.